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Mi, 19:13 Uhr
15.08.2001

Keine Auflösung des Planungsverbandes

Heringen (nnz). Die Sitzung des Planungsverbandes „Industriegebiet Goldene Aue“ versprach ob ihrer Tagesordnung nicht nur Interessantes, sondern auch einige Brisanz. Dann aber kam doch alles ganz anders als erwartet.


Fast 50 Zuhörer und Zuschauer waren in den Festsaal des Heringer Schlosses gekommen, um der nunmehr 8. Sitzung zu folgen. Beschossen wurde durch die anwesenden 14 Mitglieder unter anderem der Haushalt des Verbandes. Hier herrschte Einstimmigkeit. Eine Enthaltung gab es bei der Wahl von Oberbürgermeisterin Barbara Rinke zum 1. Stellvertreter des Verbandsvorsitzenden. Weiterhin wurde durch Verbandschef Achim Arendt der Rechnungsabschluß des vergangenen Jahres vorgelegt und detailliert erläutert.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stellte der Bürgermeister von Windehausen, Harald Karnstedt, noch einmal das Ergebnis einer Bürgerbefragung in dem Ort vor. 64 Prozent der Windehäuser hatten sich an der Abstimmung beteiligt, davon hatten sich 84 Prozent gegen das Industriegebiet ausgesprochen. Der Gemeinderat tat dann aber doch nicht das, was die Gegner des Planungsverbandes eigentlich als Konsequenz gefordert hatten, nämlich den Auftritt der Gemeinde Windehausen. Nein, der Gemeinderat beschloß, Mitglied im Planungsverband zu bleiben.

Im Tagesordnungspunkt Nr. 8 sollte der Antrag der Gemeinde Urbach auf Auflösung des Verbandes gestellt und die darauf resultierende Neugründung mit verändertem Stimmrecht beschlossen werden. Doch auch hier kam es nicht zu dem von einigen Anwesenden erhofften Erfolg. Der Tagesordnungspunkt wurde in seiner Auflistung nicht behandelt, dafür soll in der kommenden Verbandssitzung zuerst die Satzung geändert werden, dann könne man sich an eine Auflösung heranwagen. Ob die dann aber beschlossen werden kann, das steht selbstredend auch noch in den Verbandssternen.

Beobachter der Sitzung registrierten nicht nur viele interessierte Mitglieder der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“, sondern auch teils unsachliche Einwürfe aus deren Reihen. Ein weiterer Zuschauer sprach von chaotischen Zuständen. Verbandsvorsitzender Arendt soll Mühe gehabt haben, um die Verbandsversammlung in normalen Bahnen weiter zu führen. Die Mitglieder des Planungsverbandes sollen sich in der Bürgerfragestunde bemüht haben, auf die Fragen zu antworten. Auch schriftliche Äußerungen würden auf jeden Fall beantwortet, so Arendt.
Autor: nnz

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