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Fr, 13:09 Uhr
24.08.2001

Spielzeitbeginn mit Schatten

Nordhausen (nnz). Am 1. September wird die neue Spielzeit im Nordhäuser Theater mit einer Operngala eröffnet. Doch in diesem Jahr lastet ein Schatten über dem Musentempel der Rolandstadt.


Die Struktur der Theaterlandschaft soll nach dem Jahr 2004 eine gänzlich andere werden. Zwar werde sich das Kunstministerium in Erfurt bemühen, alle Theaterstandorte zu erhalten, doch um einen Spartenabbau sollen die einzelnen Häuser nicht herumkommen. Wie nnz mehrfach berichtete, werde das Nordhäuser Theater wohl die Schauspielsparte abgeben müssen. Oberbürgermeisterin Barbara Rinke (SPD) geht gegenwärtig davon aus, dass Nordhausen keinen „vorauseilenden Gehorsam“ leisten werde. Enttäuscht zeigte sich Rinke über die Haltung der Theater in Erfurt und Weimar, die keinen Schritt aufeinander zu gehen wollen. „Jeder müsse sich ein Stück bewegen“, forderte Rinke nachdrücklich. Unter diesen Voraussetzungen werde Nordhausen nicht von heute auf morgen eine Sparte abbauen, denn letztlich dürfe die Theaterlandschaft in Nordthüringen nicht veröden.

Neben der vom Thüringer Ministerium und den Theaterträgern eingesetzten Expertengruppe soll in Nordhausen eine „kompetente“ Person das Theater unter die Lupe nehmen. Dabei sollen Antworten auf folgende Fragen gefunden werden: Was ist das Besondere am Nordhäuser Standort? Wie bekommt man mehr Besucher ins Theater? Die Einsetzung von Frau Dr. Canaris sei, so Rinke, im Einvernehmen mit der Intendanz und dem Förderverein erfolgt. Alle Theater-Interessierten Nordhäuser und Menschen aus der Region müssten jedoch jetzt schon aufstehen. Von einem Aufschrei vernimmt man aber weder im Theater noch im Förderverein etwas. In anderen Thüringer Regionen geht es anders zur Sache. So sollen nach nnz-Informationen in Rudolstadt bereits mehrere tausend Unterschriften gegen die Pläne der Landesregierung gesammelt worden sein.
Autor: nnz

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