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Di, 14:48 Uhr
19.10.2004

Patentes Spiel

Nordhausen (nnz). Ende September berichtete die nnz, daß an den Schulen des Landkreises Nordhausen Strategiespiele übergeben wurden. Das Spiel hat den vielsagenden Namen „Patento“ und wurde von einem Professor der Fachhochschule Nordhausen entwickelt. Die nnz wollte nun wissen, was sich hinter „Patento“ wirklich „versteckt.


Am 30. September wurden Schulen des Landkreises Nordhausen Klassensätze des Lern- und Strategiespiels übergeben. Die Initiatoren dieser Übergabe waren der Landkreis Nordhausen und der LEADER Nordthüringen e.V., der lokalen Aktionsgruppe des Europäischen Förderprogramms LEADERplus für den ländlichen Raum. Die Ausgabe des Lern- und Strategiespiels war der Auftakt zu einer bundesweit einzigartigen Studie über Innovationsbildung, welche durch Prof. Matthias Viehmann von der Fachhochschule bis Juni 2005 durchgeführt wird. Der Fachbereich Schulverwaltung im Landratsamt Nordhausen wird Prof. Viehmann dabei unterstützen, das zuständige Staatliche Schulamt erteilte die Genehmigung.

Grundlage für die Studie bildet das von Prof. Viehmann 1997 entwickelte Lern- und Strategiespiel verdeutlicht auf spielerische und pädagogisch anspruchsvolle Art den Weg von der Idee über ein nationales und/oder internationales Patent, über Prototyp bis hin zur Patenterteilung und der Verwertung in Form von Lizenzen oder Patentverkauf. Das Spiel vermittelt Basisinformationen über strategische Vorgehensweisen bei der Anmeldung und Verwertung sowie über notwendige Schritte im Patentverfahren und die zu erwartenden Kosten.

Das Spiel wurde für die Innovationsstudie ausgewählt, da es sehr gut geeignet ist, als einführendes oder begleitendes Lehr- und Lernmittel im themenbezogenen Unterricht eingesetzt zu werden, wobei bereits umfangreiche Praxiserfahrungen vorliegen. Für die wissenschaftliche Bearbeitung wurde ein Fragebogen erarbeitet. Er richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer, die das Thema Innovation im Unterricht mittels "Patento" aufgreifen. Die Studie soll dazu beitragen, das Themenfeld Innovation im Unterricht der verschiedenen Schulformen und Klassenstufen erfolgreich und wirksam einzuführen.

Prof. Viehmann ist der Auffassung, dass das Entstehen von Innovation nicht dem Zufall überlassen werden kann. Seine Erfahrungen als Hochschullehrer zeigen, dass ein hoher Informationsbedarf besteht und eine Wissensvermittlung erst im Bereich des Studiums zu spät ansetzt. Aus Sicht von Viehmann, der selbst mehrere Patente besitzt, muss das Thema in die vorgelagerte Ausbildung einfließen. Nur so können kreative Fähigkeiten und Fertigkeiten gefördert werden, die dann in Berufsausbildung oder Studium oder in der beruflichen Praxis eine Innovationsbildung ermöglichen.

Ziel der Studie ist es, Möglichkeiten zur Vorverlagerung der Innovationsbildung aufzuzeigen, Erfahrungen zu sammeln und danach die weiteren notwendigen Schritte zu erarbeiten.
Autor: nnz

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