Di, 19:35 Uhr
14.08.2001
Vorschlag: Schauspielsparte weg! (neu)
Nordhausen/Erfurt (nnz). In Erfurt ist heute wieder über die Zukunft der Thüringer Theater gesprochen worden. Und da sieht es für den Standort Nordhausen nicht allzu rosig aus.
Am Rande der Beratung zwischen dem Ministerium und den Trägern des Landestheaters Eisenach-Rudolstadt-Saalfeld, des Nordhäuser Theaters, der Philharmonie Gotha-Suhl und des Theaters Meiningen wurde bekannt, dass Nordhausen wohl die Schauspielsparte abgeben müsse. Großes Ziel des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sei es weiterhin, ein Thüringer Verbundtheater zu etablieren.
Heute soll nach nnz-Informationen ein Vorschlag auf den Tisch gekommen sein, der folgende Regelungen beinhaltet: Bei einem Zusammenschluß zum Theaterverbund soll in Rudolstadt das Jugendtheater erhalten bleiben und das Schauspiel nach Eisenach verlagert werden. Weiterhin soll die Philharmonie Gotha-Suhl in den Verbund integriert werden. Das Meiniger Theater wird selbständig bleiben, soll die anderen Bühnen aber mitbespielen.
Während des heutigen Treffens prallten jedoch die unterschiedlichen Meinungen zu diesem Ministeriumsvorschlag noch einmal aufeinander. Es bleibt dabei: Wir werden freiwillig keine Sparte preisgeben! Nordhausen wird Studentenstadt. Und die jungen Leute gehen eher ins Schauspiel als in das klassische Musiktheater, sagte der Aufsichtsratsvorsizende der GmbH,Klaus Wahlbuhl im Anschluss an die. Die Mitarbeiter des Ministeriums hatten vorgeschlagen, für Westthüringen einen landesbühnenähnlichen Verband zu schaffen. Dem stehen aber die langen Wege entgegen. Die Schauspieler aus Eisenach und Rudolstadt müßten dann teilweise mehr als 100 Kilometer bis nach Nordhausen fahren. Meines Erachtens frißt das einen gewaltigen Teil der möglichen Einsparungen wieder auf, sagte Wahlbuhl. Der Vorschlag der Nordhäuser/Sondershäuser GmbH zur Kosteneinsparung: Aus den fünf Westthüringer Orchestern (Meiningen, Gotha/Suhl, Eisenach, Rudolstadt und Nordhausen/Sondershausen) drei machen: Nordhausen/Sondershausen, Eisenach und Meiningen und damit Personal und Geld einsparen.
Schlichten soll nun ein Gutachter, der in den kommenden Wochen berufen werden soll. Bereits in der nächsten Woche soll sich die Arbeitsgruppe auf einen Gutachter einigen. Dieser soll einen umsetzbaren Vorschlag bis Mitte September auf den Tisch legen. Dabei müssten allerdings die finanziellen Rahmenbedingungen und die Vorstellungen der kommunalen Träger auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden.
Hintergrund der Diskussion ist die Ankündigung der Landesregierung, die Zuschüsse für die Thüringer Theater nach dem Jahr 2003 nicht weiter zu erhöhen. Auch für die kommunalen Träger sei mit den jetzigen Zuschüssen das Ende der berühmten Fahnenstange erreicht. Weitere Erhöhungen der Zuschusse durch tarifliche Veränderung könnten dann nicht mehr ausgeglichen werden.
Autor: nnzAm Rande der Beratung zwischen dem Ministerium und den Trägern des Landestheaters Eisenach-Rudolstadt-Saalfeld, des Nordhäuser Theaters, der Philharmonie Gotha-Suhl und des Theaters Meiningen wurde bekannt, dass Nordhausen wohl die Schauspielsparte abgeben müsse. Großes Ziel des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst sei es weiterhin, ein Thüringer Verbundtheater zu etablieren.
Heute soll nach nnz-Informationen ein Vorschlag auf den Tisch gekommen sein, der folgende Regelungen beinhaltet: Bei einem Zusammenschluß zum Theaterverbund soll in Rudolstadt das Jugendtheater erhalten bleiben und das Schauspiel nach Eisenach verlagert werden. Weiterhin soll die Philharmonie Gotha-Suhl in den Verbund integriert werden. Das Meiniger Theater wird selbständig bleiben, soll die anderen Bühnen aber mitbespielen.
Während des heutigen Treffens prallten jedoch die unterschiedlichen Meinungen zu diesem Ministeriumsvorschlag noch einmal aufeinander. Es bleibt dabei: Wir werden freiwillig keine Sparte preisgeben! Nordhausen wird Studentenstadt. Und die jungen Leute gehen eher ins Schauspiel als in das klassische Musiktheater, sagte der Aufsichtsratsvorsizende der GmbH,Klaus Wahlbuhl im Anschluss an die. Die Mitarbeiter des Ministeriums hatten vorgeschlagen, für Westthüringen einen landesbühnenähnlichen Verband zu schaffen. Dem stehen aber die langen Wege entgegen. Die Schauspieler aus Eisenach und Rudolstadt müßten dann teilweise mehr als 100 Kilometer bis nach Nordhausen fahren. Meines Erachtens frißt das einen gewaltigen Teil der möglichen Einsparungen wieder auf, sagte Wahlbuhl. Der Vorschlag der Nordhäuser/Sondershäuser GmbH zur Kosteneinsparung: Aus den fünf Westthüringer Orchestern (Meiningen, Gotha/Suhl, Eisenach, Rudolstadt und Nordhausen/Sondershausen) drei machen: Nordhausen/Sondershausen, Eisenach und Meiningen und damit Personal und Geld einsparen.
Schlichten soll nun ein Gutachter, der in den kommenden Wochen berufen werden soll. Bereits in der nächsten Woche soll sich die Arbeitsgruppe auf einen Gutachter einigen. Dieser soll einen umsetzbaren Vorschlag bis Mitte September auf den Tisch legen. Dabei müssten allerdings die finanziellen Rahmenbedingungen und die Vorstellungen der kommunalen Träger auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden.
Hintergrund der Diskussion ist die Ankündigung der Landesregierung, die Zuschüsse für die Thüringer Theater nach dem Jahr 2003 nicht weiter zu erhöhen. Auch für die kommunalen Träger sei mit den jetzigen Zuschüssen das Ende der berühmten Fahnenstange erreicht. Weitere Erhöhungen der Zuschusse durch tarifliche Veränderung könnten dann nicht mehr ausgeglichen werden.

