So, 22:15 Uhr
05.03.2017
Volleyball-Regionalliga SVC - Erfurter VC
Reine Nervensache: SVC verliert Fünf-Satz-Krimi
Was für ein Nervenspiel, was für eine Dramatik: 121 Minuten nervenaufreibende Minuten lagen hinter den Regionalliga-Volleyballer des SVC Nordhausen, als das Ergebnis endlich feststand. Es sorgte beim Team von Trainer Alexander Metelski weniger für Freudensprünge, als für nachdenkliche Minen. Es verlor gegen den Erfurter VC mit 2:3 (21:25, 25:16, 26:24, 19:25, 10:15)...
Chris Kampmeyer (SVC) im Angriff (Foto: Chr. Keil)
Die Bühne war gerichtet, die Halle bestuhlt. Auf Grund der Handball-Champions-League mussten die Volleyballer in die Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) ausweichen. Und dieses alte "neue" Wohnzimmer verwandelte sich in einen Hexenkessel. Die Flüchtlings-Volleyballer aus Eritrea heizten mit Trommelschläge ordentlich ein. Sie gaben rhythmisch den Takt vor.
Die Kulisse großartig: 240 Zuschauer wollten sich die Partie nicht entgehen lassen. Für beide Mannschaften ging es um nicht weniger als den Ligaverbleib. Mit einem Sieg hätte der SVC ihn vorzeitig feiern können. An ein klares 3:0 dachte Dominik Rieger keineswegs. Wohl eher daran das Ergebnis aus dem Hinspiel, der SVC gewann mit 3:1, zu bestätigen. Nicht ausgeschlossen, dass dem Routinier des Teams eine leise Vorahnung beschlich, dass es bei der Neuauflage noch dramatischer zugehen sollte.
Die Partie versprach Spannung - und die Zuschauer bekamen sie. Ob sie nun wollten oder nicht. Im ersten Durchgang wackelte beim Gastgeber etwas die Annahme. Nachdem der SVC schon mit neun Punkten zurücklag, kämpfte er sich wieder heran. Doch die Erfurter brachten den Vorsprung ins Ziel. Nach einem souveränen Satzgewinn des SVC im zweiten Durchgang waren im dritten die kämpferischen Qualitäten gefragt. Aufatmen - der Gastgeber setzte sich knapp durch.
Die Nordhäuser gingen mit einer 2:1-Satzführung in den vierten Durchgang. Immer wieder forderten die Spieler die Unterstützung der Zuschauer, weil auch sichtlich die Kräfte und die Konzentration schwanden. Das Publikum war umso mehr gefordert, um zusätzliche Kräfte freizusetzen. Die Erfurter präsentierten sich in einigen Situationen etwas frischer und cleverer. Zudem brachten die druckvollen Aufschläge wertvolle Punkte sowie den 2:2-Ausgleich.
Wer hat die besseren Nerven? Wer macht die wenigsten Fehler? Der Tie-Break brachte die Antworten. Die Erfurter überzeugten mit einem starken Block sowie druckvollen Aufschlägen, die der SVC in der Annahme nicht kontrollierten konnten. So enteilte der Gast schnell zum 7:1. Kampflos gab sich der Gastgeber keineswegs geschlagen, er kämpfte sich zurück ins Spiel und verkürzte zum 6:8. Ein zu risikoreicher Aufschlag und ein zu ungenauer Angriff, beide landeten im Aus, brachten die Erfurter zurück ins Spiel. Zumeist waren es individuelle Fehler, die den SVC um den verdienten Lohn brachten.
Gejubelt haben am Ende die Erfurter, die sich zwei Zähler sicherten. Für den Gastgeber brachte die 2:3-Niederlage noch einen Punkt. "Zwei Zähler wären natürlich schöner gewesen, aber mit einem Zähler bin ich auch nicht ganz unzufrieden", sagte Rieger. In der Tabelle verteidigte der SVC den siebten Tabellenplatz. Bei noch zwei ausstehenden Punktspielen fehlt den Nordhäusern noch ein Punkt, um das Saisonziel fix zu machen. Das Zittern geht weiter.
