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Do, 12:30 Uhr
16.11.2017
nnz-Gespräch mit Wolfgang Asche:

“Eine Welt ohne Banken kann ich mir nicht vorstellen!”

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Für viele Unternehmen wird es Zeit, eine vorläufige Bilanz zu ziehen. Im Falle der Kreissparkasse Nordhausen wird sie trotz eines alles andere als optimalen Umfeldes positiv aussehen. Die nnz sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Asche…

Blick auf die KSK-Hauptstelle (Foto: nnz) Blick auf die KSK-Hauptstelle (Foto: nnz)
Derzeit zählt der Marktführer im Bankengeschäft im Landkreis Nordhausen 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie alle haben mit ihrer motivierten Arbeit dazu beigetragen, dass sich die Bilanz 2017 erneut sehen lassen kann.

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“Wir werden aller Voraussicht nach im Kreditgeschäft erneut einen Höchststand erzielen, konnten wir doch rund 100 Millionen Euro an neuen Krediten in unseren Bücher vermerken. 60 Prozent davon entfallen auf Kredite an private Kunden, vorwiegend für die Anschaffung eigener vier Wände”, berichtet Asche nicht ohne Stolz und gibt Komplimente an die Belegschaft weiter. “Es ist die individuelle, kompetente Beratung, die uns diesen Erfolg sichert, denn letztlich müssen sich unsere Mitarbeiter permanent gegen Angebote aus dem Internet durchsetzen. Und natürlich bieten wir neben einer qualitativen Beratung auch faire Konditionen.”

Trotz der politischen Zinssituation wird von den Kunden der Kreissparkasse fleißig gespart. Natürlich nicht mehr mit Sparbuch oder mit Tagesgeld. Das Plus von fast 25 Millionen Euro im Einlagengeschäft lasst sich überwiegend in der Zunahme des Wertpapiergeschäftes begründen. Fonds sind immer beliebter, aber auch die Investition in Aktien erfreut sich eines zunehmenden Interesses. “Hier zeigen sich eindeutig die Auswirkungen der Null-Zins-Politik der Europäischen Zentralbank. Für die Kreissparkasse bedeuten diese politischen Zinsen eine negative Verzinsung von 0,4 Prozent, wenn wir Geld bei der Bundesbank anlegen. Und diese 0,4 Prozent, die zum Teil an gewerbliche Kunden weitergegeben werden, die müssen von der Kreissparkasse erwirtschaftet werden”, erläutert Wolfgang Asche.

Wie kaum ein anderer Wirtschaftszweig sieht sich die Bankenwelt mit den Möglichkeiten, vor allem aber den Auswirkungen der digitalen Veränderungen konfrontiert. “Das macht mir als Prozess keine Sorgen, wohl aber die Rasanz und die Beschleunigung dieser Vorgänge. Heute werden schon 40 Prozent unserer Girokonten online geführt, jeder achte Kunde der Kreissparkasse Nordhausen arbeitet mit den Sparkassen-App”, bilanziert der Vorsitzende des Vorstandes. Dieser Trend wird sich fortsetzen, er hinterlässt aber auch Spuren. So wurden in diesem Jahr die Öffnungszeiten der Filialen angepasst. Ein Team betreut zum Beispiel die Filiale in der Grimmelallee und in Salza. Beide Filialen haben deshalb nur noch halbtags geöffnet.

Allerdings haben die Kunden der Kreissparkasse von Montag bis Freitag, von 8 bis 20 Uhr die Möglichkeit, sich kompetent beraten zu lassen, auf Wunsch auch am Samstag, zudem ist die Hauptstelle von 8 bis 18 Uhr geöffnet. “Ich gehe fest davon aus, dass sich der Wettbewerb zwischen den Kreditinstituten in Zukunft mehr denn je über die passgenauer Beratung entscheiden werden, die Technik ist bei allen Banken nahezu ähnlich. Auch deshalb legen wir als Vorstand einen sehr hohen Wert auf eine ständige Qualifizierung zum Beispiel der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für den direkten Kontakt mit den Kunden zuständig sind”, erzählt Vorstand wolfgang Asche.

