Do, 06:44 Uhr
05.10.2017
Neue Ausstellung im "Tabakspeicher"
Geschichte einer kühlen Nascherei
Das dürfte den wenigsten von uns bekannt gewesen sein: Vor weit über 5000 Jahren mixten Chinesen bereits das erste Eis. Und auch in den europäischen Königshäusern hielt die kühle Schleckerei im 17. Jahrhundert alsbald Einzug. Im Nordhäuser Tabakspeicher wurde am späten Nachmittag eine Ausstellung eröffnet, die sich mit der Geschichte des Speiseeises beschäftigt. Die nnz war dabei...
Neue Ausstellung im "Tabakspeicher" (Foto: Franziska Raabe)
Doch warum gerade in Nordhausen eine Sonderausstellung zu diesem Thema? Die Idee entstand in einer Eisbar, so Museumsleiter Jürgen Rennebach in seiner Begrüßung.
Denn die Rolandstadt mit ihrem Kreisgebiet hat in Sachen Kältetechnik und Eisherstellung eine lange Tradition. So verwunderte es auch nicht, dass Peter Uhley, 2. Ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Nordhausen, in seiner Eröffnungsansprache auf mehrere Betriebe in und um Nordhausen verwies, die zwischen 1875 und 1998 Speiseeisbereiter entwickelten und produzierten.
Seit 1958 – also schon zu DDR-Zeiten – wurde die eisige Nascherei von Privatbetrieben hergestellt. Einige Eisdielen unserer Stadt halten sich bei ihrer Speiseeisproduktion bis heute an überlieferte Familienrezepte und zaubern tagtäglich köstliche Kreationen. Hans-Dieter Werther führte dann vor zahlreichen Besuchern in Wort und Tat in die Eisherstellung ein. Und schließlich fanden sich noch drei Besucherinnen bereit, mit verbundenen Augen verschiedene Eissorten herauszuschmecken. Was ihnen auch gut gelang.
Die Sonderausstellung wurde von Hans-Jürgen Grönke konzipiert. Aktive Unterstützung fand er bei den Eisspezialisten und Leihgebern Hans-Dieter Werther, Holger und Sebastian Brehm sowie Klaus Menge. Zudem stellte die Ablig-Feinfrost GmbH Heichelheim Leihgaben zur Verfügung. Darüber hinaus agiert die Badehaus Nordhausen GmbH als Kooperationspartner, was sich für Badehaus- bzw. Museumsbesucher erfreulicherweise bezahlt macht.
Geschichte einer kühlen Nascherei (Foto: Franziska Raabe)
Denn wer diese Ausstellung besucht hat und sein Museumsticket im Badehaus vorlegt, erhält eine 10prozentige Ermäßigung auf den Standardeintrittspreis. Und wer zunächst das Badehaus besucht hat und im Anschluss die Sonderausstellung im Tabakspeicher sich ansehen will, erhält 1 Euro Nachlass auf den Standardeintrittspreis. Zudem erhalten große und kleine Naschkatzen während der gesamten Dauer der Sonderausstellung ein Eis gratis.
Parallel zur Sonderschau werden vom Museum gesonderte Vorträge und Führungen angeboten. Hans-Dieter Werther macht im Rahmen des Vereinsabends der Geschichtsfreunde am Dienstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr den Anfang. Sein Vortrag trägt den selben Titel wie die Ausstellung Die Geschichte des Speiseeises – In der Welt und in Nordhausen. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung endet am 31. Dezember 2017.
Hans-Georg Backhaus
Autor: red
Neue Ausstellung im "Tabakspeicher" (Foto: Franziska Raabe)
Doch warum gerade in Nordhausen eine Sonderausstellung zu diesem Thema? Die Idee entstand in einer Eisbar, so Museumsleiter Jürgen Rennebach in seiner Begrüßung.
Denn die Rolandstadt mit ihrem Kreisgebiet hat in Sachen Kältetechnik und Eisherstellung eine lange Tradition. So verwunderte es auch nicht, dass Peter Uhley, 2. Ehrenamtlicher Beigeordneter der Stadt Nordhausen, in seiner Eröffnungsansprache auf mehrere Betriebe in und um Nordhausen verwies, die zwischen 1875 und 1998 Speiseeisbereiter entwickelten und produzierten.
Seit 1958 – also schon zu DDR-Zeiten – wurde die eisige Nascherei von Privatbetrieben hergestellt. Einige Eisdielen unserer Stadt halten sich bei ihrer Speiseeisproduktion bis heute an überlieferte Familienrezepte und zaubern tagtäglich köstliche Kreationen. Hans-Dieter Werther führte dann vor zahlreichen Besuchern in Wort und Tat in die Eisherstellung ein. Und schließlich fanden sich noch drei Besucherinnen bereit, mit verbundenen Augen verschiedene Eissorten herauszuschmecken. Was ihnen auch gut gelang.
Die Sonderausstellung wurde von Hans-Jürgen Grönke konzipiert. Aktive Unterstützung fand er bei den Eisspezialisten und Leihgebern Hans-Dieter Werther, Holger und Sebastian Brehm sowie Klaus Menge. Zudem stellte die Ablig-Feinfrost GmbH Heichelheim Leihgaben zur Verfügung. Darüber hinaus agiert die Badehaus Nordhausen GmbH als Kooperationspartner, was sich für Badehaus- bzw. Museumsbesucher erfreulicherweise bezahlt macht.
Geschichte einer kühlen Nascherei (Foto: Franziska Raabe)
Denn wer diese Ausstellung besucht hat und sein Museumsticket im Badehaus vorlegt, erhält eine 10prozentige Ermäßigung auf den Standardeintrittspreis. Und wer zunächst das Badehaus besucht hat und im Anschluss die Sonderausstellung im Tabakspeicher sich ansehen will, erhält 1 Euro Nachlass auf den Standardeintrittspreis. Zudem erhalten große und kleine Naschkatzen während der gesamten Dauer der Sonderausstellung ein Eis gratis.
Parallel zur Sonderschau werden vom Museum gesonderte Vorträge und Führungen angeboten. Hans-Dieter Werther macht im Rahmen des Vereinsabends der Geschichtsfreunde am Dienstag, 10. Oktober, um 19.30 Uhr den Anfang. Sein Vortrag trägt den selben Titel wie die Ausstellung Die Geschichte des Speiseeises – In der Welt und in Nordhausen. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag jeweils von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Sonderausstellung endet am 31. Dezember 2017.
Hans-Georg Backhaus











