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Do, 10:30 Uhr
02.12.2004

Drei Punkte als Weihnachtsgeschenk?



Nordhausen (nnz). Nur fünf Tore schoß Wacker 90 gegen den Tabellenletzten. Müssen die Fans jetzt enttäuscht sein von ihrer Mannschaft? Wie soll das beim Verfolger Schleiz werden?

Zu großer Sorge um die Leistungsfähigkeit des Wacker-Aushängeschilds besteht kein Grund. Die Jungs haben in 16 Spielen 51 Tore geschossen, das sind mehr als 3 pro Spiel. Sie haben bis auf zwei Ausrutscher zu Saisonbeginn die Landesklasse Ost so deutlich dominiert, wie es die kühnsten Optimisten vor der Saison nicht vorausgeahnt hätten. Gegen den Kindelbrücker SV, der mit seinem allerletzten Aufgebot nach Nordhausen kam, haben die Etzrodt-Schützlinge eindrucksvoll bewiesen, wie überlegen sie spielen können und dass Wacker in der konstanten Form der letzten Wochen reif ist für die Thüringer Landesliga. Kindelbrück andererseits hat in dieser Verfassung nichts in der Landesklasse Ost zu suchen.
Doch bis Wacker als Aufsteiger feststeht, sind noch 14 Punktspiele zu absolvieren und am Samstag erwartet den Nordhäuser Club eine aussagekräftige Positionsbestimmung beim Verfolger Schleiz.

Die Schleizer sind die einzigen, denen es im bisherigen Saisonverlauf gelang, im Albert-Kuntz-Sportpark einen Punkt zu gewinnen. Allerdings konnten sie dabei keinen spielerischen Glanz verbreiten. Vielmehr trafen sie auf eine verunsicherte Wacker-Mannschaft, die am Wochenende vorher auf den Fahner Höhen sehr unsanft aus allzu hoch fliegenden Träumen gerissen wurde. Wacker trat gegen Schleiz das erste Mal in der Formation auf, die in den folgenden Wochen so erfolgreich wurde. Erinnern wir uns: nach einem für die harmlosen Gäste eher schmeichelhaften 2:0 Anfang der zweiten Halbzeit erzielte Wacker mit einem kurzen Aufbegehren den Ausgleich und hatte anschließend genügend Chancen, den Gegner vom Platz zu fegen.

Und hier liegt trotz der geschossenen 51 Tore nach wie vor das größte Problem der Nordhäuser. Sie brauchen einfach zu viele Chancen, um ihre Treffer zu erzielen. Und spätestens eine Liga höher werden sie es sich nicht leisten können, mit ihren Möglichkeiten so ineffektiv umzugehen.

In Schleiz können die Braun, Pohl und Kulbacki aber auch wieder ihre Schnelligkeit bei Kontern ausspielen, denn es ist anzunehmen, dass die Ostthüringer vor heimischem Publikum den einen oder anderen Angriff starten werden. Und dann kommt auch die Wacker-Defensive wieder zum Einsatz, die sich im Kindelbrück-Spiel ja nur der Vollständigkeit halber auf den Platz gestellt hatte.

Als souveräner Spitzenreiter fährt Wacker mit dem notwendigen Selbstvertrauen nach Schleiz, um dort als Sieger vom Platz zu gehen. Ein Unentschieden oder gar eine Niederlage wären zwar keine Katastrophe, aber als Weihnachtsgeschenk für die Fans und das Präsidium sehr ungeeignet.
Autor: osch

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