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So, 18:00 Uhr
04.03.2018
Herder ließ tief blicken

Über 100 Viertklässler und Eltern "inspizierten" Gymnasium

Die Aula platzte gestern förmlich aus den Nähten. Einen Sitzplatz suchte man trotz vollständiger Bestuhlung vergebens. Selbst ein Stehplatz ähnelte dem einer Sardine in der Dose. In der prall gefüllten Aula begrüßte Schulleiter Wilhelm König interessierte Schüler, Eltern, Verwandte und Freunde der Viertklässler und wünschte einen interessanten Vormittag in der Wiedigsburg...

Blick in die voll besetzte Aula des Herder-Gymnasiums zur Begrüßung am Tag der offenen Tür (Foto: H. Roeder) Blick in die voll besetzte Aula des Herder-Gymnasiums zur Begrüßung am Tag der offenen Tür

Nachdem Schüler für die Gäste musikalisch und schauspielerisch einen Einstieg in den Schnuppertag boten, entließ Wilhelm König die Gäste aus der Aula und lud zum Erkunden des über 100jährigen Schulgebäudes ein und zwar vom Boden bis in den Keller. Überall gab es etwas zu entdecken, zu lesen, zu blättern, zu erproben, zu spielen oder zu knobeln.

Schüler und Lehrkräfte hatten Unterrichtssequenzen in verschiedenen Etagen vorbereitet. So konnte gerade in der Klassenstufe 5 neu eingeführte Fächer begegnet werden. Zahlreiche Experimente und biologisch-chemische Tests begeisterten in Mensch-Natur-Technik. Karamelisierte Marshmellows, das Mikroskopieren von Wasserflöhen, Luftballone, die sich scheinbar von allein aufblasen lassen, funkensprühende Stahlwolle, ein Natrium-Feuerball - Zu gern hätten zahlreiche Kinder noch weiter verweilt, doch gab es ja noch viel mehr zu ergründen.

Die Geographie bot einen Zugang zur Welt, arbeitete mit Atlas und Globus und stellte das Fach als eines derjenigen vor, das in der Klassenstufe neun partiell zweisprachig (bilingual) durchgeführt wird. Mit der DRK-Gruppe Erste Hilfe leisten, Unfallopfer retten oder in der Turnhalle an den Olympischen Herder-Spielen teilnehmen und das sportliche Können unter Beweis stellen alles kein Problem. Und dass sich die Mathematik in der Physik wiederfindet und dieses neue Fach einen verzaubern kann, zeigten die Vorbereitungen im naturwissenschaftlichen Trakt.

Das ist schon „magic“, die pure Magie, wenn einfache Briefumschläge zu Produzenten von Blitzen werden bzw. scheinbar normale Brillen Regenbögen entstehen lassen oder ist doch alles wissenschaftlich erklärbar, mit Physik?

Auch das Haus selbst musste natürlich mit seiner Vergangenheit etwas erobert werden. Dazu wurden kleine fachkundige Führungen durch Schüler angeboten. Zahlreiche Informationen zum Schulbetrieb, zum Übertritt sowie dem Unterricht in den Klassen 5 und 6, aber auch Organisatorisches, Termine etc. konnten mit auf den Weg gegeben werden. Weitere Fachbereiche stellten Schülerarbeiten, Projekte, Lehr- und Lernmittel vor. Die DRK-Gruppe der Schule präsentierte sich und demonstrierte ihr Können.

Da Beratung und Förderung am Herder-Gymnasium eine besondere Rolle spielen, erhielten die Gäste einen Einblick in die Begabungsförderung, aber auch Auskünfte zu zahlreichen Fördermaßnahmen sowie Beratungsangeboten am Haus. Und mit Blick auf die moderne Mediengesellschaft wurden Hinweise zu den Computerkabinetten, der Schulbibliothek und der Medienkunde-Schulung interessiert aufgenommen.

Ein Großteil der jungen und begleitenden Gäste nahm das umfangreiche Angebot des Tages sehr gerne an, erholte sich zwischenzeitlich in der Cafeteria, kam mit Vertretern des Schulfördervereins, Lehrkräften, Anwärtern, aber auch Eltern ins Gespräch, vertiefte sich in Anschauungstafeln, puzzelte oder rätselte. Gegen 12.30 Uhr verabschiedete der Schulleiter Schüler und Angehörige auf dem Schulhof, wo noch einzelne Unterhaltungen stattfanden und der Vormittag ausgewertet wurde.

Wie in jedem Jahr kamen auch 2018 ehemalige Schüler und Kollegen und nutzten die Möglichkeit, Erinnerungen aufzufrischen und auch Lehrer der eigenen Zeit zu treffen. Als das Herder-Gymnasium die Türen schloss, endete ein vielseitiger, erlebnisreicher und informativer Vormittag. Auch Studenten, die das Gymnasium erst vor wenigen Monaten/Jahren verließen, fanden sich an diesem Tag ein, um Erinnerungen aufzufrischen, Lehrer zu treffen und sich über vergangene Schuljahre austauschten. Schule ist eben mehr als nur Pauken und Zensuren und man nimmt aus ihr mehr mit als Merksätze, Formeln und Definitionen.

So erwies sich der Tag der offenen Tür wieder als Treffpunkt für Jung und Alt, Interessierte, Neugierige, Ehemalige, Große, Kleine
Heike Roeder
Mikrokospieren (Foto: H. Roeder)
Mit den Schulsanit„tern Erste Hilfe-Maánahmen durchfhren und Wichtiges ber die Lebensrettung erfahren - auch diese Station lud zum Mitmachen ein. (Foto: H. Roeder)
Schüler experimentieren mit Stahlwolle für die Viertklässler (Foto: H. Roeder)
Stöbern, puzzeln, rätseln in und mit der Fachschaft Deutsch (Foto: H. Roeder)
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