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Mo, 17:34 Uhr
08.05.2017
72. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus

Ein Tag, den AntifaschistInnen zu danken

Anlässlich des 72. Jahrestags der Befreiung vom Hitler-Faschismus gedachten heute rund 80 Menschen der Opfer der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Dazu ein Statement der Nordhäuser LINKEn...


„Es war gut zu sehen, dass so viele Menschen, vor allem auch so viele junge Menschen, diesen Tag heute mitbegangen und mitgestaltet haben. Gerade in einer Zeit, wo Rechtspopulisten und Rechtsradikale versuchen stärker in die Gesellschaft einzudringen, sind solche mahnenden Tage wichtiger denn je“, erklärt Alexander Scharff, Kreisvorsitzender DIE LINKE.Nordhausen, in einer aktuellen Pressemitteilung.

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„Wir sind den Befreier*innen und alliierten Kräften zutiefst dankbar, dass sie diese Leidenszeit der gesamten Weltbevölkerung beendet haben. Es muss gerade für die Menschen in Deutschland ein Selbstverständnis sein, faschistischen und rassistischen Strukturen und Ideologien entschlossen entgegenzutreten. Deswegen ist dieser Tag auch ein Anlass allen Antifaschist*innen, die sich heutzutage tagtäglich gegen diese menschenverachtenden Strukturen zur Wehr setzen, einmal danke zu sagen“, ergänzt Tim Rosenstock, antifaschistischer Sprecher des linken Kreisverbands.

„Bedenklich finden wir jedoch, dass dieser Tag in Deutschland immer noch nicht als Feiertag anerkannt ist, so wie es in einigen anderen europäischen Ländern der Fall ist. Hier sind alle demokratischen Parteien in der Pflicht, diesem Tag auch endlich offiziell seine Bedeutung zu verleihen, die ihm zusteht“, sind sich Scharff und Rosenstock abschließend einig.
Autor: red

Kommentare
Andreas Dittmar
08.05.2017, 20.28 Uhr
Wahrlich kein Feiertag
Es ist kein Feiertag, weil es einfach nichts zu feiern gibt oder wollen die Linken jetzt den Tod von ca. 50 Mio. Menschen auch noch feiern . Natürlich darf an so einem Tag der aus dieser Richtung erwartete Seitenhieb auf die "Rechtspopulisten" nicht fehlen.

Zitat aus Sebastian Haffner Anmerkungen zu Hitler

"Und noch weniger gut ist, dass viele Deutsche sich seit Hitler nicht mehr trauen Patrioten zu sein. Denn die deutsche Geschichte ist mit Hitler nicht zu Ende. Wer das Gegenteil glaubt und sich womöglich darüber freut, weiß gar nicht, wie sehr er damit Hitlers letzten Willen erfüllt."

Vielleicht gibt es dem einen oder anderen selbsternannten "Antifaschisten" Raum zum Nachdenken
Leser1
08.05.2017, 21.03 Uhr
Es ist kein Kunststück mit den jungen Leuten, wenn man sie zwingt hinzugehen.
Genauso wie zu DDR Zeiten wir Schüler ins KZ Dora und Buchenwald mit Bussen von der Schule hingefahren wurden und auf dem Apellplatz stramm stehen mussten wurden die Schüler auch heute von der Schule verpflichtet hinzugehen. Da darf ja kein Schüler nein sagen ohne mit Nachteilen in der Schule rechnen zu müssen. Gut das sie uns heute nicht mehr zum ersten Mai schicken wo wir ihnen auf der Ehrentribühne zuwinken müssen. Wo Ausschreitungen zwischen Linken und Rechten stattfinden könnten darf man Schüler nicht ohne die Eltern zu fragen zwingen hinzugehen. Gut das keine Rechten da waren und die Kinder wieder unversehrt zu ihren Eltern heimkehren durften.
ja-man
08.05.2017, 22.00 Uhr
Kein Fehler ...
Es kein Fehler und hat nichts mit Zwang zu tun, wenn man Schülern vor Augen führt, was im Nahmen von Ideologie, Demagogie und falsch verstandenem Nationalismus schlimmes passieren kann.
So etwas, mit der während der DDR-Diktatur statt gefundenen Zwangsteilnahmen, zu vergleichen ist einfach nur unangebracht.
Mueller13
08.05.2017, 22.58 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema
Bleistift und Lineal
08.05.2017, 22.59 Uhr
@Andreas Dittmar
"Wollen die Linken den Tod von 50 Millionen Menschen auch noch feiern", schreiben Sie.

