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So, 14:25 Uhr
25.03.2018
Tierschutzbund fordert gesetzliche Regelungen

13 Millionen Schweine landen jährlich im Müll

Ein Fünftel aller Schweine in Deutschland, rund 13 Millionen Tiere, landen jährlich in der Tierkörperbeseitigung, weil sie im landwirtschaftlichen Betrieb verenden oder notgetötet werden müssen. Etwa 300.000 dieser sogenannten „Falltiere“ sind vor ihrem Tod erheblichen Leiden und Schmerzen ausgesetzt, beklagt der deutsche Tierschutzbund...

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, über die „Report Mainz“ am 20. März berichtete. Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine Kennzeichnungspflicht für die betroffenen Schweine sowie die Entwicklung eines Systems zur Erfassung tierschutzrelevanter Symptome in den Tierkörperbeseitigungsanstalten.

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„Angesichts der erschreckenden Ausmaße sollte die Bundesregierung schnellstmöglich eine gesetzliche Regelung auf den Weg bringen“, fordert Thomas Schröder, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes. „Wir brauchen dringend ein bundesweites System, das sicherstellt, dass Tierschutzverstöße in den Tierkörperbeseitigungsanstalten erfasst werden. Zudem müssten auch verendete oder notgetötete Schweine gekennzeichnet sein, damit der Tierhalter rückverfolgt werden kann.

Nur so können tierschutzrelevante Verstöße auch geahndet und somit zukünftig vermieden werden.“ Bisher ist die Dokumentation von tierschutzrelevanten Symptomen im Rahmen der Tierkörperbeseitigung nicht vorgeschrieben. Zudem fehlt oft die Möglichkeit zur Rückverfolgbarkeit: Schweine, die in die Tierkörperbeseitigung gehen, müssen - anders als Schweine, die geschlachtet werden - nicht gekennzeichnet sein. Somit ist nicht mehr nachvollziehbar, auf welchem Betrieb die Tiere verendet sind oder notgetötet wurden. Der Tierhalter kann nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden – selbst wenn Auffälligkeiten festgestellt werden.

Viele Schweine in der Intensivtierhaltung sind krank oder verletzt (Foto: A. Farkas/afi) Viele Schweine in der Intensivtierhaltung sind krank oder verletzt (Foto: A. Farkas/afi)

Viele Schweine in der Intensivtierhaltung sind krank oder verletzt. Foto: A. Farkas/afi

Studie dokumentiert Symptome

Tierschutzrelevante Symptome bei den „Falltieren“, etwa offene Wunden, Druckgeschwüre und hochgradige Abmagerungen, dokumentierte die Tierärztliche Hochschule Hannover in ihrer Studie. Der Umgang mit kranken und verletzten Tieren im landwirtschaftlichen Betrieb sollte aus Tierschutzsicht in vielen Fällen deutlich verbessert werden. Auch bestandsbetreuende Tierärzte sollten den Fokus mehr darauf legen, den Landwirten einen tiergerechten Umgang mit kranken und verletzen Tieren zu vermitteln, damit diese angemessen behandelt und gegebenenfalls tierschutzgerecht von ihrem Leid erlöst werden. Die Studie aus Hannover zeigt, dass über 60 Prozent der Schweine, die in der Tierkörperbeseitigung landen, fehlerhaft notgetötet werden, was meist mit erheblichen Schmerzen und Tierleid einhergeht. Umso wichtiger wären aus Sicht der Tierschützer verpflichtende Schulungen für Landwirte, damit der Zeitpunkt richtig gewählt und die Nottötung korrekt durchgeführt wird.
Autor: red

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Kommentare
Kritiker86
25.03.2018, 18:31 Uhr
Das Raubtier...
Mensch schlägt wieder zu. Ein Fünftel der Tiere in den Müll geschmissen. Kein Wunder das wir bald nix mehr zu fressen haben. TIERE sind ja auch nur eine Sache, mit diesen Kann man machen was man will. Beim Menschen wird ein riesengroßer Zirkus gemacht wenn da jemand Sterben will und hier wird Fleisch in Massen weggeschmissen, weil sie unter aller Sau gehalten werden in den Käfigen. Danken wir den Kapitalismus.
Bierchen
25.03.2018, 19:09 Uhr
.....arme Schweine....
......da bekommt der Begriff "Schweinesystem" ja auch noch einen tieferen Sinn bzw. bildliches Beispiel.....
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