Mo, 07:55 Uhr
06.03.2017
Jahreslehrgang
Die Nordhäuser Selbstverteidiger
Bei herrlichem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen fand am vergangenen Samstag beim Karate-Do-Kwai Nordhausen in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums der schon traditionelle Jahres-Lehrgang der SaCO-Selbstverteidigung statt...
Die Nordhäuser Selbstverteidiger (Foto: S. Schröter)
Fast 50 Kampfkunstinteressierte aus 15 Vereinen und 5 Bundesländern Deutschlands folgten der Einladung des Cheftrainers Frank Pelny (6. DAN Karate, 5. DAN Ryûkyû Kobudô, 4. MG SaCO). Unterstützt wurde er auch diesmal wieder vom Leipziger Sebastian Edelmann, selbst Diplomsportlehrer und Meister in Karate, SaCO und Kobudô. Diesjähriges Thema war das Tonfa - ein kurzer Stock mit dem charakteristischen angesetzten Griffstück.
Ursprünglich diente es im asiatischen Raum als Kurbel für eine kleine Reismühle, war also ein alltägliches Werkzeug und keine eigentliche Waffe. In der heutigen Form wird es unter verschiedenen Bezeichnungen (z. B. MES, Police Baton) bei vielen Polizeieinheiten und Sicherheitsdiensten auf der ganzen Welt als Hilfsmittel eingesetzt. Im System der SaCO-Selbstverteidigung reiht sich das Tonfa neben Stock, Tessen und Messer methodisch in das Lehrprogramm ein.
Doch zuerst begann der Lehrgang mit einer knackigen, aber auf das Thema zugeschnittenen Erwärmung. Schließlich müssen Körper und Geist auf das eigentliche Training gut vorbereitet werden um die besten Erfolge zu erzielen, aber auch um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Beim Training mit Waffen gilt es nämlich nicht nur sich selbst, sondern ebenso das zusätzliche Gerät zu kontrollieren und effektiv einzusetzen. Dies lernt sich sehr gut mit einem festgelegten Drill, der zur Festigung beliebig oft wiederholt werden kann. Um sich dem Ziel der Waffenbeherrschung zu nähern, zerlegten die Trainer den Ablauf zunächst in einzelne Angriffs- und Verteidigungstechniken. Nach einer verdienten Pause wurden diese Teile dann wieder zu einer Serie, bestehend aus insgesamt 10 Kombinationen, verknüpft.
Nachdem die Grundlagen zur Handhabung des Tonfa ausreichend gefestigt waren, gingen die Kämpfer zur praktischen Anwendung über. Vermittelt wurden sowohl Transporttechniken unter Einsatz der Waffe, als auch die Abwehr damit gegen Angreifer in realistischen Situationen. Dazwischen gab es auch noch einen Theorieteil mit einem aktuellen Überblick über handelsübliche Hilfsmittel zur Selbstverteidigung sowie die rechtlichen Grundlagen inklusive Waffengesetz.
Die Nordhäuser Selbstverteidiger (Foto: S. Schröter)
Zum Schluss stand dann noch ein weiteres interessantes Thema auf dem Plan. Es ging hierbei um den sogenannten Antanz-Trick. Dabei versuchen der oder die Täter sich dem Opfer durch vorgetäuschte Fröhlichkeit zu nähern, Körperkontakt herzustellen und es dabei zu bestehlen. Didaktisch logisch lernten und übten die Lehrgangsteilnehmer zunächst Varianten dieser Form des Trickdiebstahls. Nur wenn man die Vorgehensweise versteht, kann man auch Strategien zur Prävention oder Verteidigung entwickeln beziehungsweise anwenden.
Geschafft aber hochzufrieden über das Erlernte traten die Teilnehmer am späten Nachmittag dann wieder den Heimweg an. Und ganz sicher hat sich der Eine oder Andere schon vorgenommen, auch 2018 dem Dojo (Übungsraum) des Karate-Do-Kwai Nordhausen wieder einen Besuch abzustatten.
Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining. In der Sportart Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte, Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport heran geführt.
Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums (Oberstufe) in der Blasiistraße vorbeischauen.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen
Autor: red
Die Nordhäuser Selbstverteidiger (Foto: S. Schröter)
Fast 50 Kampfkunstinteressierte aus 15 Vereinen und 5 Bundesländern Deutschlands folgten der Einladung des Cheftrainers Frank Pelny (6. DAN Karate, 5. DAN Ryûkyû Kobudô, 4. MG SaCO). Unterstützt wurde er auch diesmal wieder vom Leipziger Sebastian Edelmann, selbst Diplomsportlehrer und Meister in Karate, SaCO und Kobudô. Diesjähriges Thema war das Tonfa - ein kurzer Stock mit dem charakteristischen angesetzten Griffstück.