Ich unterstelle Ihnen jetzt einfach mal, dass Sie da ganz bewusst etwas falsch verstehen wollen bzw ganz bewusst etwas verdrehen.
Natürlich muss Ihnen bewusst sein, dass mit einem Gedanktag der Beendung des Hilterfaschismus' nicht die Toten gefeiert werden sollen, welche er gekostet hat, sondern es soll das Ende des Regimes gefeiert werden, welches so viele Todesopfer kostete. Das wissen Sie selbstverständlich, denn Sie haben Ihren Kopf ja nicht in einem Mustopf gesteckt.

Übrigens wäre solch ein Gedenktag nicht der schlechteste Anlass darüber nachzudenken, wohin es führt, wenn einige Menschen sich für besser und wertvoller halten als andere.
eduf
09.05.2017, 05.46 Uhr
Neusprech: AntifaschistInnen, StammtischkämpferInnen
Unabhängig vom Inhalt der Beitrags frage ich mich, ob der Duden überarbeitet wurde, denn mein Word zeigt es immer noch als Rechtschreibfehler an. Auch kann man jetzt des Öfteren lesen Bürger*innen usw. usf.
Habe ich irgendetwas verpennt, oder versucht man uns hier etwas aufzudrücken? Orwellsches Neusprech? Doppeltplusungut? Oder die leichte Sprache: Land-Tag, Land-Tags-Wahl, wie jetzt zur Landtagswahl in Schlewig-Holstein?
Früher hieß es in Ottis Schlachthof: „Liebe Stammtischbrüder, liebe Stammtischschwestern, …“ heute muss alles gendergerecht und politisch korrekt sein.
Ich habe für mich persönlich festgelegt, dass es den Mohrenkopf (schmeckt mit Vanillepudding drinnen, sehr gut) oder den Negerkuss (ist nicht so mein Ding) auch ohne mich verbiegen zu müssen, weiter geht.

eduf
I.H.
09.05.2017, 07.51 Uhr
Der Duden wird ständig überarbeitet,
denn im Gegensatz zur Denke einiger Herrschaften von Vorvorgestern entwickelt sich Sprache ständig weiter. Vielleicht ist Ihr Dudenexemplar noch von 1944 Herr @eduf?

Man kann sich nur immer wieder wundern, was sich in einigen Köpfchen so alles "bewegt", wenn es ums Gedenken an die Schandtaten der Nationalsozialisten geht!
Leser X
09.05.2017, 07.58 Uhr
Mit dem Inhalt kann ich mich mehr identifizieren...
... als mit den grauenvollen Schreibweis*innen.
Treuhänder
09.05.2017, 08.03 Uhr
Es gibt mehrere
Ohne Zweifel - die 50 Millionen Tote und der vielfach begangene Völkermord - ausgegangen von Deutschland - sind durch nichts zu rechtfertigen. Sie sollten erinnern und mahnen. Erinnerung kann vielfältig sein. Und wer da meint, die antifaschistische LINKE müsse die Bestimmungshoheit über Erinnerung, Mahnung und Besinnung haben, der gleitet schnell in Gesinnung ab. Die LINKE sollte sich ein wenig von der heutigen Antifa distanzieren, statt sich immer mehr einverleiben zu lassen. Wie toll linke Politik daherkommt und angenommen wird, haben die Wahlen an der Küste erst am Wochenende gezeigt.
Bodo Bagger
09.05.2017, 08.59 Uhr
@plotz den Schandtaten der Nationalsozialisten gedenkt man...
dann am besten, in dem man den selbsternannten linken Wohltäter huldigt und diese als die wahren Antifaschisten darstellt, diese agieren lässt und damit den Diskurs zum Thema an diese Täter abgibt.

