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Do, 06:11 Uhr
21.12.2017
„Tilly der Stifteschreck“:

Einen Zentner Stifte gesammelt

Wenn Tilly Pape ihre fünfjährige Enkelin besucht, dann hört man derzeit oftmals recht schnell den Hilferuf der Kleinen: „Papa, die gehen aber noch!“ Woraufhin der Vater seine Mutter Tilly dann leicht zweifelnd ansieht: „Mutter, jetzt lass doch mal die Stifte!“...

„Tilly der Stifteschreck“ (Foto: R. Englert) „Tilly der Stifteschreck“ (Foto: R. Englert)
Bis vor gut zwei Monaten trug Tilly Pape nur Titel wie Oma, Geschäftsführerin der Nordthüringer Lebenshilfe, Kreiskirchenratsmitglied, Nordhäuser Stadträtin oder vielfach auch Aufsichtsratsvorsitzende. Nun ist sie als „Tilly der Stifteschreck“ in aller Munde. Und diesen „Ehrentitel“ hat sie sich redlich verdient.

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Von Anfang an war die energiegeladene Frau von der Aktion des deutschen Weltgebetstagskomitees „Stifte machen Mädchen stark“ fasziniert. Das Ziel dieses Projekts ist es, mit jeweils 450 leeren gesammelten Stiften ein syrisches Mädchen in einem libanesischen Flüchtlingscamp mit Schulmaterial zu versorgen. Die Stifte werden recycelt und pro Stift wird der Aktion 1 Cent gut- geschrieben.
Recycling ist genau Papes Ding. In der Nordthüringer Lebenshilfe sieht sie täglich, wie Menschen aus dem ganzen Landkreis in die Werkstätten kommen und ihre Elektrogeräte zum Recycling abgeben. Dass nun mit recycelten leeren Stiften so viel Gutes getan werden kann, hat sie schon fast naturgemäß begeistert. Recycling und Bildung, diese Kombination konnte nicht an ihr vorübergehen.

Tilly Pape wurde aktiv. In allen Aufsichtsräten, in denen sie ehrenamtlich tätig ist, warb sie für dieses Projekt. Sie telefonierte, führte immer wieder persönliche Gespräche und ging an keinem Büro vorbei, ohne prüfend auf den Schreibtisch zu blicken. Und so sammelten auf ihre Anregung hin – das Südharz Klinikum, die Stadtwerke, die SWG (Städtische Wohnungsbaugesellschaft mbH Nordhausen), Frau Wolter und Frau Biesenbach unterstützten sie privat mit Sammlungen und auch Herr Müller vom Schulamt aktivierte seine Schulen.

Das Ergebnis von großartigen 50 kg konnte Tilly Pape am Mittwoch an Kathrin Schwarze übergeben, die als stellvertretende Delegierte unserer Landeskirche (EKM) beim Weltgebetstagskomitee die Sammlung im Kirchenkreis Südharz übernommen hat. Zwei riesige Kartons gehen nun auf die Reise.

Damit wurden im Kirchenkreis Südharz bisher 140 kg gesammelt. Das ist eine tolle Leistung und an vielen Stellen geht die Sammlung bis zum nächsten Weltgebetstag Anfang März weiter.

Für Tilly Pape ist jetzt erst einmal Schluss. Ob sie´s wirklich lassen kann, das sehen Sie, wenn sie demnächst an Ihrem Schreibtisch vorbeikommt ;-)
Regina Englert
Autor: red

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Kommentare
Checker
21.12.2017, 08:37 Uhr
Stifte gesammelt...
Das klingt nach einer wirklich guten Idee. Aber bei all dem was sie so alles macht bzw. welche Ämter sie alle so inne hat stellt sich mir die Frage. Was von all dem macht sie wirklich richtig?
Schnapshäuser
21.12.2017, 11:33 Uhr
Checker checkt nichts
Zum Beispiel Stifte sammeln, Cecker, das ist eine ordentliche Leistung.
Checker
21.12.2017, 12:00 Uhr
Stifte gesammelt...
Na wenn das schon für eine „außerordentliche Leistung „ reicht...
Günther Hetzer
21.12.2017, 12:36 Uhr
50kg Müll
Ich habe Zweifel an der Sinnhaftigkeit dieses "Projekts". Wenn es für 450Stifte eine Schulausrüstung im Gegenwert von 4,50€ gibt und man das Gewicht eines Standard-Kugelschreibers (so ein schnödes Werbegeschenkt nimmt) das in etwas bei um die 12Gramm liegen sollte, bedeutet es das Frau P.´s Aktion ca. 10(!) Schulausrüstungen im Wert von 45,-€ eingebracht hat.... Was ich, betrachtet man den Aufwand für Sie und all derer die sie zum Spenden aufrief, lächerlich finde. Die Zeit die Mitarbeiter der beteiligten Betriebe verwendet haben um Stifte zu sammeln, weißt doch einen erheblich höheren Kostenaufwand auf, als die 45,-€ in Form vom Schulutensilien. Hätte jeder der sich beteiligte 1,-€ gespendet, wäre die Summe wahrscheinlich erheblich höher. Da bei korrekter Mülltrennung die Stifte auch so bei den Wertstoffen gelandet wäre, halte ich diese Aktion für eine ungeheure Verschwendung von Zeit und Geld. Da sind wahrscheinlich höhere Spritkosten während der Aktion entstanden, als sie eingebracht hat..... :-D