Ursprünglich diente es im asiatischen Raum als Kurbel für eine kleine Reismühle, war also ein alltägliches Werkzeug und keine eigentliche Waffe. In der heutigen Form wird es unter verschiedenen Bezeichnungen (z. B. MES, Police Baton) bei vielen Polizeieinheiten und Sicherheitsdiensten auf der ganzen Welt als Hilfsmittel eingesetzt. Im System der SaCO-Selbstverteidigung reiht sich das Tonfa neben Stock, Tessen und Messer methodisch in das Lehrprogramm ein.
Doch zuerst begann der Lehrgang mit einer knackigen, aber auf das Thema zugeschnittenen Erwärmung. Schließlich müssen Körper und Geist auf das eigentliche Training gut vorbereitet werden um die besten Erfolge zu erzielen, aber auch um das Verletzungsrisiko zu minimieren. Beim Training mit Waffen gilt es nämlich nicht nur sich selbst, sondern ebenso das zusätzliche Gerät zu kontrollieren und effektiv einzusetzen. Dies lernt sich sehr gut mit einem festgelegten Drill, der zur Festigung beliebig oft wiederholt werden kann. Um sich dem Ziel der Waffenbeherrschung zu nähern, zerlegten die Trainer den Ablauf zunächst in einzelne Angriffs- und Verteidigungstechniken. Nach einer verdienten Pause wurden diese Teile dann wieder zu einer Serie, bestehend aus insgesamt 10 Kombinationen, verknüpft.
Nachdem die Grundlagen zur Handhabung des Tonfa ausreichend gefestigt waren, gingen die Kämpfer zur praktischen Anwendung über. Vermittelt wurden sowohl Transporttechniken unter Einsatz der Waffe, als auch die Abwehr damit gegen Angreifer in realistischen Situationen. Dazwischen gab es auch noch einen Theorieteil mit einem aktuellen Überblick über handelsübliche Hilfsmittel zur Selbstverteidigung sowie die rechtlichen Grundlagen inklusive Waffengesetz.
Die Nordhäuser Selbstverteidiger (Foto: S. Schröter)
Zum Schluss stand dann noch ein weiteres interessantes Thema auf dem Plan. Es ging hierbei um den sogenannten Antanz-Trick. Dabei versuchen der oder die Täter sich dem Opfer durch vorgetäuschte Fröhlichkeit zu nähern, Körperkontakt herzustellen und es dabei zu bestehlen. Didaktisch logisch lernten und übten die Lehrgangsteilnehmer zunächst Varianten dieser Form des Trickdiebstahls. Nur wenn man die Vorgehensweise versteht, kann man auch Strategien zur Prävention oder Verteidigung entwickeln beziehungsweise anwenden.
Geschafft aber hochzufrieden über das Erlernte traten die Teilnehmer am späten Nachmittag dann wieder den Heimweg an. Und ganz sicher hat sich der Eine oder Andere schon vorgenommen, auch 2018 dem Dojo (Übungsraum) des Karate-Do-Kwai Nordhausen wieder einen Besuch abzustatten.
Allen Interessierten bietet der Karate-Do-Kwai Nordhausen ein 4-wöchiges kostenloses Probetraining. In der Sportart Karate gibt es verschiedene, nach Alter gestaffelte, Trainingsgruppen für Kinder, Erwachsene und auch eine eigene Senioren-Gruppe. Für Kobudô (Waffenkarate) und SaCO-Selbstverteidigung muss man das 14. Lebensjahr schon erreicht haben. Karate-Aerobic ist gerade bei Frauen sehr beliebt und ideal für die Verbesserung der Fitness geeignet. Außerdem gibt es noch eine Übungsgruppe Qi-Gong. Die Kleinsten (4-7 Jahre) werden entwicklungsgerecht in der Ninja-Kids Gruppe an den Sport heran geführt.
Information bekommt man im Internet unter www.karate-nordhausen.de, per Telefon NDH 60 47 36 oder einfach mal zu den Trainingszeiten in der Sporthalle des Humboldt-Gymnasiums (Oberstufe) in der Blasiistraße vorbeischauen.
Sven Schröter, Karate-Do-Kwai Nordhausen





