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Do, 14:33 Uhr
23.08.2001

nnz-Forum: Und wieder eine BI

Nordhausen (nnz). In Nordhausen gründet sich eine neue Bürgerinitiative. „PRO Nordhausen“ will sich vor allem mit den Planungen zur Landesgartenschau auseinandersetzen und vielleicht auch einbringen. Die neue BI wird von einer „Etablierten“ begrüßt. Die BI „Rettung der Goldenen Aue“ meldet sich im nnz-Forum zu Wort.


Wie ein neuer Ausspruch sagt: “Und das ist gut so!“ Aus leidvoller Erfahrung wissen wir, dass viele „unserer Volksvertreter“ sich natürlich öffentlich sehr positiv über das „Bürgerengagement“ freuen, doch wenn sich die Türen schließen, werden die Argumente und Forderungen einer solchen Initiative, wenn sie dann auch noch gegen die Interessen sind, schier in der „Luft zerrissen“ und es wird versucht, diese Initiativen in der Öffentlichkeit unglaubwürdig zu machen. Unsere Gesellschaft sollte stolz darauf sein, dass sich Menschen zusammenfinden, um gemeinsam etwas für eben diese Gesellschaft, für Umwelt und Natur oder auch für die Gestaltung einer Landesgartenschau zu erreichen. Daher finden wir die Initiative von Markus Veit und Steffen Brüning sehr unterstützenswert.

Hier zeigt sich doch, das sich jemand mit „seiner Stadt“ identifiziert. Hier zeigt sich, das sich Bürger Gedanken machen, wie man ein so bedeutendes Projekt wie die Landesgartenschau so gestaltet, das das „Bestmögliche“ herauskommt. Statt diese Bürger als „Nörgler“ und „Nurkritisierer“ abzustempeln, sollten die Verantwortlichen dankbar für so konstruktive Kritik sein und sofort Kontakt aufnehmen um das „Ideenpotenzial“ solcher Initiativen nutzen zu können. Da auch unsere BI schon mehrfach an den Veranstaltungen der Landesgartenschau teilgenommen hat, kennen wir die Problematiken der Planung. Da noch kein durchgängiges Planungskonzept besteht, sollten die Vorschläge, die seitens der Bürger gemacht werden, viel mehr einfließen. Und dazu ist die Gründung einer Bürgerinitiative sehr geeignet. Hier werden im Vorfeld viele einzelne Vorschläge erarbeitet, es werden auch unrealistische Vorschläge verworfen, die ansonsten von dem Einzelnen vorgebracht würden. Wir können die „Macher“ der Landesgartenschau nur dazu auffordern, gehen Sie auf diese Bürger zu, nehmen Sie deren Bedenken frühzeitig auf, und vor allem, nehmen Sie diese Bürger ernst.

Hier dürfen sich die Fronten nicht derart verhärten, das keine Kompromisse und keine konstruktiven Gespräche stattfinden. Nur wenn die „Entscheider“ jetzt diese Chance, die sich ihnen bietet, nutzen, kann ein für alle Seiten sehr fruchtbarer Dialog entstehen. Man muss nicht immer einer Meinung sein, doch auch durch „Reibung“ können unerwartet neue Denkweisen und Ansichten entstehen, auf die man in seiner eingefahrenen Sichtweise selbst nie gekommen wäre. Vordergründige Bürgerbeteiligung, nur weil sie der Gesetzgeber fordert, und weil die „Macher“ dazu verpflichtet sind hat noch nie zu einer „Identifikation“ der Bürger mit seiner Stadt oder Region oder auch mit den „Gewählten“ geführt. Sie führt zu Misstrauen und Argwohn. Dies ist für unser aller Zukunft nicht wünschenswert.

Ein Leitsatz aus der Wirtschaft: Wenn sich bei Ihnen ein Kunde über irgendetwas beschwert, dann will er innerlich ihr Kunde bleiben, ansonsten geht er wo anders hin und sie haben keine Möglichkeit eigene Fehler zu korrigieren. Diesen Fehler begehen Sie auch beim nächsten Mal. In diesem Sinnen wünschen wir dieser Initiative „Pro Nordhausen“ viel Einfallsreichtum und den Mut, auch Meinungen öffentlich zu vertreten, die gegen die „Offizielle“ sind. Es gibt viele Bürger, die der gleichen Meinung sind, wie die der neuen BI.
Klaus-Dieter Korb, Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“

Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
Autor: nnz

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