Das ist die Tradition der DDR. Antifaschisten waren immer Kommunisten, die Opferrolle für sich gepachtet und gleich damit auch den Generalvertretungsanspruch für alle anderen Opfer des Nationalsozialismus, die noch dazu die Majorität dieser stellten.

Das ist die wahre Tragödie, dass der Komplex Stalinismus, Sozialismus, Kommunismus, der zusammen mehr Opfer hervorgebracht hat (man schwankt noch zwischen 50 und 200 Millionen weltweit, die Stalin und seine Genossen auf dem Kerbholz haben) und sich weder in Rhetorik noch in Mehtodik von den Nationalsozialisten unterschied und unterscheidet, sich aufschwingt, die einzige moralische Instanz zu stellen.

ich halte es da eher mit Friedrich Torberg, der sagte:

"Ich halte nichts davon, die Nazis so zu bekämpfen, dass sich die Kommunisten darüber freuen (und vice versa).
Man muss sich´s immer mit beiden Seiten der Spielarten der totalitären Pest verderben."

In diesem Sinne....
Daniel86
09.05.2017, 23.54 Uhr
Also...
Hier sieht man mal wieder die Reaktionen bei der nnz auf diesen Artikel. Rechtes Gedankengut weit verbreitet,aber Nazi will natürlich niemand sein. Ich find die Kommentare von manchen Menschen hier einfach nur schrecklich. Die Argumentationen einfach nur lächerlich. Leider sind wir heute wieder an den Punkt angekommen wo die Rechten aufmaschieren und die Geschichte sich wiederholen könnte.

DIESE Leute hier die sowas schreiben, möchten vielleicht wieder einen Krieg. Rechts zu sein bedeutet Krieg, Terror , Leid , Trauer für sowas gibts gar keine Worte was dies anrichtet oder angerichtet hat. Wir haben nach meiner Ansicht in Deutschland ein gutes Leben. Wollt ihr den Rechten wirklich Macht geben all dies zu zerstören was elend und Leid mit sich bringt. Bis zu eurer Haustür,genau das wird geschehen, wenn die Menschen vergessen haben was Hass anrichtet. Zurecht müsste dies ein Gedenktag werden. Denn diese greueltaten können sich immer wieder wiederholen. Jeder sollte mal zum kZ Dora und sich das leid mal anschauen was die Menschen damals erlebt haben mussten.
Andreas Dittmar
11.05.2017, 00.10 Uhr
Jeder muß sich seine Meinung selber bilden
@Daniel86 Sie waren 3 Jahre alt, als an einem Montag in Leipzig eine halbe Mio unbewaffnete Menschen durch diese bis an die Zähne bewaffnete Stadt marschierten. An die Folgen wenn ein Schuß gefallen wäre oder einer der Fahrer der Räum-LKW's (die mit den mannshohen Schildern mit aufgeschweißten Metallspitzen) die Nerven verloren hätte möchte ich nicht denken. Diese Menschen hatten so richtig den Kanal voll von politischer Bevormundung und staatlich verordneten Denkweisen. Damals gab es auch eine ausgeklügelte 1400 km lange Sperranlage mit allen für diese Zeit aktuellen technischen Raffinessen was das töten von Menschen betrifft : Selbstschußanlagen, Minenfelder, Hundelaufanlagen, Wachtürmen von der Ostsee bis fast zum Erzgebirge zog sich dieser Streifen durch die Landschaft. Antifaschistischer Schutzwall nannte man dieses Bauwerk, welches ca. 700 Menschen das Leben kostete. In der Nachkriegszeit wurden Lager wie Buchenwald und Sachsenhausen auch vom NKWD weiter als Internierungslager genutzt. Für einige nur als Zwischenstation auf ihrer weiteren Reise nach Sibirien. Stalin ließ 30000 polnische Offiziere in Katyn erschießen und schob es der deutschen Wehrmacht in die Schuhe. Ich möchte damit nur sagen, das es auch links Faschisten gibt. Manche blenden Stalins Terror und auch die Zeit zwischen 1945 und 1989/90 einfach völlig aus.
Mueller13
11.05.2017, 10.29 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Gehört nicht zum Thema
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