Mi, 12:13 Uhr
25.01.2017
Erste Sitzung im "Nordhaus"
Nicht nur meckern, auch mittun
Als das Seniorenbegegnungszentrum in Nordhausen Nord geschlossen wurde, war die Aufregung groß. So mancher warf sich in die Bresche, auch der Seniorenbeirat der Stadt. Die Kritik hat gefruchtet, heute konnte die Damen und Herren der Seniorenvertretung ihre erste Sitzung im neuen Begegnungszentrum abhalten...
Kurz vor Weihnachten war das Haus wieder voll - unter dem Beisein zahlreicher Gäste eröffneten Stadt und Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) das "Nordhaus". In den Räumen des alten Seniorenbegegnungszentrums soll ein neuer Treffpunkt für Junge und Alte, Einheimische und Neuankömmlinge entstehen.
Das es soweit gekommen ist hatte man auch der beständigen Einmischung des Seniorenbeirats zu verdanken, der dem nachvollziehbaren Unmut der älteren Mitbürger nach der Schließung des alten Zentrums eine Stimme gegeben hatte. Heute nun traf man sich zur ersten ordentlichen Sitzung des neuen Jahres in den neuen, alten Räumen. Man müsse den Finger immer wieder auf solche Wunden legen, hieß es bei dem Treffen, man müsse darauf achten, dass aus "sozialem Gerede", nicht "soziales Gewäsch" werde. Die Stadt habe abseits der finanziellen Situation auch eine soziale Verpflichtung ihren älteren Mitbürgern gegenüber.
Dabei wolle man aber nicht nur meckern, sondern vor allem mittun. "Wir wollen Einfluss nehmen. Aber nicht im Sinne einer Opposition, sondern im Sinne der Kooperation", sagte etwa Beiratsmitglied Jürgen Hahnemann. Die Eröffnung des "Nordhaus" sei ein positives Zeichen und viele Senioren seien sehr froh darüber, dass die Türen nun wieder offen stehen. "Ich bewundere das was die SWG hier geleistet hat und die sich hier als wirtschaftlich orientiertes Unternehmen auch sozial eingebracht haben", sagte Hahnemann.
Mit dem Ende des alten Seniorenbegegnungszentrums war nicht nur ein Treffpunkt sondern auch ein Veranstaltungsort verloren gegangen. Inzwischen sind die meisten der Gruppen, die im alten Zentrum aktiv waren, die Sänger und Tänzer, der Englischkurs, die Patchworker, Yogafreunde, Gedächtnisgruppen, der Frauenchor und einige mehr, wieder zurückgekehrt. Das sie mit der Hausleiterin Frau Ullrich auf ein bekanntes und vertrautes Gesicht treffen, auch das darf der Seniorenbeirat für sich als Erfolg verbuchen.
Die Idee, die hinter dem Nordhaus steht, sei für die SWG und ihre Kooperationspartner "ein Novum", sagte Bernd Stodolka, der bei der SWG für die neue Einrichtung zuständig ist, "wir sind noch nicht voll dort wo wir sein wollen, aber wir sind auf einem guten Weg." Im großen Saal müssen noch arbeiten durchgeführt und die Küche eingebaut werden. Zur Zeit befinde man sich im Teilbetrieb, bis alles fertig ist werde es noch etwas dauern, so Stodolka.
Das noch nicht alles perfekt ist, dafür hat man im Beirat Verständnis, das "Nordhaus" zu etablieren brauche Geduld und Zeit. Und vielleicht noch einen weiteren Mitarbeiter, dem man Frau Ullrich an die Seite stellen könnte. Unklarheit herrsche auch noch bezüglich der Preise. Das dass "Nordhaus" nicht völlig kostenlos arbeiten könne, das hatte SWG-Chefin Inge Klaan schon zur Eröffnung deutlich gemacht.
Grundsätzlich stehe das Preisgerüst inwzischen fest, erklärte Bernd Stodolka, man arbeite mit einem kombinierten System das zwischen Raummieten und Benutzergruppen unterscheide. Dabei habe man die Konditionen übernommen, die zuletzt auch im Regenbogenhaus in Nordhausen Ost galten. Die Raummiete hänge von den jeweiligen Gegebenheiten ab, perspektivisch plane man zum Beispiel mit Mieten von 10 Euro am Tag für ein Büro oder 120 Euro am Tag für den großen Saal.
Den Seniorenbeirat werden im laufenden Jahr noch andere Themen beschäftigen, man geht auf das 20. Jubiläum des Beirates zu. Im Februar hat sich Oberbürgermeister Zeh als Besucher angekündigt, eines der beiden jährlichen Treffen bei denen die Senioren mit der Verwaltung ins Gespräch kommen. Auf dem Plan steht auch der Aufbau einer Seniorenakademie bei dem man beratend zur Seite stehen will und auch die einzelnen Pflegeheime und Betreuungseinrichtungen will man im Laufe der kommenden Monate besuchen.