Können auch im Januar wieder anstoßen: Wolfgang Asche und Matthias Jendricke (Foto: nnz) Können auch im Januar wieder anstoßen: Wolfgang Asche und Matthias Jendricke (Foto: nnz)
Klar ist für ihn auch, dass die Digitalisierung weiter voranschreiten wird. Sie wird Abläufe für die Bank, aber auch für den Kunden noch effizienter machen, aber sie kostet eben auch Geld, Geld das zu erwirtschaften bei den derzeitigen Zinsbedingungen - siehe oben - nicht unbedingt einfach ist. Und so muss auch die Kreissparkasse Nordhausen bei all den angebotenen Kontomodellen auch Gebühren erheben und zum Teil auch erhöhen. Mal ein Beispiel: Die Annahme von Münzgeld. Für viele Kunden - vor allem aus dem gewerblichen Bereich - eher unverständlich, warum sie dafür Gebühren zahlen müssen. Doch eine neue Verordnung besagt, dass auch Münzen auf ihre Echtheit geprüft werden müssen. Das übernimmt die Bundesbank, den Transport dorthin muss jedoch die Kreissparkasse bezahlen, was wiederum Kosten verursacht.

Trotz angepasster Gebühren, trotz angepasster Öffnungszeiten - bei stagnierender Bevölkerungszahl ist auch in diesem Jahr die Zahl der Konten leicht angewachsen. Die Banker am Kornmarkt halten immer noch 60 Prozent Marktanteile. Allerdings können Sie sich nicht ausruhen, neue Technologien werden im nächsten Jahr ebenso Einzug halten, wie neue Applikationen, die für immer mehr Geschäftsvorgänge hinzukommen. Über all das hat der KSK-Vorstand am Montag dieser Woche die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informiert.

Wie oben beschrieben, arbeiten aktuell 230 Frauen und Männer in der Kreissparkasse Nordhausen. Zum Vergleich: um die Jahrtausendwende waren es 70 mehr. Wolfgang Asche ist sich sicher, dass es einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen in den folgenden Jahren geben wird. Das werde mit finanziellen Angeboten und sozialen Modellen geschehen. Allerdings ist sich Asche auch sicher: “Eine Welt ohne Banken wird es nicht geben.”
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
16.11.2017, 15:08 Uhr
Wer hätte...
...vor 10 Jahren sich vorstellen können, dass man seine gekauften Waren im Supermarkt, mal mit seinem Handy bezahlen kann? Der Euro ist wurde im Januar 2002, als Bargeldzahlungsmittel eingeführt. Und nun kursiert schon eine Währung um unseren Planeten Namens "Bitcoin". Zugegeben, mit dieser Währung habe ich noch so meine Probleme, weil mir ehrlich gesagt, da noch die Vorstellungskraft für fehlt, aber hat diese Währung überhaupt eine Zukunft? Bekanntlich ist ja nichts unmöglich und in der ARD war vor wenigen Tagen ein Anlageberater zu sehen, der die Meinung vertrat, man solle es doch mal mit einem kleinen (!) Betrag versuchen und dabei aber viel Geduld haben. Getreu dem Motto: "Gut Ding will Weile haben." Seiner Meinung nach, wird diese Währung durchaus in den nächsten zwei Jahren einen wellenförmige Kursentwicklung haben, aber bislang haben die Erstanleger nahezu alle Gewinne zu verzeichnen. In der Presse ist in den letzten Tagen aber genau das Gegenteil zu lesen. Banken und Sparkassen halten vom Bitcoin fast nichts. Äußern die sich nur deshalb negativ dazu, weil sie, wie vom o.g. Anlageberater zu hören war, alle Banken sind beim Zahlungsverkehr mit dem Bitcoin außen vor, ihre bisherigen Geldgeschäfte/Gewinne schwinden sehen?
Der "Jamaika-Reiseclub", so er zu Stande kommt, will ja die Digitalisierung gewaltig forcieren und wenn dadurch der Bitcoin/Digitale Währung, nach oben gespült wird, was wird dann zum Beispiel aus unserer obigen Kreissparkasse und all ihren Mitbewerbern?
gosalianer
16.11.2017, 16:16 Uhr
Bitcoin
Der Wunsch eine Kryptowährung könne den Banken die Macht entziehen ist und bleibt (vorerst) eine Wunschvorstellung. Es gibt keine genaue Aufsicht und keine Regulierung. Das entwickelt sich zwangsläufig zu einer Blase, ähnlich wie die zahlreichen Internet-Unternehmen 2001, die es (fast) alle nicht mehr gibt. Bestimmte Werte entwickeln sich langfristig exponentiell bis die ganze Euphorie (was anderes ist es beim Bitcoin nicht) zerplatzt.

