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Mi, 20:50 Uhr
20.09.2017
Eingemeindung verschoben

Sicher geglaubter Partner kommt abhanden

Die Expansionsbestrebungen von Nordhausen haben in dieser Woche einen dicken Dämpfer erhalten. Ein bereits sicher geglaubter Kandidat könnte sich verabschieden...


Die Einheitsgemeinde Hohenstein, mit der es bereits eine Zusammenarbeit in mehreren Bereichen der Verwaltung gibt, will sich von der beschlossenen Eingemeindung nach Nordhausen zurückziehen.

Am Montag hatte der Gemeinderat nach hitziger Debatte einen entsprechenden Beschluss gefasst, bestätigt Bürgermeister Andreas Gerbothe. "Wir haben erst einmal alles verschoben, unter anderem, weil sich bislang die Gemeinde Werther nicht deutlich im Rahmen der Gebietsreform positioniert hatte", so Gerbothe. Werther müsste nämlich den Ortsteil Mauderode abgeben, damit es eine unmittelbare Grenze zwischen Nordhausen und Hohenstein gibt.

Das Aufschieben und die Verzögerungen werden sowohl in Hohenstein als auch in Werther mit dem Stillstand der Gebietsreform im Land begründet. Allerdings gilt ja wie bislang die Freiwilligkeit der Neugliederungen zwischen Kommunen weiter.

Hintergrund des Beschlusses ist vermutlich die Tatsache, dass sich die Hohensteiner Ortsteilbürgermeister beim Zusammengehen mit Nordhausen nicht mehr vertreten fühlen. Statt der bislang neun Bürgermeister der einzelnen Ortsteile würde es dann nur einen einen für den Ortsteil "Hohenstein" geben. Vermutlich ist dann auch der Wegfall der Aufwandsentschädigungen der jetzigen Ortsteilbürgermeister ein Grund des beschlossenen Verhandlungsstopps.
Peter-Stefan Greiner
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Kommentare

20.09.2017, 22.13 Uhr
Hans Dittmar | Eingemeindung Hohenstein
Solche Probleme haben ja auch andere Gemeinden, wie zB. Werther selbst. Die Lösung ist einfach, die Orte treten einzeln der Stadt bei, dadurch verschwindet zwar der Name Hohenstein aber die Ortsnamen der Orte bleiben erhalten und das ist ja eigentlich auch viel interessanter. ;-)

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21.09.2017, 09.21 Uhr
Andreas Dittmar | Beschäftigungsteraphie
Die Ortstafeln müssten wieder ausgetauscht werden, was allerdings das kleinere Übel darstellt. Das größere Problem wird sein, das jeder Einwohner wieder überall seine Anschrift ändern lassen muß. Wenn es ganz dumm kommt, gibt es doppelt vorhandene Straßennamen, die auch wieder bereinigt werden müssen. Die Gebietsreform liegt zwar auf Eis aber weitermachen kann man ja trotzdem erstmal. Was ist eigentlich der konkrete gesellschaftliche Nutzen solcher Aktionen.

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