eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Do, 08:52 Uhr
29.03.2018
Ausmusterung nach 30 Jahren

Neuer Tanker für Ellricher Wehr

In wenigen Monaten wird das schon etwas nostalgisch anmutende Löschfahrzeug der Stadtfeuerwehr Ellrich nach mehr als 30 Jahren im Einsatz ausgemustert. Ersetzt wird es durch ein modernes Tanklöschfahrzeug, mit dem die Ellricher Kameraden der Stützfeuerpunktfeuerwehr Nord ab Herbst ausrücken werden...

„Damit wird unser letztes W-50-Fahrzeug außer Dienst gehen“, sagt der Ellricher Bürgermeister Matthias Ehrhold. „Nachdem die Kameraden es so gut gepflegt haben, werden wir es natürlich nicht verschrotten, sondern in unser städtisches Feuerwehrmuseum übernehmen.“ Ehrhold betont, wie wichtig eine gute technische Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren ist, um den örtlichen und überörtlichen Brandschutz abzusichern. „Der Landkreis hat hier gerade in den letzten Jahren enorme Fortschritte bei der Beschaffung gemacht, das war früher leider nicht so“, so Ehrhold.

Anzeige symplr (1)
Die Landkreisverwaltung hat bereits im vergangenen Jahr drei neue Tanker für die Stützpunktfeuerwehren bestellt, wobei die Auslieferungszeiten inzwischen bei rund einem Jahr liegen. Kostenpunkt: rund 300.000 Euro je Fahrzeug.

„Das ist eine enorm wichtige Ausstattung unserer Stützpunktfeuerwehren, denn bei Großbränden kommt es immer wieder zu Problemen bei der Löschwasserversorgung. Hier müssen wir dringend die Mindeststandards einhalten“, unterstreicht Landrat Matthias Jendricke. „Wir werden das beschlossene Beschaffungskonzept weiter umsetzen. Bis 2020 werden wir alle notwendigen Fahrzeuge für den überörtlichen Brandschutz angeschafft haben.“

Jendricke: enorm wichtige Ausstattung unserer Stützpunktfeuerwehren (Foto: Pressestelle Landratsamt Nordhausen) Jendricke: enorm wichtige Ausstattung unserer Stützpunktfeuerwehren (Foto: Pressestelle Landratsamt Nordhausen)

Im Gespräch regen Bürgermeister Matthias Ehrhold und Stadtbrandmeister Tobias Hellmich zudem an, eine neue Drehleiter für Ellrich als Stützpunktfeuerwehr Nord anzuschaffen. Zurzeit hat der Landkreis eine gebraucht gekaufte Drehleiter in Ellrich stationiert, die allerdings aufgrund ihres Alters regelmäßig hohe Wartungs- und Reparaturkosten verursacht. „Es ist mein Ziel, durch neue Technik Folgekosten einzusparen und nicht zuletzt können im Feuerwehrbereich an der technischen Ausstattung Menschenleben hängen“, so Landrat Jendricke.

„Nachdem im letzten Jahr bereits die Berufsfeuerwehr eine neue Drehleiter vom Landkreis erhalten hat und wir gerade auf den Fördermittelbescheid für die neue Drehleiter für Bleicherode warten, wäre es in der Tat sinnvoll, auch für Ellrich eine neue Drehleiter zu beschaffen. Wir werden bei der diesjährigen Fortschreibung des Brandschutz-Beschaffungsplans diesen Vorschlag einarbeiten, vermutlich für 2020 oder 2021.“

Das begrüßt Matthias Ehrhold ausdrücklich und wird sich auch als SPD-Fraktionsvorsitzender im Kreistag für die Umsetzung dieses Vorschlags einsetzen. „Durch den Umbau und die Sanierung des Ellricher Bahnhofs hat unsere Feuerwehr schon eine gute logistische Ausstattung. Stimmt dann auch noch die technische Ausrüstung, so bestärkt das nicht nur die Einsatzfähigkeit der Kameraden, sondern hilft uns letztlich auch dabei, Kinder und Jugendliche für dieses wichtige Ehrenamt zu begeistern.“
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
dicker
30.03.2018, 09:38 Uhr
Landrat tut was, Bürgermeister schaut zu.
Der Landrat ist ein Freund der FFW - das ist ein offenes Geheimnis und gut so. Zur Stützpunktfeuerwehr Nord gehören aber auch die Ortsteilfeuerwehren. Die Ausstattung derer mit Infrastruktur und Technik ist Aufgabe des Bürgermeisters als Dienstherr der Kameraden. Und da hakt es. Gudersleben, Appenrode und Sülzhayn müssen endlich neue Stellplätze bekommen. Hier ist ein Investitionstau von knapp 650.000 € aufgelaufen. Da sind die Fahrzeuge noch nicht dabei. Projekte werden teilweise seit 10 Jahren vor sich her geschoben. Dieses Jahr eine Nullrunde für die FFW-Leute. Ein falsches Zeichen und verheerend für den Brandschutz im zunehmend vernachlässigten ländlichen Raum. Die FFWen sind sozialer Mittelpunkt des dörflichen Lebens und aktuell Ausrichter der traditionellen Osterfeuer. Investitionen in die FFW sind sinnvoll, elementar und unerlässlich für das Zusammleben im ländlichen Raum. Wenn der einzelne Bürger Hilfe benötigt ist er froh wenn jemand sein Hab und Gut schützt. Hier muss nicht nur im Wahlkampf ein umdenken in Ellrich geschehen...
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)