Fr, 12:19 Uhr
03.11.2017
Vortrag im Südharz-Klinikum
Nierenerkrankungen und Dialyse
Am Mittwoch kamen wieder zahlreiche Interessierte ins Südharz Klinikum, als Dr. med. Fahri Kiziler, Bereichsleiter der Nephrologie, über die Ursachen und Behandlungsstrategien von Nierenerkrankungen und über die verschiedenen Möglichkeiten der Dialyse sprach...
Als wichtiges Ausscheidungsorgan für Flüssigkeiten und Giftstoffe nehmen die Nieren eine Schlüsselrolle im Körper ein. Über spezielle Hormone sorgen die Nieren dafür, dass der Wasserpegel des Körpers immer auf etwa gleichem Niveau bleibt, ganz unabhängig, ob man viel oder wenig trinkt.
Auch beim Salzhaushalt sorgt die Niere für ein stabiles Niveau und gleicht Schwankungen aus. Außerdem werden wichtige Hormone in den Nieren produziert, die für die Blutdruckregulation, Bildung der roten Blutkörperchen und für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig sind.
Diabetes und Bluthochdruck sind heutzutage Hauptursachen für eine Nierenschädigung. Ob sich die Funktionseinschränkung der Niere rasch bemerkbar macht (Akutes Nierenversagen) oder sich schleichend über Jahre und Jahrzehnte hin entwickelt (Chronisches Nierenversagen), hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Manche dieser Ursachen lassen sich gut behandeln, so dass die Nierenfunktion ganz wiederhergestellt werden kann oder sich zumindest nicht weiter verschlechtert. Der Anfang einer Nierenerkrankung verläuft dabei oft schmerz- und symptomfrei, daher spielt die Früherkennung eine besonders wichtige Rolle. Denn ein Nierenversagen beeinflusst auch die Funktion anderer wichtiger Organe wie Herz, Lunge und Gehirn.
Am Mittwoch kamen wieder zahlreiche Interessierte ins Südharz Klinikum, als Dr. med. Fahri Kiziler, Bereichsleiter der Nephrologie, über die Ursachen und Behandlungsstrategien von Nierenerkrankungen und über die verschiedenen Möglichkeiten der Dialyse sprach (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)
Wenn die Nierenfunktion sehr stark eingeschränkt ist, muss ein Dialyseverfahren angewandt werden. Diese auch als künstliche Blutwäsche bezeichnete Methode kann überschüssiges Wasser und schädliche Stoffe - wie die so genannten harnpflichtigen Substanzen- aus dem Körper entfernen. Die Dialyse übernimmt also die Reinigungsfunktion der Nieren. Aus diesem Grund spricht man auch von einer Nierenersatztherapie. Dabei unterscheidet man zwei Dialyse-Techniken:
Bei der Hämodialyse wird das Blut des Patienten über ein externes Gerät gewaschen. Bei der Peritonealdialyse findet dieser Prozess innerhalb des Körpers am Bauchfell statt (Bauchfelldialyse). Knapp 80.000 Menschen in Deutschland sind aktuell auf eine solche künstliche Blutwäsche angewiesen.
Schließlich ist als zweite Möglichkeit einer Nierenersatztherapie die Nierentransplantation zu erwähnen. Mit einer Nierentransplantation (Spenderniere) können die Funktionen einer gesunden Niere weitgehend wiederhergestellt werden. Deutschlandweit werden zurzeit ungefähr 25.000 Patienten nach einer erfolgreichen Nierentransplantation medizinisch betreut.
Dr. med. Fahri Kiziler erläuterte als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie anschaulich die
Möglichkeiten der Früherkennung und machte deutlich, welche Eigenverantwortung ein jeder dabei hat – angefangen von der gesunden Ernährung, über regelmäßige Bewegung bis hin zum gut eingestellten Blutzucker und Blutdruck. Abschließend konnten sich die Besucher am Aktionsstand die Funktionsweise einer Dialysemaschine ansehen.