Oder hat jemand Lust für schlappe 7.500 USD in den Bitcoin zu investieren? Da steht nämlich momentan der Kurs, für eine synthetische Währung mit ungewissem Ausgang.
Andreas Dittmar
16.11.2017, 20:38 Uhr
Bitcoin Alternative mit erheblichen Risikofaktor
Passt zwar nicht so zur Sparkasse aber ich schreib trotzdem mal was zu diesem Thema. Der Kurs des Bitcoin ist innerhalb eines Jahres von ca. 700 € auf jetzt 6400 € gestiegen. Der Wert hat sich also verzehnfacht. Betrachtet man mehrere Jahre blitzen die Dollarzeichen in den Augen aber Vorsicht Vorsicht !!! Man kann natürlich auch Teilbeträge kaufen, muß nicht gleich 3 Monatslöhne auf einmal investieren. Die Währung ist auch vom Erfinder so gestrickt, das keine unendliche Menge produziert werden kann. Die Produktion, das sogenannte Mining oder Schürfen funktioniert grob gesagt folgendermaßen : Man löst ein Rätsel und bekommt als Belohnung Kryptomünzen, Bitcoin genannt. Mit der Zeit wird das Rätsel immer schwieriger und die Ausbeute daher immer niedriger. Digitale Ganoven spannen auch IoT-Geräte, Handys, PC's und sogar Browser mit ein. Das geschieht durch Viren bzw. verseuchte Apps. Diese Geräte sind dann natürlich mit dem schürfen ausgelastet und für andere Zwecke fast unbrauchbar. Ihr bekommt da auch kein Geld für. Mit so einem Netz ist die Herstellung effektiver. Auch die Rechenpower von Grafikkarten oder speziellen Chips kann genutzt werden, legal natürlich. Man braucht also, wenn man selber schürfen möchte Hardware und ganz viel Strom. Der normale Nutzer wird sich auf das Kaufen, Verkaufen und Bezahlen von Verbindlichkeiten nicht nur im Internet beschränken. Wichtig ist, das hier mit Accounts und Passwörtern gearbeitet wird, die eine digitale Brieftasche das sogenannte Wallet schützen. Man kann auf den Märkten wie https://www.bitcoin.de/ oder aber auch mit Desktopclients wie Multibit oder Elektrum arbeiten. Bezahlen mit Bitcoin : Man bezahlt eine Summe x Bitcoin auf eine sogenannte Wallet also einen Zahlen/Buchstabenbandwurm. Da dieser für jede Zahlung individuell festgelegt wird, sind diese Zahlungen völlig anonym. Der Transfer erfolgt über eine sehr komplexe Liste, Blockchain genannt. Nur der Kauf und Verkauf der Bitcoin selber ist mit Bankkonten verknüpft. Für den Zahlungsverkehr werden sogenannte Netzgebühren fällig. Das ganze ist hochspekulativ. Man sollte nicht einsteigen wenn man sich nicht damit auskennt bzw. nur das schnelle Geld machen will. Man kann durch Unachtsamkeit alles verlieren also bevor man dort einsteigt viel informieren und erst investieren, wenn man das System verstanden und sich aller Risiken bewusst ist wie zB. Passwort vergessen => Geld weg=> Erfahrung fürs Leben. Der Post ist nur als Info gedacht nicht als Leitfaden. Hier die Kurse http://www.finanzen.net/devisen/bitcoin-euro-kurs
Leser X
17.11.2017, 07:09 Uhr
Wenn ich die Kommentare...
... zu diesem Thema - vor allem Bitcoins - lese, überkommt mich ein nostalgisch-eigenartiges Gefühl inniger Verbundenheit zur D- und DDR-Mark. Damit konnte man noch richtig was anfangen und keine finsteren Mächte haben uns täglich enteignet oder Spielgeld hochgepusht.
gosalianer
17.11.2017, 09:29 Uhr
@ Leser X
Diese Nostalgie ist ein Trugschluss. Die DDR-Mark war nichts als wertloses Spielgeld. Es gab keine Wertschöpfung. Schlussendlich hatte der Tausch von Waren und Dienstleistungen, untereinander, einen viel höheren Stellenwert gehabt. Ein schönes Beispiel dafür, wie eine Volkswirtschaft sich selbst aushebeln kann. Am Ende siegt in den Köpfen der Menschen eben immer das Kapital.
Leser X
17.11.2017, 09:47 Uhr
Tausch von Waren?
Daran kann ich mich gar nicht erinnern. Ich habe die Brötchen immer mit Geld und nie mit frischgelegten Eiern bezahlt. Das galt auch für andere Dinge...
arixtra
17.11.2017, 10:26 Uhr
"Die Krankheit der Welt liegt im Zins"
Das Ende der Zinswirtschaft bringt Arbeit, Wohlstand und Frieden für alle.
Silvio Gesell

Wer wissbegierig ist, kann mal nach ihm googeln,
oder nach dem Buch: "Wer hat Angst vor Silvio Gesell?"

