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Mi, 12:11 Uhr
24.01.2018
Fernweh der Deutschen auch 2018 ungebrochen

Beim Urlaub sitzt der Euro locker

Allen politischen und wirtschaftlichen Verunsicherungen im neuen Jahr zum Trotz blickt die Reisebranche optimistisch in die Zukunft. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) hervor, an der auch Unternehmen aus Mittel- und Nordthüringen beteiligt waren...


Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen. Eine stabile Lage am Arbeitsmarkt, die weitestgehend hohen Tarifabschlüsse und günstige Prognosen für das Wirtschaftswachstum befeuern laut Umfrage diesen Trend. Davon profitieren auch hiesige Reisebüros.

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„In Zeiten der wachsenden Unsicherheit bei der Wahl eines geeigneten Urlaubsziels scheint die persönliche Beratung vor Ort wieder an Bedeutung zu gewinnen“, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. So wären einige in den letzten Jahren stärker gemiedene Ziele wie Ägypten oder die Türkei wieder im Kommen. Unverändert hoch sei die Nachfrage nach Destinationen im westlichen Mittelmeer und zunehmend auch nach Sehnsuchtsorten in weiter Ferne.

„Das Geld wird in dieser Niedrigzinsphase gern für hochwertige Konsumartikel und Urlaubsreisen ausgegeben. Deshalb erfreuen sich Kreuzfahrten und Fern- oder Erlebnisreisen nach Amerika, Kanada, Island oder auch Neuseeland einer steigenden Nachfrage“, so der IHK-Chef. Hoch im Kurs stünde weiterhin auch der

Bei der Buchung spielen die lokalen Reisebüros trotz zunehmender Bedeutung der digitalen Vertriebswege eine wichtige Rolle. „Längerfristige Urlaube buchen mehr als 40 Prozent der Bundesbürger lieber nach einem persönlichen Gespräch im Reisebüro. Das Internet dient vor allem zur Information“, so Katja Wintzer, Inhaberin des Reisebüros Wache in Erfurt. „Wir bieten dieselben Reisen zu denselben Preisen wie das Web, das bestätigt auch der aktuelle Bericht des Stiftung-Warentest-Magazins“, so Wintzer weiter. Bei Kurzreisen dominiere der digitale Vertrieb mit mehr als 80 Prozent der Buchungen.

Aber die Branche hat laut DIHK-Umfrage auch mit Problemen zu kämpfen: So beklagt fast jedes zweite Unternehmen den Fachkräftemangel. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen folgen auf Platz 2 der größten Erfolgshürden. Hinzu kommt: Die Reisebüros stehen 2018 vor der aufwändigen Umsetzung des neuen Reiserechts. Für viele Veranstalter bleiben die gewerbesteuerlichen Hinzurechnungen, die erhebliche wirtschaftliche Schwierigkeiten verursachen können, ein Dauerthema.

Was vor allem als Ausweitung des Anwendungsbereiches des Pauschalreiserechtes auf die zunehmend digitalen Vertriebsstrukturen und die neuen Anbieter im Markt gedacht war, trifft nun mit zusätzlichen Haftungsrisiken und einem immensen bürokratischen Aufwand in erster Linie die kleinen und mittelständischen Reisebüros.
Autor: red

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