eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mo, 15:23 Uhr
30.01.2017
Moderne Technik am Südharz Klinikum

Wellen geben Auskunft

Seit einer Woche verfügt das Institut für Radiologie am Nordhäuser Südharz Klinikum über eine neues Ultraschall-Gerät. Mit diesem Gerät ergeben sich komplett neue Diagnose-Methoden...

Wellen geben Auskunft (Foto: SHK) Wellen geben Auskunft (Foto: SHK)
Zum Beispiel kann man die Härte eines Organs durch den Ultraschall unter Nutzung der sogenannten (Scher-)Wellen bestimmen, erklärt Chefarzt Prof. Dr. Ansgar Malich.

Anzeige symplr (1)
“Man kann diese Wellen, die bei der Beschallung entstehen, mit denen vergleichen, die auf der Wasseroberfläche entstehen, wenn ein Stein in das Wasser hineingeworfen wird. Diese Scherwellen führen zu einer untersucherunabhängigen minimalen Deformierung der durchschallten Organe oder der tumorsuspekten Befunde. Aus dieser Verformung kann man die Elastizität/die Härte von Drüsen, Organen oder pathologischen Arealen bestimmen und daraus entsprechend weitere Schlussfolgerungen ableiten.”

Das neue Gerät stellt somit in der gesamten Bandbreite seiner Möglichkeiten eine neuartige herausragende Entscheidungshilfe dar. Vorzugsweise können so neben verschiedenen Tumoren auch Befunde der Schilddrüse oder der Fibrosegrad der Leber untersucherunabhängig begutachtet werden. Für den Patienten gibt es den entscheidenden Vorteil einer noch gezielteren Befundung und damit verbunden: weniger ansonsten nötiger interventioneller Eingriffe.

Doch das Ultraschall-Gerät kann noch mehr. „Künftig werden wir auch sogenannte Fusionsbiopsien anbieten. Das Ultraschallgerät kann bestimmte anatomische Strukturen automatisch erkennen und diese mit MR- oder CT-Bildern vereinen, so dass eine Biopsie dann im Ultraschall erfolgen kann und dennoch Bilder aus dem MRT helfen, den eigentlichen Tumor zu sehen, als Überlagerung des Ultraschallbilds“.

“Mit diesen neuen Möglichkeiten werden wir uns in der Radiologie in den kommenden Wochen ausführlich und eingehend befassen“, sagt der Institutschef. Insgesamt werden wir so der deutlich steigenden Nachfrage nach radiologischen Sonografien gerecht, im Jahr 2016 hatten wir allein in der Radiologie über 3.500 Ultraschalluntersuchungen.

Die schließlich gewonnenen Erfahrungen wird das radiologische Team des Südharz Klinikums zum diesjährigen Europäischen Röntgenkongress nach Wien mitnehmen. Dort werden die Nordhäuser mit sechs wissenschaftlichen Veröffentlichungen von den Ergebnissen am Südharz Klinikum berichten. Sie werden unter anderem die Ergebnisse von 1.500 Untersuchungen am Ganzkörper MRT vorstellen, bei denen der gesamte Körper in bis zu 2 mm dünnen Schichten von Kopf bis Fuß gescannt wird auf der Suche nach Tumoren, was im radiologischen Institut sehr häufig bei Patienten, die an einem Tumor leiden, in der sogenannten Nachsorge angeboten wird.

Außerdem werden neue Erkenntnisse über bestimmte neue Messwerte zur Beurteilung von Brust- und Prostatatumoren im MRT mithilfe verschiedener dynamischer Kontrastmittelverfahren den Europäischen Kollegen vorgestellt. Insgesamt ungefähr 25.000 Teilnehmer werden bei diesem größten und wichtigsten europäischen radiologischen Kongress erwartet.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)