Das öffnet die Augen...
Leser X
17.11.2017, 11:45 Uhr
arixtra
Für einen Humanismus nach Gesells Theorien vor 100 Jahren ist die Gesellschaft, auch und vor allem die deutsche, geistig-moralisch noch lange nicht bereit. Da fehlt einfach jede menschliche Regung bei unterjochenden Politikern.

Die können nur mit Dollar- und Eurozeichen in der Pupille denken, ansonsten fehlt denen jedwede Phantasie, über die Gegenwart hinaus zu denken.
free Gigi
17.11.2017, 11:47 Uhr
miracle of compound interest
oder siehe auch Jesuspfennig... (Gedankenspiel der Zinseszinsen!)

Neben Fragestellung wie, dürfen Werte ohne echte Wertschöpfung geschaffen werden finden sich auch in biblischen Texten hinweise (das ist jetzt eigentlich Joerg B. sein Fachgebiet):
Bergpredigt Jesus von Nazareth, Lukas-Evangelium, 6, 35

„Aber dagegen: Weh euch Reichen! Denn ihr habt euren Trost schon gehabt. 25 Weh euch, die ihr jetzt satt seid! Denn ihr werdet hungern. Weh euch, die ihr jetzt lacht! Denn ihr werdet weinen und klagen. 26 Weh euch, wenn euch jedermann wohlredet! Denn das Gleiche haben ihre Väter den falschen Propheten getan. (…)

Vielmehr liebt eure Feinde; tut Gutes und leiht, wo ihr nichts dafür zu bekommen hofft. So wird euer Lohn groß sein und ihr werdet Kinder des Allerhöchsten sein; denn er ist gütig gegen die Undankbaren und Bösen.“

„Herr, wer darf weilen in deinem Zelt?/ Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge?

(…) wer sein Geld nicht auf Zinsen gibt und nimmt nicht Geschenke wider den Unschuldigen.

Wer das tut, wird nimmermehr wanken.“ Psalm 15
Jürgen Wiethoff
17.11.2017, 11:48 Uhr
Nur ein Beispiel
Ich will Euch ja nicht langweilen.
Eine Kollegin des FMN wurde spät noch einmal Mutter und brauchte einen Kinderwagen......also sozusagen plötzlich und mit max. 9 Monaten Vorlauf eben auch unerwartet. Das bedeutete, 2 Muster Tastwahl-Telefone gingen an das Kondensatorenwerk Gera. Was die Kollegen dort dann an Zekiwa gegeben haben, weiß ich nicht. Aber pünktlich zur Geburt konnte Zeitz dann einen schönen Kinderwagen übergeben.

Wie oft ich auf dem Dorf in den 1960er und 70er Jahren gefragt wurde, ob ich als Lohn Geld oder eine Schlachteschüssel haben will, weiß ich nicht mehr. Oft gab es auch Beides.
Mueller13
17.11.2017, 17:39 Uhr
Wenn er da mal nicht irrt
Die Aussagen in Überschrift und Text weichen voneinander ab:

“Eine Welt ohne Banken kann ich mir nicht vorstellen!” vs
“Eine Welt ohne Banken wird es nicht geben.”

Ja Herr Asche, SIE können sich diese Welt nicht vorstellen... Wenn man den Frosch vor der Trockenlegung des Sumpfes fragt, was er davon hält...

