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So, 12:33 Uhr
29.01.2017
Kunsthaus Meyenburg

„Faustische Verabredungen“

Kaum hat das neue Jahr begonnen, da präsentiert das Nordhäuser Kunsthaus Meyenburg schon das erste Highlight. Nämlich einen inzwischen deutschlandweit bekannten Künstler. Die Rede ist von keinem Geringeren als den in der Rolandstadt geborenen und schon viele Jahre in Sondershausen beheimateten Künstler Gerd Mackensen. Am Samstag war die Vernissage. Unter die riesige Zahl der Fans hatte sich auch wieder die nnz gemischt…

Gerd Mackensen und eine Besucherin der Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus) Gerd Mackensen und eine Besucherin der Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
„Satanisches Feuer auf mondgelben Pfaden – Faustische Verabredungen“ - so lautet der Titel seiner aktuellen Präsentation. Insgesamt 99 Werke, darunter 80 in jüngster Zeit geschaffene, zeigt das Kunsthaus vom „Doyen der Thüringer Kunst“ für ganze zwei Monate. Malerei, Druckgrafik und Skulptur – alles ist vertreten. Thematischer Schwerpunkt aber bildet diesmal Goethes „Faust“.

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Eröffnet wurde der Abend durch Nordhausens Bürgermeisterin Jutta Kraut (SPD). Sie war des Lobes voll über das einstige Museum, das seit 15 Jahren als Kunsthaus agiert und nach ihren Worten „seine Bedeutung längst über die Kreisgrenzen hinaus erlangt hat“. Auch in Zeiten knapper Kassen dürfe das künstlerische Leben nicht zum Erliegen kommen, mahnte sie und dankte in diesem Zusammenhang den vielen Sponsoren für ihre tatkräftige Unterstützung. Zudem gab sie ihrer Hoffnung auf ein gleichbleibendes hohes Niveau der künftigen Ausstellungen Ausdruck und lobte das Team des Kunsthauses und deren Leiterin Susanne Hinsching. Diese sei „ein Garant für das Kunsthaus“.

Susanne Hinsching verwies in ihrer Laudatio darauf, dass es in der neuen Schau vor allem die Figuren Teufel und Weib sind, die sich begegnen und auseinandersetzen. Mackensen werfe die Frage auf, ob möglicherweise der Teufel die eigentliche Triebkraft des Menschen sei. In der Tat spiegelt sein Kunst die Auseinandersetzungen zwischen den Stärken und Schwächen des Menschen wider.

Hinsching beschrieb die Herangehensweise und die Techniken des Künstlers, der gerne mit Farbe und Formen experimentiert und setzte sich mit zahlreichen ausgestellten Werken auseinander. Abstrakte expressiv-farbige Flächen, die besonders bei seinen großformatigen Gemälden herausstechen, wie auch gegenständliche Arbeiten sind sein Aushängeschild. Landschaften, besinnlich-romantisch, oder auch Freches und Provokantes fehlen auch diesmal nicht.

Mackensen selbst meint mit Bezug auf seine Ausstellung: „Jede Verabredung hat etwas Unbestimmtes. Man muss sich auf Verabredungen einlassen. Jedem ist selbst überlassen, mit wem.“

Seine Vielseitigkeit ist es eben, die ihn seit Jahrzehnten auszeichnet. Und eben auch in dieser Schau. „Macke“ - wie ihn liebevoll seine Verehrer nennen – ist halt ein Macher, der auf seine Weise „ranklotzt“. Kein Wunder, dass Mackensens künstlerische Arbeiten sowohl in vielen öffentlichen Einrichtungen wie auch bei privaten Sammlern zu finden sind. Passend zum Thema der Ausstellung präsentierten die Mitglieder des Seniorentheaters „Die Silberdisteln“ Manfred Baumann und Wolfgang Hartmann eine (leicht abgewandelte) Szene aus „Faust I“, die mit freundlichem Beifall bedacht wurde.

Der Künstler und seine Gattin waren an diesem Abend stets umringt von wissbegierigen Besuchern, die mit ihnen das Gespräch suchten und sich über die gelungene Eröffnung freuten. Und der Künstler selbst faszinierte – wie immer – durch seine heitere Bescheidenheit.

Ansehen kann man sich die Mackensen-Schau bis einschließlich 26. März 2017. Das Nordhäuser Kunsthaus in der Alexander-Puschkin-Str. 31 ist jeweils Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet.
Hans-Georg Backhaus
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
Faustische Vernissage (Foto: Hans-Georg Backhaus)
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