das nennen manche auch noch eine "außerordentliche Leistung"....außerordentlich sinnlos vielleicht....aber Hauptsache man hat ein gutes Gefühl...
othello
21.12.2017, 18:18 Uhr
Missionierung durch Hilfe
Nein, diese Aktion ist nicht sinnlos @ The RAZORS EDGE. Diese ökumenische christliche Organisation „Weltgebetstag „ hat einen Auftrag, nämlich Missionierung durch Hilfe.
Es ist schon immer gut für die Religionen , wenn es Not und Elend gibt, um seine Daseinsberechtigung in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade in diesen Notsituationen gelingt es am besten die missionarischen Aufgaben zu erfüllen. Diese Hilfen sind die Köder der christlichen Seelenfischer.
In den Flüchtlingslagern des Libanon befinden sich ca. 400000 Kinder und Jugendliche, ohne Zugang zu Bildung. Hier gibt es eine Organisation „ Haus des Lichts und der Hoffnung „, welches 200 Mädchen schulisch betreut. Diese Organisation ist es, welche mit der Bundesweiten „Stifte – Sammlung“ unterstützt wird. Allein der Name dieser Organisation dürfte wohl klar machen, dass es eine christliche Organisation ist, die mit ihrer Hilfe nur dem Missionsauftrag nachkommt.
Unter diesem Gesichtspunkt sind finanzielle Berechnungen über Sinn und Unsinn solcher Aktionen nur Nebensache, denn finanziell bedacht ist es wirklich Unsinn.
Die Rolle der Kirchen in Deutschland im Zusammenhang mit der sogenannten “Flüchtlingskrise“
und ihr starkes Eintreten für die „ Flüchtlinge „ ist auch der Missionsgedanke zugrunde gelegt.
Wann, wenn nicht jetzt, kann man sich derart in den Mittelpunkt rücken.
Grün
21.12.2017, 20:07 Uhr
Also...
...ob man die Aktion nun sinnvoll oder sinnfrei findet. Aber wer von Ihnen begleitet Frau Pape tagtäglich bei der Arbeit oder während der Ausübung einer ihrer sonstigen Funktionen !?!? Wer sind Sie, dass Sie als Außenstehender die Arbeitsqualität von irgendjemanden bewerten KÖNNEN !?!? Bleiben Sie auf dem Boden !!!
Andreas Dittmar
21.12.2017, 20:39 Uhr
Immer zuende denken...
Bevor man mit solchen Aktionen schon das Schreibmaterial für die Kinder zusammenstellt, sollte man sich Gedanken über den Zugang zu Bildung machen. Nur wenn ich über Bildungseinrichtungen in den Flüchtlingslagern verfüge und islamische Befindlichkeiten nicht den Zugang der Mädchen zu denen verwehrt, machen solche Aktionen wirklich Sinn. Für eine gute PR ist sowas zwar immer prima zu gebrauchen aber den Mädels hilft es leider nicht weiter. Auch über die generelle Stellung der Mädchen und Frauen in den dortigen Gesellschaften sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen.

Von dort kam und kommt ein Großteil der Migranten zu uns. Wenn Othellos Zahlen stimmen sind 1/4 der Menschen in den Lagern im schulpflichtigen Alter. Das heißt auch, das man die Probleme nur dort vor Ort lösen kann. Sind wir mit dem sammeln von 50 kg ausrangierter Stifte gut aufgestellt ???!!!!
@Röschen, Gegen Frau Pape und ihr Engagement hab ich persönlich nichts aber ihre Meinung zu meinen Zeilen, die würde mich auch mal interressieren....
Waldemar Ceckorr
21.12.2017, 22:37 Uhr
@ röschen
Geschäftsführerin
Kreiskirchenratsmitglied
Stadträtin
Aufsichtsratsvorsitzende

wenn ich als arbeitnehmer nur einen nebenjob von ca. 2 std. täglich annehmen will, dann muss ich meinen arbeitgeber fragen.
der entscheidet dann ob ich überhaupt noch in der lage bin meinen eigentlichen job zu 100% zu leisten.
und jetzt erklären sie mal plausibel wie das bei fr. pape funktionieren soll.
hat deren arbeitstag 48 oder mehr std. ?

der waldi
Günther Hetzer
22.12.2017, 09:53 Uhr
@Othello
@Othello,
unter den von Ihnen genannten Gesichtspunkten ergibt diese Aktion jedoch noch immer keinen Sinn. Denn jeder halbwegs klardenkende Mensch erkennt sofort, dass es sich bei solchen Aktionen nur um Tugendprahlerei geht. Es gibt bei einer solch sinnbefreiten Aktion nur zwei Gründe diese zu unterstützen:
1. man möchte sich, trotz des Wissens um die Sinnlosigkeit, das warme Gefühl der moralischen Überlegenheit abholen
2. (dies möchte ich hiermit keinem der Beteiligten unterstellen) man ist dumm
Hilfe sollte letztlich nicht dazu dienen sein eigenes Selbstwertgefühl zu stärken, sondern ausschließlichen Jenen nützen, welche sie benötigen. Konfrontiert man nun Personen die solche Aktionen unterstützen ausschließlich damit, dass sie es ja nur für sich selbst und die gefühlte moralische Überlegenheit tun, bekommt man sie nicht dran. Jedoch gegen die nackten Zahlen, lässt es sich schwer argumentieren. Aufwand und nutzen stehen hier in keinem Verhältnis, das ist FAKT!