Als nächste Veranstaltung im "Nordhaus" steht ein Vortrag zum neuen "Pflegestärkungsgesetz" am 15.2. um 10:00 Uhr auf dem Programm.
Angelo Glashagel
Autor: redKurz vor Weihnachten war das Haus wieder voll - unter dem Beisein zahlreicher Gäste eröffneten Stadt und Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) das "Nordhaus". In den Räumen des alten Seniorenbegegnungszentrums soll ein neuer Treffpunkt für Junge und Alte, Einheimische und Neuankömmlinge entstehen.
Das es soweit gekommen ist hatte man auch der beständigen Einmischung des Seniorenbeirats zu verdanken, der dem nachvollziehbaren Unmut der älteren Mitbürger nach der Schließung des alten Zentrums eine Stimme gegeben hatte. Heute nun traf man sich zur ersten ordentlichen Sitzung des neuen Jahres in den neuen, alten Räumen. Man müsse den Finger immer wieder auf solche Wunden legen, hieß es bei dem Treffen, man müsse darauf achten, dass aus "sozialem Gerede", nicht "soziales Gewäsch" werde. Die Stadt habe abseits der finanziellen Situation auch eine soziale Verpflichtung ihren älteren Mitbürgern gegenüber.
Dabei wolle man aber nicht nur meckern, sondern vor allem mittun. "Wir wollen Einfluss nehmen. Aber nicht im Sinne einer Opposition, sondern im Sinne der Kooperation", sagte etwa Beiratsmitglied Jürgen Hahnemann. Die Eröffnung des "Nordhaus" sei ein positives Zeichen und viele Senioren seien sehr froh darüber, dass die Türen nun wieder offen stehen. "Ich bewundere das was die SWG hier geleistet hat und die sich hier als wirtschaftlich orientiertes Unternehmen auch sozial eingebracht haben", sagte Hahnemann.
Mit dem Ende des alten Seniorenbegegnungszentrums war nicht nur ein Treffpunkt sondern auch ein Veranstaltungsort verloren gegangen. Inzwischen sind die meisten der Gruppen, die im alten Zentrum aktiv waren, die Sänger und Tänzer, der Englischkurs, die Patchworker, Yogafreunde, Gedächtnisgruppen, der Frauenchor und einige mehr, wieder zurückgekehrt. Das sie mit der Hausleiterin Frau Ullrich auf ein bekanntes und vertrautes Gesicht treffen, auch das darf der Seniorenbeirat für sich als Erfolg verbuchen.
Die Idee, die hinter dem Nordhaus steht, sei für die SWG und ihre Kooperationspartner "ein Novum", sagte Bernd Stodolka, der bei der SWG für die neue Einrichtung zuständig ist, "wir sind noch nicht voll dort wo wir sein wollen, aber wir sind auf einem guten Weg." Im großen Saal müssen noch arbeiten durchgeführt und die Küche eingebaut werden. Zur Zeit befinde man sich im Teilbetrieb, bis alles fertig ist werde es noch etwas dauern, so Stodolka.
Das noch nicht alles perfekt ist, dafür hat man im Beirat Verständnis, das "Nordhaus" zu etablieren brauche Geduld und Zeit. Und vielleicht noch einen weiteren Mitarbeiter, dem man Frau Ullrich an die Seite stellen könnte. Unklarheit herrsche auch noch bezüglich der Preise. Das dass "Nordhaus" nicht völlig kostenlos arbeiten könne, das hatte SWG-Chefin Inge Klaan schon zur Eröffnung deutlich gemacht.
Grundsätzlich stehe das Preisgerüst inwzischen fest, erklärte Bernd Stodolka, man arbeite mit einem kombinierten System das zwischen Raummieten und Benutzergruppen unterscheide. Dabei habe man die Konditionen übernommen, die zuletzt auch im Regenbogenhaus in Nordhausen Ost galten. Die Raummiete hänge von den jeweiligen Gegebenheiten ab, perspektivisch plane man zum Beispiel mit Mieten von 10 Euro am Tag für ein Büro oder 120 Euro am Tag für den großen Saal.
Den Seniorenbeirat werden im laufenden Jahr noch andere Themen beschäftigen, man geht auf das 20. Jubiläum des Beirates zu. Im Februar hat sich Oberbürgermeister Zeh als Besucher angekündigt, eines der beiden jährlichen Treffen bei denen die Senioren mit der Verwaltung ins Gespräch kommen. Auf dem Plan steht auch der Aufbau einer Seniorenakademie bei dem man beratend zur Seite stehen will und auch die einzelnen Pflegeheime und Betreuungseinrichtungen will man im Laufe der kommenden Monate besuchen.
Als nächste Veranstaltung im "Nordhaus" steht ein Vortrag zum neuen "Pflegestärkungsgesetz" am 15.2. um 10:00 Uhr auf dem Programm.
Angelo Glashagel