Wir haben ein abartiges Ungleichgewicht in Güter- und Geldmenge. Dies wird sich irgendwann mit einem Knall wieder ins Gleichgewicht bringen.
Die Frage ist dann nur: sind wir Menschen danach so geistig umnachtet, dass wir uns wieder eine FIAT-Währung verpassen lassen?
Jeder, der die Grundrechenarten beherrscht und sich ein wenig mit Exponentialfunktionen auskennt, wird zur Erkenntnis kommen: so funktioniert es nicht. Unser Währungssystem hat ein eingebautes Verfallsdatum. Circa 70-75 Jahre nach der Initialisierung muss es einmal zurückgesetzt werden (Krieg, Währungscrash, Depression, Inflation). Die letzte Initialisierung für Europa hat 1945-50 stattgefunden...
Wer weiß, wie 90% des Geldes entstehen und dann die richtig Frage stellt (wo kommt der Zins her, der bei Rückzahlung des geliehenen Geldes entsteht?), ist auf der richtigen Spur. (Anmerkung: Unser Geldsystem funktioniert nur, wenn immer höhere Schulden gemacht werden = Schuldgeldsystem.)
Vor circa 10 Jahren (2008 Bankenkrise) haben wir uns im Freundeskreis zusammengesetzt und überlegt was jetzt passiert. Folgende Punkte hatten wir notiert:
1. Private und Firmen können sich nicht weiter verschulden, die Schuldentragfähigkeit dieser Marktteilnehmer ist Unterkante Lippe.
2. Deshalb werden die Staaten sich massiv verschulden. Das ist passiert. Auch in Deutschland von 1,6 Bil (2008) auf 2,0 Bil (2011), in anderen Staaten noch viel krasser.
3. Die Zinsen müssen gesenkt werden, weil auch die Staaten sonst schnell an ihre Schuldentragfähigkeitsgrenze kommen. Auch das ist passiert. Bis runter auf 0.
4. Man wird beginnen Geld zu drucken. Auch das hat Herr Draghi gemacht. Jeden Monat wirft der Verrückte 60Mrd in die Märkte und wird im nächsten Jahr einen Fond von 2Bil Euro zusammen"gekauft" haben. Dabei kauft er nicht nur Staatsanleihen (in meinen Augen ist dies verbotene Staatsfinanzierung) sondern mittlerweile auch Firmenanleihen.
5. Das viele billige Geld wird eine Art Rausch auslösen und die Assets (Aktien, Gold, Immobilien) werden einen wahren Höhenflug erleben. Die Wirtschaft wird einen Scheinboom hinlegen, die Steuereinnahmen werden steigen...

Genau da sind wir jetzt... und jetzt wird es unschön: uns ist in den 10 Jahren nichts Positives eingefallen bezüglich der Frage "Und dann?". Bis jetzt gilt: "nach jedem ordentlichen Rausch gibt es einen fetten Kater". Mir fällt nichts ein, warum es dieses Mal anders sein sollte.

Ein weiterer Punkt fällt mir noch ein, schön ist der allerdings auch nicht. Man wird Schwierigkeiten haben das viele Geld wieder einzufangen. Deshalb wird man das Bargeld abschaffen müssen, um einen negativen Zins durchsetzen zu können (ein negativer Zins wird mit Bargeld nicht funktionieren).

Und jetzt mal ehrlich Herr Asche, wenn das Kartenhaus seinen Abgang gemacht hat, danach sollen wir zur Sparkasse rennen und sagen: "Können Sie bitte mal nach nebenan gehen und 1000 Welti aus dem NICHTS drucken, die brauche ich für den Aufbau eines neuen Geschäfts?" Ja, vielleicht eine schöne Vorstellung für Sie, aber wenn nur ein Hauch von Demokratie überleben wird, können Sie an diese Vorstellung einen Haken machen".
Andreas Dittmar
17.11.2017, 23:31 Uhr
Vielleicht auch eine Überlegung wert.....
Momentan sagt man ja 90 % des Geldwertes sind Spekulation und hinter 10 % stehen wirklich Produkte und Leistungen. Gut einiges liegt vielleicht noch in Rohstoffen, die allerdings noch in Mutter Erde gebunden sind. Diese fiktiven Werte auf Papier zu drucken, bevor diese Rohstoffe vorhanden sind und damit auf Finanzmärkten rumzujonglieren ist auch extrem spekulativ und riskant. Was ist wenn sich Geologen mal irren ? Wie Müller13 sagt irgendwann hat das Papier keinen Wert mehr und es kommt ein Reset, spätestens wenn der erste merkt, das Schmuck aus Gold und Diamanten eher ideellen Wert haben und man diese nicht essen kann. Beim Bitcoin kann man auch spekulieren, allerdings ist der endlich. Je näher man der Zahl X kommt, desto "teurer" wird er. Für Waren allerdings muß man immer weniger Bitcoin bezahlen. Ich würde auch fast sagen wenn der Knall kommt, hätte man eine richtig harte Referenzwährung, hinter der Strom und Rechenpower steht. Auch Banken werden irgendwann versuchen in die Kryptowelt der Blockchain einzusteigen. Leider gehorcht die eigenen Gesetzen, braucht keine Regulierung durch korrupte Banken und man kann auch nicht in einer Bananenrepublik "Blechcoin" nachdrucken. Einen Haken hat das System allerdings. Der Handel mit Bitcoin setzt Hardware, den Zugang zu einem rudimentären Netzwerk und ein paar Spezialisten, die das bedienen können vorraus. Sollte es also ein Ereignis geben, das die Menschheit zwingt nochmal ganz von vorn anzufangen, gibt es auch diese Option nicht mehr.
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