Des weiteren bin ich davon überzeugt, dass das Engagement der Kirche in Bezug auf die sogenannten Flüchtlinge, eher finanzieller Natur ist. Denn auch die Kirche wird bemerkt haben, dass die Unterstützung seitens des Staats und ihrer Anhänger nur so sprudelt. Und natürlich kann so auch wieder jeder dieses prickelnde Gefühl der moralischen Überlegenheit spüren.
Herr Taft
22.12.2017, 11:45 Uhr
@Razors Edge...
... Bitte, nur weil Ihr Verständnis von Hilfe ein anderes ist, unterstellen Sie doch nicht bitte jedem, der es eben anders versteht... Es aus persönlichen Motiven heraus oder Aus Dummheit zu tun. Sie unterstellen allen anderen, die nicht Ihrer Meinung sind, sie seien keine "halbwegs klar denkenden Menschen"...

Die nackten Zahlen, die Sie als Fakt darstellen... Kennen Sie vermutlich gar nicht.

Möglicherweise liegen Sie mit Ihrer Einschätzung richtig.... Ich kann es nicht beurteilen.

Aber die Art und Weise, die Sie hier an den Tag legen finde ich arrogant und ja... Eine zwanghaft Zurschaustellung des eigenen (überhöht wahrgenommenen) Intellekts - Narzissmus eben.

Jedenfalls ist das meine Wahrnehmung...muss nicht stimmen.

Der Eine sammelt Stifte, der andere pfandflaschen, Klamotten oder euros...
Günther Hetzer
22.12.2017, 12:50 Uhr
wirklich?
@Spätzlevernichter,

wenn es für Sie so wirkt, als würde ich meine Meinung diesbezüglich über andere stellen....muss ich Ihnen sogar recht geben. Sollte dies darüber hinaus arrogant wirken, ebenso. :-) Was Sie jedoch nicht in Frage stellen können ist, dass ich einfach Recht habe.

"...Die nackten Zahlen, die Sie als Fakt darstellen... Kennen Sie vermutlich gar nicht..."
Die Zahlen dazu finden Sie, sofern gelesen, im Artikel. Dort steht, dass es für 450 Stifte eine Schulausrüstung gibt bzw. das jeder Stift eine Spende von 1 Cent bedeutet. Das Durchschnittsgewicht eines Kunststoffstifts (Kugelschreiber, ....) habe ich mit 12g/je Stift aus verschiedenen im Internet angebotenen Stiften (wohlwollend) ermittelt. Nun ist die Rechnung nicht sonderlich kompliziert 450 a 12g sind 5.400g oder anders gesagt 5,4kg. Nehmen wir nun die gesammelten 50kg ergibt das 9, undeinbissel Stifte oder eben aufgerundet 10 x 4,50Euro.

Der logistische Aufwand, die Zeit und verschwendeten Ressourcen um 4.500 Stifte zu sammeln, müssen den Gegenwert von 45,-Euro um ein vielfaches übersteigen. (vor allem das viel während der eigentlichen Arbeitszeit der Beteiligten stattgefunden haben muss) Wäre es nun schlicht um die Unterstützung der Mädchen im Libanon gegangen hätte man entweder finanzielle Mittel sammeln können (der Aufwand wäre um ein vielfaches geringer) oder gleich um Sachspenden bitten können. Es steht jedoch fest das der betriebene Aufwand in keinerlei Verhältnis zum Ergebnis steht. Tue Gutes und rede drüber....

"...nur weil Ihr Verständnis von Hilfe ein anderes ist..." das ist es definitiv... :-)
Grün
22.12.2017, 19:02 Uhr
Unfassbar...
... wieviel Zeit hier manche haben, um ellenlange Kommentare zu verfassen. Nutzen Sie doch Ihre Zeit mal außnahmsweise sinnvoll z.B. mit arbeiten, ehrenamtlichen Engagement oder putzen :D Das liest sich doch kein gesunder, arbeitende Mensch durch (ob inhaltlich nachvollziehbar oder nicht) :D
Grün
22.12.2017, 19:13 Uhr
Oder...
...ihr begegnet euch mal face to face. Diese Plattform der Kommunikation dient dem kurzen Austausch, der kurzen Meinungsäußerung, aber nicht um ganze Bücher zu schreiben. Ansonsten bietet Nordhausen wunderschöne Cafe's.
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