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Fr, 21:25 Uhr
12.05.2017
Herder liest

Island erkunden mit dem Herder Gymnasium

Island erkunden - so könnte das Motto am Dienstag heißen. In der Reihe "Herder liest" ist die isländische Schriftstellerin Kristín Steinsdóttir zu Gast und stellt Ihren neuen Roman vor: Hoffnungsland. Gerade ist er auf deutsch erschienen. Kristín Steinsdóttir ist nahe dran an ihrem Land und den Menschen. Land und Leute verbindet sie zu einem eindringlichen Panorama....

Island - spärlich besiedelter Osten. Berge mit wechselnden Farben. Ein endlos langer Fjord. An dessen Ende stehen ein paar Häuser. Ein karges Leben bestimmt den Alltag. Dort liegt Seydisfjödur. Hier ist Kristín Steinsdóttir geboren, 1946. Ihr Vater war hier Schulleiter. Im Sommer 1961 ging sie mit 15 Jahren schon auf ein Gymnasium.

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Da dies bezahlt werden musste, verdiente sie ihr eigenes Schulgeld mit. Nach vier Jahren Arbeit in einer Schule in Reykjavik entschloss sich Kristín Steinsdóttir zum Deutsch – Dänisch -Studium in Göttingen. 1978 zog die Autorin mit ihrer Familie nach Norwegen. Seit 1988 arbeitet Kristín Steinsdóttir hauptberuflich als Schriftstellerin und lebt in Reykjavik. Sie hat sich besonders als Kinder- und Jugendbuchautorin einen Namen gemacht und sich mit ihren Romanen in die Herzen der Erwachsenen geschrieben. Zudem übersetzt sie aus dem Deutschen.


Das Leben ist hart auf Island gegen Ende des 19. Jahrhunderts, schwer auf dem Land und in der kleinen Hauptstadt, in Reykjavík. Die Hierarchien sind fest: reich und arm, Dänen und Isländer, Männer und Frauen. Was bleibt dann?

Autorin Kristin Steinsdottir stellt in der Reihe "Herder liest" demnächst ihr neuestes Buch vor (Foto: Isabel Reifenrath) Autorin Kristin Steinsdottir stellt in der Reihe "Herder liest" demnächst ihr neuestes Buch vor (Foto: Isabel Reifenrath) Es ist die Solidarität untereinander und es sind die Träume vom kleinen Glück, die die jungen Frauen aufrecht halten. Ihr Alltag besteht aus dem Gang zu den heißen Quellen, um unter Lebensgefahr und bei Wind und Wetter ständig durchnässt, die Wäsche der Reichen zu waschen. Sie tragen Wasser zu deren Häusern, entladen Schiffe, schleppen Kohle. Ihre Hoffnungen sind einfach: ein wenig mehr Komfort in der spärlichen Hütte, ein bisschen besseres Essen, eine warme Decke für das Bett. Und ein klein wenig privates Glück, die Hoffnung auf den Mann, der nicht nur die Haushälterin sucht, sondern auch die Liebe gibt.

Dann, eines Tages, ergibt sich die Chance, einfach unwiderstehlich für Guδfinna, Sína, Jóka und Margrét.
Hoffnungsland ist ein wunderbar poetisch geschriebener, warm erzählter Roman, beruhend auf einer wahren Begebenheit.

Die Frauen Islands sind es, mit denen Kristín Steinsdóttir uns ein stimmungsvolles Bild ihrer Heimat zeichnet. Die autobiographisch geprägten, bewegenden und poetischen Geschichten erzählen vom Leid und Glück an der Schwelle Islands zur Moderne. Menschen und Natur lassen ein eindrucksvolles Panorama der Insel im Atlantik entstehen.
So begegnet uns in Eigene Wege Siegtrud. Sie ist vor kurzem Witwe geworden und staunt, was man in Reykjavík alles erleben kann. Ein Seidenschal erinnert sie an das Rätsel ihrer Herkunft: Großvater Magnus soll Franzose gewesen sein. Erst jetzt im Alter fasst sie den Mut, Nachforschungen anzustellen Sie lernt Französisch und träumt von einer Reise an ihren Sehnsuchtsort: Paris.

Im Schatten des Vogels begegnen wir Pálina Jónsdóttir. Sie wächst in einer abgeschiedenen Gegend im Osten Islands auf - im späten 19. Jahrhundert. In einfachsten Verhältnissen lebend, in einer vielköpfigen Familie, in einer großen, engen Hofgemeinschaft, schwankt sie zwischen Heimatgefühl und Fernweh. Von Kind an leidet sie unter seelischen Spannungen. Die enge und immer wieder zwiespältige Beziehung zum Vater verschärfen diese, besonders als sie selbst eine Familie gründet und in ihren Heimatort zurückkehrt.

Die Lesung beginnt am 16.5. um 19,30 Uhr in der großen Aula des Herder-Gymnasiums. Der Eintritt beträgt 5€ und für Schüler und Studenten 2€.
Autor: red

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