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Fr, 17:00 Uhr
07.04.2017
Spatenstich in Bleicherode

Sozialkampus wird komplettiert

Zwei Schulen gibt es schon, das Seniorenheim liegt gegenüber - die Gartenstraße betrachtet man in Bleicherode seit langem als den "Sozialcampus" der Stadt. Und der wird demnächst komplettiert. In der Gartenstraße feierte man heute Spatenstich für den Neubau des Kindergartens "Gartenkinder"...

Spatenstich in Bleicherode (Foto: Holger Richter) Spatenstich in Bleicherode (Foto: Holger Richter)

Fünf Spaten stießen am Vormittag in die Bleicheröder Erde, allein sie kamen nicht weit, der Boden war zu hart. Ein schlechtes Omen für den Neubau eines Kindergartens mit 72 Plätzen muss das nicht sein, im Gegenteil. Vor etwas mehr als sechs Jahren hatte die Geschichte des Seniorenheims "Glück auf" ganz ähnlich begonnen. Am Ende wurde das Unterfangen ein Erfolg.

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Nur wenige Meter vom Seniorenheim entfernt werden das Jugendsozialwerk und die Stadt Bleicherode etwas in Angriff nehmen, das man selten sieht dieser Tage, meinte Stefan Nüßle, erster Beigeordneter des Landkreises - den Neubau einer Einrichtung, statt eines Umbaus. 2,6 Millionen Euro werden dafür zu Buche schlagen, erklärte JuSoWe Chef Andreas Weigel am Vormittag, 1,5 Millionen werde man durch die Städtebauföderung und Mittel des Bundes akquierieren.

Der Bund finanziert vor allem den Teil der Einrichtung, der für die Kleinsten gedacht ist, denn auch eine Kinderkrippe soll zum Kindergarten "Gartenkinder" in der Gartenstraße gehören. Mit der Einrichtung wird der "Sozialcampus" der Stadt sein vorerst letztes Element erhalten. Die Inspiration hierzu wurde geboren, als man die Grundschule in direkter Nachbarschaft zum Gymnasium der Stadt einrichtete. Kinder, Jugendliche und Senioren sollten sich ein Quartier teilen. "Wir haben alle auf einem Fleck und schaffen so Synergien", sagt Bürgermeister Frank Rostek, "das große Kind nimmt den Bruder oder die Schwester mit auf den Schulweg, bringt sie in den Kindergarten, holt sie wieder ab und beide können am Nachmittag noch Oma und Opa besuchen". Die alten Damen und Herren wiederrum können die Enkel und Urenkel bei aufwachsen zusehen.

"Ein Zeichen für die Zukunft unserer Stadt" - JuSoWe Chef Andreas Weigel, Bürgermeister Frank Rostek und der erste Beigeordnete des Landkreises Stefan Nüßle (Foto: Holger Richter) "Ein Zeichen für die Zukunft unserer Stadt" - JuSoWe Chef Andreas Weigel, Bürgermeister Frank Rostek und der erste Beigeordnete des Landkreises Stefan Nüßle (Foto: Holger Richter) Ihre Senioren seien zunächst zwiegespalten gewesen, erklärte Babette Wolf, Leiterin des Altenheims "Glück auf". Viele hätten sich Sorgen gemacht, "es ist uns aber gut gelungen, die Senioren mitzunehmen und in alle Entscheidungsprozesse mit einzubinden. Inzwischen sind die meisten ganz offen für das, was da kommt".

Probleme zwischen den ganz alten und den ganz jungen erwartet auch das Jugendsozialwerk nicht. Insgesamt 15 Kindergärten betreibt der Verein allein im Landkreis Nordhausen, einige davon in direkter Nachbarschaft zu Seniorenheimen, erzählte Holger Richter vom JuSoWe, Probleme habe es da nie gegeben, im Gegenteil, Kinder und Senioren hätten hier und da sogar zusammengefunden.

Das Gebäude selbst soll ein moderner Flachbau werden, der sich an die bestehende Architektur anpasst, sagte Architekt Tobias Winkler. Unterstützung kommt zudem auch von der Kreissparkasse Nordhausen.

Für Bleicherode ist der Neubau nach vielen harten Jahren des Niedergangs ein weiterer Silberstreif am Horizont. Die beiden bestehden Kindergärten arbeiten am Limit, der Bedarf an neuen Plätze ist definitiv gegeben, so Bürgermeister Rostek, die Menschen bleiben in Bleicherode, die Geburtenrate der Stadt ist wieder auf über 50 Kinder pro Jahr gestiegen. "Das ist Infrastruktur die wir brauchen", sagt der Bürgermeister. JuSoWe Chef Weigel sah vor allem "ein schönes Zeichen für unsere Stadt, das Orientierung für die Zukunft schafft".
Angelo Glashagel
Autor: red

Kommentare
Gemeindediener
07.04.2017, 20.32 Uhr
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