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Mo, 14:53 Uhr
27.08.2001

Mittelalter im Bild

Nordhausen (nnz). Das Landratsamt und die Stadt- und Gästeführergilde freuten sich darauf, heute im Foyer in der Grimmelallee 23 eine Ausstellung mit der Verleihung der drei Preise vom diesjährigen Fotowettbewerb eröffnen zu können. Ines Arnold war für die nnz dabei.


Die Ausgezeichneten und der Landrat Zur Auszeichnung, die Landrat Joachim Claus am Vormittag vornahm, erschienen nicht nur die glücklichen Gewinner und übrigen Teilnehmer, sondern auch viele interessierte Bürger, die die auserwählten und ausgestellten Bilder mit anerkennenden Blicken begutachteten. „Die Entscheidung viel uns schwer“, hieß es auf Seiten der fünfköpfigen Jury, die sich unter anderem aus Kultur- und Fotografieexperten zusammensetzte. Doch habe man sich schließlich auf Danny Gödicke aus Steinthaleben geeinigt, der am Montag den ersten Preis gewann. Sein mystisches Bild von der Burgruine Hohenstein bei Neustadt in der Morgenstimmung überzeugte so gut wie jeden. Markus Veit und Ilse Reinecke, beide aus Nordhausen, belegten jeweils Platz zwei und drei.

Alle drei Gewinner erhielten in einem dekorativen Bilderrahmen ein in Messing geschnitztes Bild des Landratsamtes aus dem Jahr 1868; Danny Gödicke konnte sich zusätzlich über neue Fotofilme und dem aktuellen Nordhäuser Jahrbuch freuen. Doch auch die Teilnehmer, die nicht zu den Gewinnern zählten, gingen nicht leer aus. Sie erhielten einen Gutschein für eine einstündige Führung durch Nordhausens Altstadt oder einen anderen im Landkreis liegenden Ort ihrer Wahl. 16 talentierte Fotografen, davon sieben aus Nordhausen, nahmen am Wettbewerb teil und hatten mit jeweils einem ihrer drei eingesandten Bilder aus dem Bereich Mittelalter in unserer Region, die Chance auf den ersten Platz. Malerische Motive fand man unter anderem in der Blasiikirche und in der Nordhäuser Altstadt.

Heidelore Kneffel Unter dem Thema „Mittelalter im Bild“ findet man im Landkreis eben noch Spuren, die Fotografien zeigen es. Erstaunlich dabei ist: Vieles kommt einem bekannt vor - nur „so“ hat man es noch nicht gesehen. Der Blick durch das Kameraobjektiv lässt ungeahnte Sichten zu und der Fotograf bannt das Gesehene für sich, für andere. Nun haben 36 Rahmen die am Mittelalter inspirierten Aufnahmen aufgenommen und geben dem Foyer im historischen Landratsamt ein besonderes Aussehen. „Es ist sehr erfreulich, dass die Resonanz auf die Ausschreibung, die im vergangenen Jahr erfolgte, bei alt und jung so groß war, und es ist bemerkenswert, dass es zahlreiche Zeitgenossen gibt, die die Fotografie nutzen, um sich Schönes, Erstaunliches, Merkwürdiges, Herzerfrischendes nicht entgehen zu lassen“, äußerte Heidelore Kneffel, Pressesprecherin des Landratsamtes, mit großer Zufriedenheit.

Ein treuer Begleiter ist der Fotoapparat für viele, doch nicht jeder versteht es, genau im richtigen Moment abzudrücken und ein Motiv genauestens auszuwählen. Sicherlich gehört Fotografie zu den Künsten, doch sollte man sich eingestehen, dass nicht jedes Foto Kunst ist. Sehen ist eben nicht sehen und muss erlernt werden. Bei der Ausstellung war man sich jedenfalls einig: Man kann es lernen und zum richtigen Könner werden. Noch bis mindestens Ende dieses Jahres hat man die Möglichkeit, sich die Fotografien im Foyer des historischen Landratsamtes anzusehen.
Ines Arnold
Autor: nnz

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