So, 14:05 Uhr
03.10.2004
Dank sagen im Überfluß
Nordhausen (nnz). Anderen geht es viel schlechter als uns, aber wir jammern trotzdem. Sollten wir nicht lieber mal danke sagen, für alles was wir haben? Diese Frage stellten Christen aller Glaubensrichtungen heute auf der Landesgartenschau.
Dank sagen im Überfluß (Foto: nnz)
In Deutschland gibt es so viel im Überfluss. Die kleinen Dinge wissen die Wenigsten noch zu würdigen. In einem Rollenspiel wurde den Gästen des Erntedankgottesdienstes auf der Landesgartenschau ein Spiegel vorgehalten.
Da war die Frau, die eine Menge total uninteressanten Schund aus einer bestimmten Zeitung vorlaß, die junge Frau, die lieber ihrem Walkman lauschte, als auf die Töne der Natur und die Mutter, die einen Haufen Spielzeug und Kleidung für ihre Tochter zum Geburtstag kaufte und schon darüber klagte, daß das Mädchen sicher bald wieder neue Dinge haben wolle.
Sie alle setzten sich zu Franziskus, dargestellt von Dr. Uwe Krieger vom Gemeindekirchenrat der Blasii Kirche. Dieser schenkte der Frau eine Sonnenblume für die Tochter, riet der Jugendlichen doch mal auf den Wind zu hören und wies die Zeitungsleserin auf Pflanzen und Tiere hin. Der muß den Verstand verloren haben brachte es die junge Musikhörerin auf den Punkt.
Hat er nicht, meinte Superintendent Michael Bornschein in seiner Predigt. An vieles könne man sich heute dankbar erinnern, besonders auch an die deutsche Einheit, die er als ein Geschenk Gottes betrachtet. Er riet den Menschen sich Zeit zu nehmen für den Glauben und das Gebet und für die Mitmenschen, die jemanden brauchen zum zuhören und helfen.
Weniger ist oft mehr, auch wenn es mathematisch völliger Quatsch ist. sagte Michael Bornschein. In einem Land, wo es fast alles im Überfluss gibt, und dazu noch vielen Unsinn im Bereich Fernsehen und Nervenkitzelaktionen, sollten die Menschen lernen sich mehr zu freuen und dankbar zu sein.
Der katholische Heilige Franziskus, der heute seinen Namenstag feierte, sei auch im Überfluss groß geworden. Erst durch eine erzwungene Auszeit im Krankenhaus habe er zur Bibel und zu Gott gefunden und dadurch Kleinigkeiten schätzen gelernt, so der neue Superintendent weiter. Er riet den Zuhörern sich Franziskus zum Vorbild zu nehmen.
Der Gottesdienst, der von den Kindern des ökumenischen Kindergartens ausgestaltet wurde, endete zum Bedauern der Gläubigen aller christlichen Konfessionen ohne ein gemeinsames Abendmahl. Pfarrer Richard Hentrich von der katholischen Domgemeinde sagte, daß zwar jeder Christ seine Heimat in der jeweiligen Gemeinde habe, man aber aufeinander zugehen und auf das Abendmahl mit Katholiken und Protestanten hinarbeiten müsse. Als Symbol für die zukünftige Zusammenarbeit brachen die beiden Pfarrer gemeinsam ein Brot und teilten es mit allen Gästen auf der Landesgartenschau.
Autor: wf
Dank sagen im Überfluß (Foto: nnz)
In Deutschland gibt es so viel im Überfluss. Die kleinen Dinge wissen die Wenigsten noch zu würdigen. In einem Rollenspiel wurde den Gästen des Erntedankgottesdienstes auf der Landesgartenschau ein Spiegel vorgehalten.
Da war die Frau, die eine Menge total uninteressanten Schund aus einer bestimmten Zeitung vorlaß, die junge Frau, die lieber ihrem Walkman lauschte, als auf die Töne der Natur und die Mutter, die einen Haufen Spielzeug und Kleidung für ihre Tochter zum Geburtstag kaufte und schon darüber klagte, daß das Mädchen sicher bald wieder neue Dinge haben wolle.
Sie alle setzten sich zu Franziskus, dargestellt von Dr. Uwe Krieger vom Gemeindekirchenrat der Blasii Kirche. Dieser schenkte der Frau eine Sonnenblume für die Tochter, riet der Jugendlichen doch mal auf den Wind zu hören und wies die Zeitungsleserin auf Pflanzen und Tiere hin. Der muß den Verstand verloren haben brachte es die junge Musikhörerin auf den Punkt.
Hat er nicht, meinte Superintendent Michael Bornschein in seiner Predigt. An vieles könne man sich heute dankbar erinnern, besonders auch an die deutsche Einheit, die er als ein Geschenk Gottes betrachtet. Er riet den Menschen sich Zeit zu nehmen für den Glauben und das Gebet und für die Mitmenschen, die jemanden brauchen zum zuhören und helfen.
Weniger ist oft mehr, auch wenn es mathematisch völliger Quatsch ist. sagte Michael Bornschein. In einem Land, wo es fast alles im Überfluss gibt, und dazu noch vielen Unsinn im Bereich Fernsehen und Nervenkitzelaktionen, sollten die Menschen lernen sich mehr zu freuen und dankbar zu sein.
Der katholische Heilige Franziskus, der heute seinen Namenstag feierte, sei auch im Überfluss groß geworden. Erst durch eine erzwungene Auszeit im Krankenhaus habe er zur Bibel und zu Gott gefunden und dadurch Kleinigkeiten schätzen gelernt, so der neue Superintendent weiter. Er riet den Zuhörern sich Franziskus zum Vorbild zu nehmen.
Der Gottesdienst, der von den Kindern des ökumenischen Kindergartens ausgestaltet wurde, endete zum Bedauern der Gläubigen aller christlichen Konfessionen ohne ein gemeinsames Abendmahl. Pfarrer Richard Hentrich von der katholischen Domgemeinde sagte, daß zwar jeder Christ seine Heimat in der jeweiligen Gemeinde habe, man aber aufeinander zugehen und auf das Abendmahl mit Katholiken und Protestanten hinarbeiten müsse. Als Symbol für die zukünftige Zusammenarbeit brachen die beiden Pfarrer gemeinsam ein Brot und teilten es mit allen Gästen auf der Landesgartenschau.

