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Mi, 14:14 Uhr
10.05.2017
IG BAU fordert mehr bezahlbaren Wohnraum

Elf Prozent mehr Berufspendler im Landkreis

Immer mehr Pendler im Landkreis Nordhausen: Zuletzt verließen 28 Prozent aller Berufstätigen auf dem Weg zur Arbeit die Grenzen des Landkreises – elf Prozent mehr als noch im Jahr 2000. Das hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt mitgeteilt. Die IG BAU Nordthüringen beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)...

Pendler im Stadt (Foto: IG Bau) Pendler im Stadt (Foto: IG Bau)

Danach zählt der Landkreis Nordhausen rund 9.000 sogenannte Auspendler. Die Gewerkschaft sieht die Zahlen mit Sorge. Tausende müssten weite Strecken zur Arbeit zurücklegen – und verbrächten viel Lebenszeit im Stau, kritisiert Bezirksvize Harald Buntfuß. Dafür sei maßgeblich auch eine verfehlte Wohnungsbaupolitik in den Ballungsgebieten verantwortlich.

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„Seit Jahren hält das Angebot bezahlbarer Wohnungen nicht mit dem Bedarf Schritt. Wir haben gerade in den größeren Städten eine gute Entwicklung bei den Arbeitsplätzen, aber für die Menschen wird es immer schwieriger, sich dort auch eine Wohnung zu leisten“, sagt Buntfuß. Strecken von über 50 Kilometern bis zum Betrieb seien mittlerweile gang und gäbe. Dies belaste nicht nur die Umwelt, sondern auch die Nerven und die Gesundheit der Betroffenen.

Die IG BAU fordert ein Umdenken in der Wohnungspolitik. „Die öffentliche Hand muss viel mehr als bisher investieren, um bezahlbaren Wohnraum in den Metropolen und Ballungsräumen zu schaffen“, betont Buntfuß. Es würden mehr Sozialwohnungen und mehr bezahlbare Mietwohnungen gebraucht. Dafür müsse es eine deutlich bessere Förderung geben – etwa durch höhere steuerliche Abschreibungen und gezielte KfWProgramme.

Durch solche Anreize für das Bauen im bezahlbaren Segment ließe sich ein Großteil der fehlenden Wohnungen errichten. Um die Berufspendler zu entlasten, müsse mittelfristig jedoch auch die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden, fordert Buntfuß. „Wir brauchen bessere Schienennetze und mehr Radwege. Aber auch bei Straßen und Brücken ist der Nachholbedarf groß.“

Die Entwicklung im Landkreis Nordhausen ist nach Angaben des BBSR Teil eines bundesweiten Trends: Im Jahr 2015 pendelten 60 Prozent aller Beschäftigten zum Arbeitsplatz. Durchschnittlich legten sie dabei 16,8 Kilometer zurück. 15 Jahre zuvor lag die Pendlerquote in Deutschland noch bei 53 Prozent.
Autor: red

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Kommentare
free Gigi
11.05.2017, 07:42 Uhr
quatsch mit Soße
das liegt bestimmt nicht nur allein an der Wohnsituation! Wer irgendwo wohnen möchte, benötigt dafür auch Knete und die verdient man nunmal nicht unbedingt nur in NDH.
Sonntagsradler 2
11.05.2017, 08:42 Uhr
Was wollen Sie uns mit diesem Artikel genau mitteilen Herr Bundfuß.
Versuchen Sie den Leute etwas weiß zu machen. Was bitte hat das Pendeln der Leute mit der Infrastruktur, Straßen. Brücken und Wohnungen zu tun Es weiß doch bestimmt jedes Kleinkind warum Papa oder Mama so weite Arbeitswege hat. Löhne werter IG Bezirksvize Harald Buntfuß .die Löhne hier in Thüringen. Aber das müssten Sie doch eigentlich wissen Herr Bezirksvize.
(Die IG BAU Nordthüringen beruft sich hierbei auf eine aktuelle Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumfo .Da war doch mal ein Artikel in der nnz ach ja am Mittwoch 11 Januar 2017 15:17Uhr
Eckenblitz
11.05.2017, 11:58 Uhr
Sonntagsradler 2
Sehr gut Sonntagsradler 2, genau solche Kommentare erwartet man von den politischen Marionetten der Wirtschaft. Daumen hoch und weiter so.
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