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Fr, 14:04 Uhr
30.03.2018
Bürgerinitiative "Pro Schlosspark" ist entsetzt

300 Jahre alte Platane wurde gefällt

Der ehemalige Schlosspark in Kleinwerther hat schon immer mit seinem einzigartigem und auch sehr altem Pflanzenreichtum hervorgestochen. Der allerdings wird immer weiter ausgedünnt, was auf Unverständnis bei der Bürgerinitiative "Pro Schlosspark" stößt...

300 Jahre alte Platane wurde gefällt (Foto: privat) 300 Jahre alte Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Mit dem Neubau des Altenpflegeheimes im unmittelbarem Bereich dieses Schlossparkes mussten schon viele, auch unter Naturschutz stehende Bäume und Sträucher weichen. Da hier ein Heim für unsere älteren Mitglieder der Gesellschaft in landschaftlich schöner Lage geschaffen worden ist, wurde das in der Bevölkerung akzeptiert.

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Als besonderer Blickpunkt und als solches absolut durch ihr Alter beziehungsweise ihre Größe hervorstechend, sind zwei Platanen zu sehen, die sich zwischen dem Pflegeheim und dem ehemaligem Schloss befinden (befanden).

Eine der Platanen soll laut einem Gutachten so krank gewesen sein, dass die sofortige Fällung aus Sicherheitsgründen erforderlich war. An bisherigen Informationen wurde von dem Eigentümer und der Gemeinde immer nur gesagt, "die Platane ist krank und es muss was getan werden". In keiner Weise wurde erwähnt, dass eine Fällung beabsichtigt ist, so dass alle Bürger von einem notwendigen Pflegeschnitt durch Fachleute ausgegangen sind. Mit lauten Kettensägen und einer starken Erschütterung des Umfeldes beim Fallen der Platane wurden wir eines besseren belehrt.

Warum lässt es die Gemeinde zu, dass so ein besonderer und für die Umgebung prägender Baum ohne nochmalige Kontrolle durch Fachleute einfach gefällt wird? Nur ein seitlich abgehender Ast hatte nachweislich Hohlstellen und ein Pilz soll in diesem Bereich auch schon für Schäden gesorgt haben. Die auf den Fotos gut zu sehenden Baumquerschnitte zeigen, außer dem betroffenem Ast, kerngesundes Holz bis zum Stammhals oder bis zur Wurzel.

Hat die Gemeinde auf der Grundlage ihrer Baumschutzsatzung dafür Ersatzpflanzungen verlangt, wurden überhaupt für die bisher gefällten Bäume Ersatzpflanzungen verlangt und wenn der Investor dem nachgekommen ist, wie viele Bäume und an welcher Stelle wurden gepflanzt?

Wir Bürger von Kleinwerther befürchten, dass noch weitere Bäume, welchen Interessen auch immer das entspricht, verschwinden werden. Seit der Inbetriebnahme des Heimes sind zusätzlich schon eine sehr schöne und gesunde Schwarzkiefer, zwei Birken und eine starke Esche ohne eindeutigen Grund gefällt worden. Hinzu kommt noch, das der Investor, der Betreiber des Altenpflegeheims und auch die Gemeinde beabsichtigen, einen zusätzlichen Neubau in das Zentrum des Parkes hineinzubauen. Das würde den Park regelrecht zerschneiden und eine Nutzung für Parkfeste oder ähnliche Veranstaltungen unmöglich machen.

Durch dieses Bauvorhaben würden weitere alte Bäume, so eine starke Linde und auch eine Eiche und eine besondere Rotbuche (Blutbuche) als Solidärbaum gefährdet. Die Fällung der Platane ist das beste Beispiel.

Diese Befürchtungen gilt es im Interesse unserer Bürger und Kinder zu verhindern. Über 500 Unterschriften gegen den Neubau in den Park hinein belegen das eindeutig. Ein Ausweichstandort für den Neubau wäre vorhanden, wird aber mit dem Argument des Investors "das ist zu teuer" abgetan. Wir denken, dass der letzte zentrale Platz in Kleinwerther als solcher erhalten werden muss und auch eine Gemeindeverwaltung hier entsprechende Unterstützung geben sollte, was leider nicht passiert.
Günter Handke für die BI "Pro Schlosspark"
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Platane wurde gefällt (Foto: privat)
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Knopfloch
30.03.2018, 19:43 Uhr
Was für Feste?!
Dee """Park""" der keiner ist, außer eine große unwegsame Wiese wird rein gar nicht genutzt! Seit Jahren finden Feste ausschließlich durch das Pflegeheim, auf dessen Grundstück und deren Betreiber statt!
Bodo Schwarzberg
31.03.2018, 00:33 Uhr
Auch in Hohenrode wird gefällt....
...natürlich, weil die Bäume krank sein sollen, aber tatsächlich (oder hinter vorgehaltener Hand) dem Denkmalschutz oder Investoren und deren Hintermännern- und -frauen im Wege stehen. Ich finde es absolut begrüßenswert, dass sich gegen die Baumfällungen in Kleinwerther eine kritische Bürgerinitiative gebildet hat, die die kranken Bäume sowie die gern als Trostpflaster argumentierten so genannten Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen hinterfragt.

Investoren neigen dazu, viel Druck auszuüben, um ihre Interessen durchzusetzen. Demokratie hin, Demokratie her. In Zeiten des Klimawandels aber werden Parks, Grünflächen und Wasserflächen innerorts für das menschliche Wohlbefinden immer wichtiger.
aurell
03.04.2018, 21:20 Uhr
Verantwortung
„Nach dem 2. Weltkrieg wurde unter der Losung „Junkerland in Bauernhand“ die gesamte Burganlage als Inkarnation eines militaristischen Junkerstandes geschleift und damit ein jahrhundertaltes Kulturgut und Zeugnis der Geschichte unseres Ortes unwiederbringlich vernichtet.
Für die heute lebenden Bürger des Dorfes erwächst gerade daraus die dringende Aufgabe, jedes vorhandene Steinchen zu hegen und pflegen, um so der Nachwelt wertvolle Zeugen unserer Vergangenheit zu erhalten.“
So steht es in der von Professor Hermann Linsel verfassten (hervorragenden) Geschichte der Werther-Dörfer.
Nun bestand zu der zwischenzeitlichen erfolgten Nutzung des Schlosses als Pflegeheim keine Alternative die nicht zu kritisieren ist.
Doch der für Schritt für Schritt erfolgten Erweiterung zu Lasten des Parks und jetzt die Fällung der Platane lässt den Verdacht zu, dass dies von Anfang an so geplant war.
Man kann nur hoffen, dass der Gemeinderat eine Entscheidung in Verantwortung trifft.
Denn nur der Gemeinderat ist hier in der Pflicht und Verantwortung die mahnenden Worte des Professors Linsel umzusetzen.
„Der Politiker trägt nicht nur Verantwortung für seine guten Vorsätze oder seine Gesinnung, sondern er trägt vor allen Verantwortung für die Folgen seiner Handelns oder Unterlassens.“ (H. Schmidt)
Nachtrag:
Ich hätte mir gewünscht, dass der Investor und jetzige Besitzer die Pflege der Gräber der Stegemanns / Reissner übernimmt. Hier hat Werther eine moralische Verpflichtung!!!
M.S.
appel
04.04.2018, 19:43 Uhr
drann bleiben
....interessant wäre das Gutachten mal zu lesen.
Drann bleiben -Bürgerinitiative.
Was sagt eigentlich das Umweltamt ??
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