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Mi, 09:34 Uhr
05.04.2017
Ausstellung zur friedlichen Revolution auf Reisen

Die Nostalgie gehört an den Rand

Was hat die jüngere Geschichte mit der Ausbildung zum Alten- oder Krankenpfleger zu tun? Sehr viel, meint man beim Bildungsträger IWK in Nordhausen. Die Auszubildenden können sich seit heute mit einer Ausstellung zur friedlichen Revolution auseinandersetzen, die Schüler des Humboldt-Gymnasiums anlässlich des 25. Jubiläums der "Revolution der Kerzen" erstellt hatten...

Interviews hatten sie geführt, Bücher gewälzt, Fotos herausgesucht - zum 25. Jubiläum der friedlichen Revolution zeigten die Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums die Ergebnisse ihrer Arbeit im stadthistorischen Museum Flohburg.

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"Unser Ziel war immer, dass die Ausstellung verteilt werden kann und auch anderswo zu sehen ist", sagte Cornelia Klose, vom Verein "Gegen Vergessen - für Demokratie", der das Projekt der Schüler unterstützt hatte. Seit heute sind die Schautafeln auch in den Räumlichkeiten des Nordhäuser IWK's zu sehen. Eigentlich bildet man hier verschiedene soziale Berufe aus, unter anderem auch Altenpfleger. Angebote zur Zeitgeschichte vermutet man hier eigentlich eher nicht.

Unter denen, die hier die Schulbank drücken, sind aber nicht nur junge Leute, die gerade ihre ersten Schritte auf dem Weg ins Berufsleben machen. Mancher im Publikum war selber dabei, als die Demonstranten 1989 mit Kerzen in der Hand durch die Straßen Nordhausens zogen. Das man sich auch hier mit dem Thema beschäftigt begrüßen sie, es sei wichtig klar zu machen, was in der DDR wirklich passiert sei, wie gefährlich es tatsächlich war, sich gegen den Staat aufzulehnen. "Die Nostalgie gehört an die Seite gedrängt", meint eine Frau, die den Herbst 1989 als 14jährige in Nordhausen erlebte.

Dr. Cornelia Klose präsentierte die Ausstellung zur friedlichen Revolution beim Bildungsträger IWK (Foto: Angelo Glashagel) Dr. Cornelia Klose präsentierte die Ausstellung zur friedlichen Revolution beim Bildungsträger IWK (Foto: Angelo Glashagel)

Die jüngeren haben keinen solchen Bezug, dennoch sei das Thema wichtig, auch für das zukünftige Berufsleben, erklärte Madeleine Dornhofer, die im Fach Soziologie auch schon Exkursionen zu Geschichtsträchtigen Orten für ihre Schülerinnen und Schüler organisiert hat. "Gerade in der Altenpflege ist es wichtig, die Lebensgeschichte und die Lebensumstände der Menschen zu kennen. Das spielt eine große Rolle, man sollte verstehen, wie die Menschen gelebt haben."
Angelo Glashagel
Dr. Cornelia Klose präsentierte die Ausstellung zur friedlichen Revolution beim Bildungsträger IWK (Foto: Angelo Glashagel)
Dr. Cornelia Klose präsentierte die Ausstellung zur friedlichen Revolution beim Bildungsträger IWK (Foto: Angelo Glashagel)
Dr. Cornelia Klose präsentierte die Ausstellung zur friedlichen Revolution beim Bildungsträger IWK (Foto: Angelo Glashagel)
Autor: red

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