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Di, 19:47 Uhr
21.08.2001

Fast genauso wie vor einem Jahr

Werther (nnz). Die zweite Runde ist beendet. Die Beigeordneten sind gewählt. Es war genauso wie vor rund einem Jahr. nnz hat trotzdem feine Unterschiede gefunden.


Ob wohl alles gut geht? Für alle die es gleich wissen wollen: Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) sind die beiden hauptamtlichen Beigeordneten der Nordhäuser Kreisverwaltung. Das Prozedere wich bei der zweiten Auflage etwas ab von dem im vergangenen Jahr. Der Landrat machte von seinem Vorschlagsrecht Gebrauch. Überraschend kam das nicht, überraschend war hingegen sein Vorschlag: Sowohl für den ersten, als auch für den zweiten Beigeordneten hätte er sich an seiner Seite Bernd Liesegang vorstellen können. Also hielten die beiden rot-roten Fraktionen mit Jendricke und Grünwald dagegen. Für „den bescheidenen Rest“ des Bewerberfeldes war damit die Tour nach dem Vorstellungsprolog bereits beendet.

Interessant war denn auch das Abstimmungsergebnis. Die CDU hätte sowieso nur neun Stimmen (einschließlich Landrat) aufbringen können, sie vergab sie komplett an den CDU-Mann Liesegang beim Wahlgang gegen Jendricke. Etwas spärlicher fiel die Ausbeute für Liesegang im zweiten Wahlgang aus, hier konnte des Landrats Favorit nur sieben Stimmen auf sein Konto vereinen. 27 erhielt dafür Loni Grünwald. Ein Ergebnis, mit dem die Genossen um Klaus Hummitzsch überhaupt nicht gerechnet hätten. Warum der Landrat zweimal Bernd Liesegang vorgeschlagen hatte, wird sein Geheimnis bleiben. Es gab nämlich noch einen Bewerber aus seiner Behörde - Matthias Ehrhold. Für Ehrhold muß es wohl oder übel der berühmte Schlag ins Gesicht gewesen sein, vielleicht fehlt ihm ja auch nur das richtige Parteibuch?

Gratulation Nun jedenfalls ist die zweite Runde zu Ende. Ein weiteres Kapitel Nordhäuser Kreistagsgeschichte wird zugeschlagen. Es hat die interessierte Öffentlichkeit fast ein Jahr lang verfolgt. Was bleibt, das sind zwei Fraktionen im Kreistag, die nur ein Ziel gemeinsam hatten: Endlich teilhaben zu wollen an der Macht, endlich auch an der Spitze des Nordhäuser Landratsamtes mitregieren, endlich dort auch ein Spiegelbild der Verhältnisse im Kreistag. Das ist nicht nur eine neue Situation in der Kreisverwaltung, sondern auch eine neue für den Kreistag selbst. Man muß sich langsam aber sicher an einen neuen Stil gewöhnen. Wie der „Otto-Normal-Verbraucher“ diesen Stil mit Vorschußlorbeeren bedenkt, das soll auch die seit heute laufende nnz-Umfrage klären helfen.

Ob das Kapitel Beigeordnetenwahl wirklich abgehakt werden kann, das ist noch nicht raus. Ob es Konkurrentenklagen gegen die Wahl geben wird, muß abgewartet werden. Nach den Erfahrungen der zurückliegenden Monaten ist eigentlich fest davon auszugehen. Und mal ehrlich, der Nordhäuser Politszene würde letztlich auch was ganz Gewohntes fehlen.
Autor: nnz

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