So, 09:28 Uhr
28.11.2004
nnz-Bücherkiste: Rotkäppchen lebt!
Nordhausen (nnz). Trotz aller Aufgeschlossenheit und Liebe zur Natur haben die Menschen auch heute noch Angst vor dem Wolf. Diese Angst ist einer der Hauptgründe, warum immer wieder streng geschützte Wölfe in Deutschland erschossen werden. Ein Buch will mit Vorurteilen aufräumen...
Ist diese Angst berechtigt? Wie gefährlich sind Wölfe? Greifen Wölfe Menschen an? Diesen Fragen geht die Autorin und Wolfsexpertin Elli H. Radinger, die viele Monate im Jahr in Nordamerika wilde Wölfe beobachtet, in ihrem neuen Buch "Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion?" nach. Dank steter Aufklärungsbemühungen gibt es heute zum Glück immer mehr Menschen, die von sich behaupten, Wölfe zu lieben und keine Angst vor ihnen zu haben. Fragt man aber einmal diese Menschen direkt, ob sie denn etwas dagegen hätten, wenn in ihrem Stadtwald ein Rudel Wölfe leben würde, dann kommt fast immer die Antwort: "Nein! So war das nicht gemeint. Im Stadtwald? Dann können wir ja mit den Kindern dort nicht mehr spazieren gehen!"
Wölfe ja, aber nicht vor der eigenen Haustür. So lautet die Devise. Jeder aufgeklärte Mensch weiß, dass Wölfe keine Menschen fressen. Gleichzeitig haben aber die meisten Angst davor, sie in ihrer Nähe zu haben, weil sie fürchten, dass der Wolf vielleicht doch einmal, "wenn er sich bedroht fühlt" oder "wenn er Hunger hat", einen Menschen angreifen könnte. Ist diese Angst berechtigt?
"Wolfsangriffe" ist ein Buch, das hilft, die Wölfe zu verstehen. Es ist sowohl ein Buch für alle die Menschen, die sich vor ihnen fürchten, als auch für die, die Wölfe lieben und sie schützen wollen. Doch "Wolfsangriffe soll Wölfe nicht verharmlosen und verherrlichen. Es nützt wenig, wenn Wolfsschützer immer wieder mit dem gleichen abgedroschenen Argument kommen, dass noch nie ein gesunder wilder Wolf einen Menschen angegriffen hat. Denn dieses Argument lässt sich anhand von Fakten leicht widerlegen. Wir tun den Wölfen keinen Gefallen, wenn wir sie zu Heiligen der Wildnis erheben, die immer nur "gut" sind und nie etwas "Böses" tun.
Die Wahrheit ist, dass es durchaus Angriffe von wilden Wölfen auf Menschen gegeben hat. Wichtig ist, zu verstehen, warum dies geschehen ist. Weiß man, warum Wölfe Menschen angegriffen haben oder angreifen könnten, dann begreift man auch, dass jede Angst vor dem Wolf in unseren Wäldern und in der Nähe unserer Dörfer unsinnig ist und dass wir sehr gut mit Wölfen zusammenleben können. "Wolfsangriffe soll ein aktiver Beitrag zur Aufklärung und zum Wolfsschutz sein.
Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion?
Elli H. Radinger, Verlag Peter von Döllen, 2004, 9,90 Euro ISBN 3-933055-33-4
Autoreninfo:
Elli H. Radinger (geboren 1951) ist Fachjournalistin und Expertin in Sachen Wolf. Seit 1991 ist sie Chefredakteurin einer Fachzeitschrift für Wölfe und hält sich in ihrer Freizeit in der Wildnis Nordamerikas auf, um dort Canis lupus zu studieren.
Autor: nnzIst diese Angst berechtigt? Wie gefährlich sind Wölfe? Greifen Wölfe Menschen an? Diesen Fragen geht die Autorin und Wolfsexpertin Elli H. Radinger, die viele Monate im Jahr in Nordamerika wilde Wölfe beobachtet, in ihrem neuen Buch "Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion?" nach. Dank steter Aufklärungsbemühungen gibt es heute zum Glück immer mehr Menschen, die von sich behaupten, Wölfe zu lieben und keine Angst vor ihnen zu haben. Fragt man aber einmal diese Menschen direkt, ob sie denn etwas dagegen hätten, wenn in ihrem Stadtwald ein Rudel Wölfe leben würde, dann kommt fast immer die Antwort: "Nein! So war das nicht gemeint. Im Stadtwald? Dann können wir ja mit den Kindern dort nicht mehr spazieren gehen!"
Wölfe ja, aber nicht vor der eigenen Haustür. So lautet die Devise. Jeder aufgeklärte Mensch weiß, dass Wölfe keine Menschen fressen. Gleichzeitig haben aber die meisten Angst davor, sie in ihrer Nähe zu haben, weil sie fürchten, dass der Wolf vielleicht doch einmal, "wenn er sich bedroht fühlt" oder "wenn er Hunger hat", einen Menschen angreifen könnte. Ist diese Angst berechtigt?
"Wolfsangriffe" ist ein Buch, das hilft, die Wölfe zu verstehen. Es ist sowohl ein Buch für alle die Menschen, die sich vor ihnen fürchten, als auch für die, die Wölfe lieben und sie schützen wollen. Doch "Wolfsangriffe soll Wölfe nicht verharmlosen und verherrlichen. Es nützt wenig, wenn Wolfsschützer immer wieder mit dem gleichen abgedroschenen Argument kommen, dass noch nie ein gesunder wilder Wolf einen Menschen angegriffen hat. Denn dieses Argument lässt sich anhand von Fakten leicht widerlegen. Wir tun den Wölfen keinen Gefallen, wenn wir sie zu Heiligen der Wildnis erheben, die immer nur "gut" sind und nie etwas "Böses" tun.
Die Wahrheit ist, dass es durchaus Angriffe von wilden Wölfen auf Menschen gegeben hat. Wichtig ist, zu verstehen, warum dies geschehen ist. Weiß man, warum Wölfe Menschen angegriffen haben oder angreifen könnten, dann begreift man auch, dass jede Angst vor dem Wolf in unseren Wäldern und in der Nähe unserer Dörfer unsinnig ist und dass wir sehr gut mit Wölfen zusammenleben können. "Wolfsangriffe soll ein aktiver Beitrag zur Aufklärung und zum Wolfsschutz sein.
Wolfsangriffe - Fakt oder Fiktion?
Elli H. Radinger, Verlag Peter von Döllen, 2004, 9,90 Euro ISBN 3-933055-33-4
Autoreninfo:
Elli H. Radinger (geboren 1951) ist Fachjournalistin und Expertin in Sachen Wolf. Seit 1991 ist sie Chefredakteurin einer Fachzeitschrift für Wölfe und hält sich in ihrer Freizeit in der Wildnis Nordamerikas auf, um dort Canis lupus zu studieren.


