eic kyf msh nnz uhz tv nt
So, 09:50 Uhr
05.12.2004

In Erfurt mit dabei

Nordhausen/Erfurt (nnz). Rund 1.500 Menschen haben in Erfurt für soziale Gerechtigkeit und gegen Hartz IV demonstriert. Sie folgten einem Aufruf Thüringer Sozialbündnisse und des Gewerkschaftsbundes. Unter ihnen 21 Vertreter aus Nordhausen und Sondershausen.

In Erfurt mit dabei (Foto: nnz) In Erfurt mit dabei (Foto: nnz)

Der Zug führte vom Bahnhof zum Landtag. DGB-Landeschef Spieth forderte vor der Staatskanzlei alternative Konzepte zur Reformpolitik und verlangte die Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Weitere Redner sozialer Bündnisse aus Gera, Jena, Saalfeld und Gotha und auch Jürgen Nagel, Mitglied des Sprecherrates der Bürgerinitiative „Nordhausen macht mobil gegen Agenda 2010“ forderten ebenfalls von der Bundesregierung die Politik des sozialen Kahlschlages gegen das eigene Volk zu beenden.

Sie stellten klar, dass Hartz IV ein verfassungswidriges Machwerk rot-grüner, schwarz-gelber asozialer Politik mit dem Ziel der Sicherung maximaler Profite bei gleichzeitiger Disziplinierung des Volkes sei. Und dieses Machwerk müsse im Bündnis all' jener bekämpft werden, die für eine sozial gerechtere Politik einstehen würden. Ein unter den Demonstranten mitgeführtes Kreuz über das Ableben des Sozialstaates Bundesrepublik am 14.03.03 nahm Nagel zum Anlass, zu sagen, dass Kanzler Schröder im Bundeskanzleramt „eine Leiche zu liegen habe, die erbärmlich zum Himmel stinkt“.

Aus diesem Grund werden die NordhäuserInnen am 31.12.2004 den verstorbenen und verwesten Sozialstaat zu Grabe tragen. Ein weiterer Leitgedanke der Demonstration in Erfurt war der Widerspruch zwischen der Erhöhung der Militärausgaben und der rigorosen Streichung der Ausgaben für Soziales. „Die Streichorgie der Thüringer Landesreigierung gefährdet auch in Nordhausen den Fortbestand kommunal wichtiger sozialer Projekte und damit den sozialen Frieden“, mahnte Nagel in Richtung der Landesregierung an.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)