Sandra Arm
SVC: Gregor Hesse, Matthias Gäpler, Ben Bierwisch, Roman Metelski, Andreas Otten, Chris Kampmeyer, Patrick Ohm, Jaspar Gemperlein, Tobias König, Dominik Rieger, Michael Feitsch
Autor: red
Chris Kampmeyer (SVC) im Angriff (Foto: Chr. Keil)
Die Bühne war gerichtet, die Halle bestuhlt. Auf Grund der Handball-Champions-League mussten die Volleyballer in die Sporthalle der Käthe-Kollwitz-Schule (KKS) ausweichen. Und dieses alte "neue" Wohnzimmer verwandelte sich in einen Hexenkessel. Die Flüchtlings-Volleyballer aus Eritrea heizten mit Trommelschläge ordentlich ein. Sie gaben rhythmisch den Takt vor.
Die Kulisse großartig: 240 Zuschauer wollten sich die Partie nicht entgehen lassen. Für beide Mannschaften ging es um nicht weniger als den Ligaverbleib. Mit einem Sieg hätte der SVC ihn vorzeitig feiern können. An ein klares 3:0 dachte Dominik Rieger keineswegs. Wohl eher daran das Ergebnis aus dem Hinspiel, der SVC gewann mit 3:1, zu bestätigen. Nicht ausgeschlossen, dass dem Routinier des Teams eine leise Vorahnung beschlich, dass es bei der Neuauflage noch dramatischer zugehen sollte.
Die Partie versprach Spannung - und die Zuschauer bekamen sie. Ob sie nun wollten oder nicht. Im ersten Durchgang wackelte beim Gastgeber etwas die Annahme. Nachdem der SVC schon mit neun Punkten zurücklag, kämpfte er sich wieder heran. Doch die Erfurter brachten den Vorsprung ins Ziel. Nach einem souveränen Satzgewinn des SVC im zweiten Durchgang waren im dritten die kämpferischen Qualitäten gefragt. Aufatmen - der Gastgeber setzte sich knapp durch.
Die Nordhäuser gingen mit einer 2:1-Satzführung in den vierten Durchgang. Immer wieder forderten die Spieler die Unterstützung der Zuschauer, weil auch sichtlich die Kräfte und die Konzentration schwanden. Das Publikum war umso mehr gefordert, um zusätzliche Kräfte freizusetzen. Die Erfurter präsentierten sich in einigen Situationen etwas frischer und cleverer. Zudem brachten die druckvollen Aufschläge wertvolle Punkte sowie den 2:2-Ausgleich.
Wer hat die besseren Nerven? Wer macht die wenigsten Fehler? Der Tie-Break brachte die Antworten. Die Erfurter überzeugten mit einem starken Block sowie druckvollen Aufschlägen, die der SVC in der Annahme nicht kontrollierten konnten. So enteilte der Gast schnell zum 7:1. Kampflos gab sich der Gastgeber keineswegs geschlagen, er kämpfte sich zurück ins Spiel und verkürzte zum 6:8. Ein zu risikoreicher Aufschlag und ein zu ungenauer Angriff, beide landeten im Aus, brachten die Erfurter zurück ins Spiel. Zumeist waren es individuelle Fehler, die den SVC um den verdienten Lohn brachten.
Gejubelt haben am Ende die Erfurter, die sich zwei Zähler sicherten. Für den Gastgeber brachte die 2:3-Niederlage noch einen Punkt. "Zwei Zähler wären natürlich schöner gewesen, aber mit einem Zähler bin ich auch nicht ganz unzufrieden", sagte Rieger. In der Tabelle verteidigte der SVC den siebten Tabellenplatz. Bei noch zwei ausstehenden Punktspielen fehlt den Nordhäusern noch ein Punkt, um das Saisonziel fix zu machen. Das Zittern geht weiter.
Sandra Arm
SVC: Gregor Hesse, Matthias Gäpler, Ben Bierwisch, Roman Metelski, Andreas Otten, Chris Kampmeyer, Patrick Ohm, Jaspar Gemperlein, Tobias König, Dominik Rieger, Michael Feitsch


