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Fr, 15:13 Uhr
06.10.2017
Zeit für Kinder

Großeltern gesucht

Noch Großeltern oder gar Ur-Großeltern zu haben ist in Zeiten steigender Lebenserwartung heute eigentlich keine Seltenheit mehr. Aber nicht immer sind "Oma und Opa" auch verfügbar. Hunderte und Tausende Kilometer trennen manche Familien, andere können für die Enkel aus anderen Gründen nicht da sein. Ähnlich geht es auch einer Familie aus Sundhausen, die jetzt öffentlich nach willigen Großeltern sucht...

Großeltern gesucht (Foto: Angelo Glashagel) Großeltern gesucht (Foto: Angelo Glashagel)

Anderthalb Jahre ist der Sohn von Herr und Frau H. jetzt alt, ein aufgewecktes Bürschchen, der zunehmend das Haus der Familie in Sundhausen erkundet und immer weiter wächst. Eine ältere Schwester ist noch da und Mama und Papa, die ein Auge auf den Nachwuchs haben. Nur Großeltern, die fehlen im Familienbild.

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So weit so normal, gerade in modernen Zeiten, in denen geforderte Flexibiltät und gewollte Mobilität manche Familien buchstäblich über die ganze Welt verstreuen können. Das ihr Kind ohne Oma und Opa aufwachsen soll, das wollen die Eltern aus Sundhausen aber nicht so einfach hinnehmen. Frau H. stammt aus Erfurt, dort hat sie von einem "Großelterndienst" gehört. Der Verein vermittelt auf ehrenamtlicher Basis "junggebliebene Senioren" an Familien oder Alleinerziehende. "Es wäre schön, wenn unser Junge außer uns auch andere Bezugspersonen hätte", sagt Frau H. Der Kleine sehe im Kindergarten, dass andere von Omas und Opas abgeholt werden, schaue sogar bewusst älteren Menschen interessiert hinterher, berichtet der Vater.

In völlig fremde Hände würden sie ihr Kind freilich nicht geben, sagen die Eltern, auch deswegen will man mit dem Anliegen lieber anonym bleiben. "Wenn sich jemand finden würde, der ein oder zwei Stunden in der Woche daheim mit dem Sohnemann verbringt, das wäre schon toll", sagt der Vater. Später, wenn man weiß das es menschlich "passt", man sich kennt und sich aneinander gewöhnt hat, dann könne man auch weiter gehen, aber so etwas müsste eben wachsen, meint Herr H.

Das es interessierte Senioren auch im Nordhäuser Kreis geben müsste, da ist sich die Familie eigentlich fast sicher. Schließlich geht es nicht nur um Kinder, die keine Großeltern kennen, sondern auch um Senioren, die keine Enkel haben oder sie nicht oder nur selten zu Gesicht bekommen.

Einen Verein wie die Erfurter Initiative zu gründen, das könnte das Ehepaar nicht stemmen, beide sind voll berufstätig, den Rest der Zeit verbringt man mit der Familie und den Sorgen eines Hausbesitzers. Denkbar wäre aber wohl, dass sich einer der großen oder kleinen sozialen Vereine des Kreises der Idee annimmt und eine Großelternvermittlung für die Region oder auch nur die Stadt auf die Beine stellt. So das Interesse denn da ist. Man habe selber erst einmal sehen wollen, ob die Idee auf Resonanz stößt, erzählt Herr H., deswegen habe sich das Paar entschieden, ihr Anliegen öffentlich zu machen.

Wer Interesse hat sich als Oma oder Opa zu engagieren und die Familie kennen lernen möchte, der schickt einfach eine E-Mail mit Name, Anschrift und Telefonnummer an die nnz unter nnzredaktion@gmail.com, die dann an Familie H. weitergeleitet wird.
Angelo Glashagel

Name und Anschrift der Familie sind der Redaktion bekannt
Autor: red

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