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Mi, 14:33 Uhr
08.12.2004

Weißes Pulver

Nordhausen (nnz). Artern „mausert“ sich im Bereich der Polizeidirektion Nordhausen langsam aber sicher zum Schwerpunkt der Kriminalität. Vorgestern war ein Wohnhaus in die Luft gejagt worden, heute wurde ein Anschlag auf die Agentur für Arbeit verübt...


In Artern ist heute Vormittag eine verdächtige Briefsendung aufgetaucht. In der Außenstelle der Agentur für Arbeit fanden Mitarbeiter einen Brief ohne Adresse. Als er geöffnet werden sollte, rieselte ein bislang unbekanntes Pulver heraus. Um Gefahren für die Mitarbeiter abzuwehren, wurde sofort der Bereich der Poststelle evakuiert und abgesperrt.

Feuerwehr, Polizei und Gesundheitsamt kamen zum Einsatz. Unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wurde die Postsendung sichergestellt und in das Institut für Mikrobiologie nach Erfurt transportiert. Dort soll die Substanz untersucht werden. Der betroffene Arbeitsbereich in der Agentur für Arbeit wurde vorsichtshalber desinfiziert und von der Amtsärztin wieder frei gegeben.

Seit der Anschlagsserie in den USA kommt es immer wieder zu solchen anonymen Briefsendungen. Aus Sicherheitsgründen muss in der Regel äußerst vorsichtig mit diesen Sendungen umgegangen werden.

Das geschieht auch, wenn, wie in diesem Fall, kein Motiv des Absenders erkennbar ist. Nachahmer sollten allerdings gewarnt sein. Das Versenden oder Einwerfen eines solchen Briefes ist kein Kavaliersdelikt. Die Kripo Nordhausen ermittelt wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten. Das Strafgesetzbuch sieht für solche Taten eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren vor.
Autor: nnz

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