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Mo, 14:14 Uhr
13.03.2017
Beteiligung der Öffentlichkeit beginnt

Winkelberg soll Naturschutzgebiet werden

Der BUND Thüringen begrüßt den Start der Öffentlichkeitsbeteiligung für ein eigenes Naturschutzgebiet „Winkelberg“ über 19,9 Hektar in der Rüdigsdorfer Schweiz...


Damit werde ein wichtiger Schritt zum Schutz eines Kerngebietes des Südharzer Gipskarst realisiert. Gleichzeitig fordert der Verband eine Ausweisung der gesamten Südharzer Gipskarstlandschaft als Biosphärenreservat, um eine dauerhaft nachhaltige Entwicklung der Region zu gewährleisten.

„Mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wird den Plänen der Casea GmbH dauerhaft ein Riegel vorgeschoben“, sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Seit unserer Gründung in 1990 kämpfen wir gemeinsam mit den Bürgern in der Region um das Herz der Südharzer Gipskarstlandschaft. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Umweltministerium jetzt endlich das Verfahren zur Ausweisung des Winkelbergs als Naturschutzgebiet umsetzt und damit ein Naturparadies der Extraklasse vor dem Raubbau durch die Gipsindustrie rettet.“

Die Rüdigsdorfer Schweiz nimmt als letztes zusammenhängendes Gipskarstgebiet eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu allen anderen Karstgebieten im Südharz, die durch großflächige Gipssteinbrüche zerstückelt sind, bildet die Rüdigsdorfer Schweiz eine noch intakte landschaftliche Einheit. Das Gebiet beherbergt einen immensen Reichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Der Winkelberg bildet mit Trockenrasen, Streuobstwiesen, Magerwiesen sowie Birken- und Eichenwälder das Herzstück innerhalb der Rüdigsdorfer Schweiz und der gesamten Gipskarstlandschaft. Der Gipsabbau würde diese Naturschätze unwiederbringlich zerstören.

„Die Ausweisung des Winkelbergs als Naturschutzgebiet ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung, doch der Weg ist noch lange nicht zu Ende“, so Hoffmann. „Jetzt müssen weitere Schutzgebiete folgen, wie z.B. im „Hasenwinkel“ bei Ellrich und im „Bromberg“ bei Woffleben. Nachhaltig kann die Südharzer Gipskarstlandschaft zudem nur als großflächiges Biosphärenreservat geschützt werden. Dieser einzigartige Schatz der Natur darf nicht den Wirtschaftsinteressen einzelner Gips-Unternehmen zum Opfer fallen, sondern muss auch für nachfolgende Generationen gesichert werden.“
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