Der nächste öffentliche Vortrag findet am 6.12.2017 zum Thema Chronische Schmerzen – Was hilft wirklich? um 17.00 Uhr in der Kantine statt.
Autor: redAls wichtiges Ausscheidungsorgan für Flüssigkeiten und Giftstoffe nehmen die Nieren eine Schlüsselrolle im Körper ein. Über spezielle Hormone sorgen die Nieren dafür, dass der Wasserpegel des Körpers immer auf etwa gleichem Niveau bleibt, ganz unabhängig, ob man viel oder wenig trinkt.
Auch beim Salzhaushalt sorgt die Niere für ein stabiles Niveau und gleicht Schwankungen aus. Außerdem werden wichtige Hormone in den Nieren produziert, die für die Blutdruckregulation, Bildung der roten Blutkörperchen und für den Knochenstoffwechsel sehr wichtig sind.
Diabetes und Bluthochdruck sind heutzutage Hauptursachen für eine Nierenschädigung. Ob sich die Funktionseinschränkung der Niere rasch bemerkbar macht (Akutes Nierenversagen) oder sich schleichend über Jahre und Jahrzehnte hin entwickelt (Chronisches Nierenversagen), hängt von der zugrunde liegenden Ursache ab. Manche dieser Ursachen lassen sich gut behandeln, so dass die Nierenfunktion ganz wiederhergestellt werden kann oder sich zumindest nicht weiter verschlechtert. Der Anfang einer Nierenerkrankung verläuft dabei oft schmerz- und symptomfrei, daher spielt die Früherkennung eine besonders wichtige Rolle. Denn ein Nierenversagen beeinflusst auch die Funktion anderer wichtiger Organe wie Herz, Lunge und Gehirn.
Am Mittwoch kamen wieder zahlreiche Interessierte ins Südharz Klinikum, als Dr. med. Fahri Kiziler, Bereichsleiter der Nephrologie, über die Ursachen und Behandlungsstrategien von Nierenerkrankungen und über die verschiedenen Möglichkeiten der Dialyse sprach (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen gGmbH)
Wenn die Nierenfunktion sehr stark eingeschränkt ist, muss ein Dialyseverfahren angewandt werden. Diese auch als künstliche Blutwäsche bezeichnete Methode kann überschüssiges Wasser und schädliche Stoffe - wie die so genannten harnpflichtigen Substanzen- aus dem Körper entfernen. Die Dialyse übernimmt also die Reinigungsfunktion der Nieren. Aus diesem Grund spricht man auch von einer Nierenersatztherapie. Dabei unterscheidet man zwei Dialyse-Techniken:
Bei der Hämodialyse wird das Blut des Patienten über ein externes Gerät gewaschen. Bei der Peritonealdialyse findet dieser Prozess innerhalb des Körpers am Bauchfell statt (Bauchfelldialyse). Knapp 80.000 Menschen in Deutschland sind aktuell auf eine solche künstliche Blutwäsche angewiesen.
Schließlich ist als zweite Möglichkeit einer Nierenersatztherapie die Nierentransplantation zu erwähnen. Mit einer Nierentransplantation (Spenderniere) können die Funktionen einer gesunden Niere weitgehend wiederhergestellt werden. Deutschlandweit werden zurzeit ungefähr 25.000 Patienten nach einer erfolgreichen Nierentransplantation medizinisch betreut.
Dr. med. Fahri Kiziler erläuterte als Facharzt für Innere Medizin und Nephrologie anschaulich die
Möglichkeiten der Früherkennung und machte deutlich, welche Eigenverantwortung ein jeder dabei hat – angefangen von der gesunden Ernährung, über regelmäßige Bewegung bis hin zum gut eingestellten Blutzucker und Blutdruck. Abschließend konnten sich die Besucher am Aktionsstand die Funktionsweise einer Dialysemaschine ansehen.
Der nächste öffentliche Vortrag findet am 6.12.2017 zum Thema Chronische Schmerzen – Was hilft wirklich? um 17.00 Uhr in der Kantine statt.

