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So, 09:08 Uhr
05.12.2004

Gartenschau im Rathausfoyer

Nordhausen (nnz). Im Moment ist das Rathausfoyer ziemlich belebt, die Kila Kinder laden in ihr Cafe ein. Neben leckeren Waffeln gibt's dort auch Bilder von der Landesgartenschau zu sehen. nnz stellt Ihnen den Künstler vor.

Gartenschau im Rathausfoyer (Foto: nnz) Gartenschau im Rathausfoyer (Foto: nnz) Nordhausen ist seine neue Heimat, sagt Arthur Mchitarian. Diese Heimat gefällt ihm so gut, daß er immer wieder Ideen für neue Kunstwerke findet. Zwölf Ölbilder mit Motiven der Landesgartenschau und aus den Nordhäuser Stadtbild stellt der Künstler derzeit im Rathausfoyer aus.

Seine alte Heimat, Tiflis, die Hauptstadt Georgiens, mußte er vor zehn Jahren verlassen. Als Armenier und Christ wurde er ausgegrenzt und verfolgt. So wagte er 1995 die Flucht mit dem Flugzeug nach Deutschland. Ein Jahr später kamen seine Frau und die Kinder hinterher.

Erst lebten sie im Asylbewerberheim in Ellrich. Seit 2001 ist die Familie in Nordhausen. In der Gemeinde der Blasii Kirche sind die Christen integriert. Die Ausstellung kam deshalb über den Kinder Kirchen Laden zustande, wo Mchitarians Kinder ihre Freizeit verbringen. Für den Namensgeber der Kirche, den heiligen Blasius, empfindet der Künstler besondere Sympathie. St. Blasius war nämlich ebenfalls Armenier und wirkte als Bischof.

Arthur Mchitarian interessierte sich schon immer für Kunst. Seine Schulzeit verbrachte er an einem künstlerischen Gymnasium, wo er sich besonders gern mit Grafik beschäftigte. Das sieht man seinen Gemälden an, denn sie sind sehr realitätsgetreu. Jeder Nordhäuser wird die Frauenbergkirche oder die grüne Treppe auf dem Landesgartenschaugelände wiedererkennen.

In der Jugendkunstschule durfte der Georgier sein Können zwei Jahre lang an junge Leute weitergeben. Kein Problem für den studierten Pädagogen, der sich neben Kunst auch für Sprachen interessiert. Er würde diese Tätigkeit gern fortführen, hat im Moment aber keine Arbeitserlaubnis bekommen. Dadurch blieb ihm eine Menge Zeit um selbst zu malen und diese spontane Ausstellung zu gestalten.

Das Cafe Kila öffnet nur an den Wochenenden. Die Ausstellung soll nach dem Wunsch des Künstlers trotzdem zu sehen sein. Er plant außerdem eine Vernissage. Den Termin gibt nnz rechtzeitig bekannt.
Autor: wf

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