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So, 21:55 Uhr
10.09.2017
Kai Buchmann zum ersten Wahlgang

Dieses Votum ist ein großer Vertrauensvorschuss

Der erste Wahlgang im Ringen um den Posten des Nordhäuser Oberbürgermeisters ging am Abend mit einem überraschend guten Ergebnis für den parteilosen Kai Buchmann zu Ende. Das Votum der Wähler sei ein großer Vertrauensvorschuss, erklärte Buchmann am Abend...

"Vielen herzlichen Dank allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die mir heute ihre Stimme gegeben und ein phantastisches Wahlergebnis von fast 30 Prozent beschert haben.

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Dieses Votum ist ein großer Vertrauensvorschuss und macht mich sehr stolz und zuversichtlich für die anstehende Stichwahl in 14 Tagen. Zum ersten Mal in der jüngeren Nordhäuser Geschichte besteht nun die Möglichkeit, dass ein Kandidat Oberbürgermeister wird, der keiner Partei angehört und unabhängig von Fraktionszwängen für seine Heimatstadt entscheiden kann.

Gleichzeitig möchte ich allen Wählern meinen Respekt ausdrücken, denn mit Ihrer Stimmabgabe zur Oberbürgermeisterwahl erfüllen sie einen direkten demokratischen Prozess mit Leben, wie es nur wenige in unserem Lande gibt. Den heute ausgeschiedenen Bewerbern gilt meine Hochachtung, dass sie einen so engagierten Wahlkampf bestritten haben."
Kai Buchmann
Autor: red

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Kommentare
Albert
10.09.2017, 22:31 Uhr
Hallo Herr Buchmann,
viel Respekt für Ihr Ergebnis. Ich habe dazu beigetragen. Allerdings war der Hauptgrund, dass ich weder Linke, SPD, Grüne noch CDU wählen kann. Meine Hoffnung sind also Sie als Unabhängiger. Wenn Sie wirklich die Schieberei in NDH zwischen Linken, SPD u. CDU beenden wollen, dann verzichten Sie bitte auf das "Wohlwollen" der ausgeschiedenen Kandidaten. Nur als glaubhaft Unabhängiger werden wir Sie auch in 2 Wochen wählen!
Kilian Baltres
11.09.2017, 06:45 Uhr
Lieber Herr Buchmann,
Man gratuliert zum Erfolg. Doch bitte beweisen Sie, daß Sie unabhängig sind! Ihre Unterstützer Gruppe hat mehrmals öffentlich stark für Herrn Jendricke Partei ergriffen. Das hat nicht richtig in das Bild gepasst. Ich wünsche mir, daß Sie tatsächlich unabhängig sind. K. Baltres
SabineFr
11.09.2017, 08:48 Uhr
Moin Herr Buchmann,
Glückwunsch für dieses Ergebnis. Wie die beiden Vorgänger schon schrieben, setzen Sie bitte Ihr Wahlprogramm auch um. Wie bereits gesagt, können wir Sie bisher nur an Versprechungen messen.
Enttäuschen Sie nicht Ihre Wähler, indem Sie Ihre Werte über den Haufen werfen. Natürlich wird es politisch auch erforderlich sein, irgendwie, irgendwo und irgendwann Kompromisse einzugehen.
Es bleibt nur zu hoffen, dass Sie Ihren hehren Ziele trotz dessen nicht aus den Augen verlieren. Der Zweck heiligt nicht immer alle politischen Mittel, wägen Sie immer sorgsam ab und entscheiden Sie für das Wohl, die Mit- und Selbstbestimmung der Bürger. Ich glaube nicht, dass die Nordhäuser politikverdrossen, sondern vielmehr politikerverdrossen sind.
Fremdbestimmte Entscheidungen über den Kopf der Bevölkerung hinweg hatten wir Jahrzehnte genug, genauso wie Posten- und Parteiengeschacher. Da kann auch nur den Kopf schütteln, wenn sich die Parteisoldaten jeglicher Couleur über die geringe Wahlbeteiligung wundern, die eine stringente Abwahl der bisherigen Politik ist.
Parteienpolitik ist (zwar nicht ewig-) gestrig und überholt, direkte(re) Demokratie muss kommen.

Jahrzehntelang wurden Bürger nicht beteiligt und es wurde über ihre Köpfe entschieden und auf einmal wundern sich Berufspolitiker, warum keiner mehr zur Wahl geht: Wenn man der Bevölkerung nach und nach die Verantwortung entreißt und sie politisch entmündigt, dann ist die Konsequenz, das den Bürgern Politik irgendwann egal ist. Wobei das sicher noch im Sinne der etablierten Parteien wäre. Leider substituiert sich die Ohnmacht der Verdrossenen nicht in der Nichtwahl, sondern in der Protestwahl, allen voran für die AfD.
Das ist die Suppe, die die etablierten Parteien gekocht haben und die wir alle, auch die Köche, nun in zwei Wochen auslöffeln müssen.
Bleibt nur abzuwarten, dass das hoffentlich nicht allzu schlimme Bundeswahlergebnis endlich zur Selbstreflexion bei den etablierten Parteien anregt: Weniger Ellbogenpolitik, weniger Eigensinn und Postengeschacher, mehr Verantwortung übernehmen und das Wohl aller Bürger bedenken, nicht nur Klientelpolitik betreiben.
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