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So, 12:19 Uhr
12.03.2017
Regionalliga-Volleyball VC Dresden II - SVC

Klassenerhalt: SVC jubelt trotz Niederlage

Samstag, 19.45 Uhr: Auf der Ergebnisseite der Volleyball-Regionalliga ist es noch relativ ruhig. Wenngleich die Anspannung vor dem heimischen Laptop von Minute zu Minute steigt. Mit dem rechten Zeigefinger wird die F5-Taste regelrecht malträtiert. Keine Veränderung...

Jubel bei den SVC-Männern (Foto: Sandra Arm) Jubel bei den SVC-Männern (Foto: Sandra Arm)

Hinter der Ansetzung erscheint immer wieder der blaue Kreis mit dem i, es steht für Information, in der Mitte. Die erlösende Information erscheint um 19:57 auf dem Display des Laptops. Der SVC Nordhausen verliert am vorletzten Spieltag beim VC Dresden II mit 2:3 (21:25, 26:24, 16:25, 25:21, 11:15).

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Die Niederlage stürzte das Team von Trainer Alexander Metelski am vorletzten Spieltag keinesfalls ins Tal der Tränen. Bereits nach dem vierten Satz herrschte beim SVC ausgelassene Jubelstimmung. Die Freude musste einfach heraus. "Wir haben uns nur noch in den Armen gelegen", sagte Routinier Dominik Rieger. Mit dem 2:2-Satzausgleich war der SVC am Ziel seiner Träume. Den Nordhäusern fehlte lediglich ein Zähler, um das Saisonziel perfekt zu machen.

Der angestrebte Klassenerhalt war bei diesem Satzstand vorzeitig erreicht. Im Tie-Break hatten die Nordhäuser zwischenzeitlich mit 10:8 geführt, gaben diese aber noch aus der Hand. "Das war uns in diesem Moment egal. Für uns war nach dem vierten Satz klar, wir haben den noch fehlenden Punkt und der ganze Aufwand der vergangenen Monate hat sich gelohnt." In den Freudentaumel nach dem Klassenerhalt mischten sich zugleich Verletzungssorgen.

Schrecksekunde im vierten Durchgang: Chris Kampmeyer und Tobias König wollten den Ball, es stand 17:18, abwehren und prallten unglücklich ineinander. In der medizinischen Auszeit wurde Kampmeyers rechter Daumen bandagiert. Beim Zusammenprall verletzte sich König am rechten Ellenbogen, der dick und anschließend gekühlt wurde. Beide gaben nach der Behandlungspause das Signal zum Weiterspielen. "Das ist das, was die Mannschaft auszeichnet. Sie steht zusammen und kämpft bis zum Schluss. Großes Lob speziell an die beiden, wie sie trotz ihrer Verletzung durchgezogen haben", sagte Rieger. Eine endgültige Diagnose steht bei beiden noch aus.

Die Schmerzen unterdrückte König, der im vierten Satz für den entscheidenden Punkt zum 25:21 sorgte. "Ihm gebührt meine große Anerkennung", lobte Rieger die Leistung seines Mitspielers. Vor dem erlösenden Satzgewinn flatterten in den vorherigen Durchgängen gehörig die Nerven. Der Start in die Partie verlief holprig. Es fehlte die Körperspannung, Angst machte sich breit - der erste Satz ging mit 21:25 verloren. Im zweiten lag der SVC beim Stand von 15:8 fast aussichtslos mit sieben Zählern zurück. "Wir haben nie aufgegeben und verbissen gekämpft", verwies Rieger auf die mannschaftliche Geschlossenheit. Die Aufholjagd mündete beim 23:24 in den Satzball, der von den Dresdnern abgewehrt wurde. Für die Punkte zum Satzgewinn sorgten Andreas Otten mit einem Aufschlag-Ass und Kampmeyer mit einem Einer-Block.

Der SVC zeigte sich in der Annahme stabiler, die Aufschläge kamen druckvoller und es wurden nicht so viele verschlagen. Nachdem der dritte Durchgang klar mit 25:16 an den Gastgeber ging, mobilisierten die Nordhäuser im vierten Satz all ihr Kräfte. Sie führten anfangs mit 4:2 und 6:3. Das Flattern begann in der Schlussphase, als sich Dresden zum 20:20-Ausgleich herankämpfte. Den entscheidenden Punkt markierte König, der für den erlösenden Moment beim SVC sorgte. Die Pflicht ist erfüllt, die Kür erfolgt zum Saisonfinale am Samstag, 18. März um 19.30 Uhr gegen den VSV Oelsnitz in der heimischen Wiedigsburghalle.
Sandra Arm

SVC: Roman Metelski, Michael Feitsch, Jaspar Gemperlein, Dominik Rieger, Chris Kampmeyer, Andreas Otten, Matthias Gäpler, Patrick Ohm, Tobias König
Autor: red

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