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Mo, 09:32 Uhr
16.04.2018
Ein Blick in die Statistik

Ausgaben für soziale Leistungen gesunken

Die Ausgaben der Thüringer Kommunen lagen nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik im Jahr 2017 mit 5,36 Milliarden Euro in etwa auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahreszeitraum. Ein Rückgang war bei den Ausgaben für soziale Leistungen zu verzeichnen, hier wurden 19,3 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum ausgegeben...

Es wurden 48,4 Millionen Euro bzw. 0,9 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Die Personalausgaben stiegen gegenüber dem Vorjahr um 10,5 Millionen Euro (+ 0,7 Prozent) auf insgesamt 1,50 Milliarden Euro an. Ebenfalls gestiegen sind die Ausgaben für den laufenden Sachaufwand. Es wurden insgesamt 973,6 Millionen Euro ausgegeben und damit 15,1 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Ein Rückgang war bei den Ausgaben für soziale Leistungen zu verzeichnen. Es wurden insgesamt
1,39 Milliarden Euro ausgegeben, 19,3 Millionen Euro weniger als im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang begründet sich hauptsächlich aus den rückläufigen Ausgaben für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Im Jahr 2017 wurden 54,0 Millionen Euro insgesamt ausgegeben, 56,7 Millionen Euro weniger als im Jahr 2016. Unter anderem waren für Sozialhilfe 623,6 Millionen Euro (+ 20,9 Millionen Euro), für Jugendhilfe 261,1 Millionen Euro (+ 4,2 Millionen Euro) sowie für aufgabenbezogene Leistungsbeteiligungen an die Arbeitsgemeinschaften 269,8 Millionen Euro (+ 3,5 Millionen Euro) zu zahlen. Ein weiterer großer Ausgabenblock waren die Sachinvestitionen. Hier war eine Erhöhung gegenüber dem Jahr 2016 in Höhe von 65,4 Millionen Euro festzustellen. Insgesamt wurden 599,9 Millionen Euro für Sachinvestitionen ausgegeben, davon 496,0 Millionen Euro für Baumaßnahmen und weitere 103,9 Millionen Euro für den Erwerb von Sachvermögen.

An Einnahmen flossen in diesem Zeitraum 5,53 Milliarden Euro in die kommunalen Kassen. Das waren 91,2 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Die Einnahmen aus Steuern und steuerähnlichen Einnahmen beliefen sich auf 1,68 Milliarden Euro und waren damit um 111,8 Millionen Euro höher als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Hauptgründe waren Mehreinnahmen aus den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer in Höhe von 71,7 Millionen Euro und aus der Gewerbesteuer (netto) in Höhe von 36,7 Millionen Euro. Den größten Anteil an den Gesamteinnahmen bildeten die laufenden und investiven Finanzzuweisungen vom Land mit einem Volumen von 2,74 Milliarden Euro.

Davon wurden als laufende Zuweisungen und Zuschüsse sowie Erstattungen vom Land 2,43 Milliarden Euro gezahlt. Das waren 55,0 Millionen Euro weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Zuweisungen für Investitionen vom Land betrugen 314,1 Millionen Euro, 38,9 Millionen Euro mehr
als im gleichen Zeitraum 2016. Bei den Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb war ein Zugang um
6,7 Millionen Euro auf 688,7 Millionen Euro (+ 1,0 Prozent) zu verzeichnen.
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