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19.12.2016
nnz-Forum
Landtagsabgeordnete ohne Position
Seit Monaten wird heiß diskutiert über die Zukunft der Landkreise in Thüringen. Nach den Vorstellungen der Landesregierung soll der Landkreis Nordhausen durch eine Kreisgebietsreform mit dem Kyffhäuserkreis und dem Kreis Sömmerda zusammengelegt werden. Chris Schröder meldet sich zu Wort...
Wenn die Landesregierung von einer Kreisgebietsreform spricht, kann damit wohl nur ein gewaltiger Einschnitt für die Einwohner unseres Landkreises gemeint sein.
Wir in einem ländlich geprägten Landkreis müssen auch die Interessen der Bürger vertreten, die ihre Verwaltungsangelegenheiten nicht mittels Auto oder Internet-Zugang erledigen können. Dabei sollten wir insbesondere an ältere Menschen und Familien denken, die kompetente Ansprechpartner vor Ort brauchen.
Auch mir als Ortschaftsratsmitglied der Stadt Heringen und Kreisvorsitzender der Junge Union, ist es bewusst, dass die demografische Entwicklung die Landkreise vor beträchtlichen Herausforderungen stellt, aber im Mittelpunkt muss immer noch der Mensch vor Ort stehen.
Ich plädiere weiterhin aus diesem Grund für eine Verwaltungsreform auf Landesebene. Damit sollen die Landkreise in ihrem Aufgaben gestärkt werden und noch effizienter in ihrer Region Verantwortung tragen. Mit einer Kreisgebietsreform werden die bewährten Grundstrukturen in Thüringen zerstört.
Unsere Landtagsabgeordneten im Kreis Nordhausen in der Landesregierung, wie Katja Mitteldorf, Dirk Adams und Dagmar Becker konnten sich bis heute nicht klar positionieren für den Erhalt der Stadt Nordhausen für den Kreissitz. Es zeigt wie unsere Landtagsabgeordneten sich für unsere Heimat einsetzen.
Wie stellen sich unsere Landtagsabgeordneten die Zukünftigen Strukturen von Vereinen und Verbänden, bei einem Großkreis vor? Viele Vereine und Verbände zum Beispiel Kreisjugendring, Kreissportbund arbeiten im Ehrenamt, es wäre eine Zumutung an Sitzungen teilzunehmen, wo eine halbe Tagesreise nötig ist, es schwächt somit das bürgerliche Ehrenamt.
Wie stehen unsere Landtagsabgeordnete zum Thema Volksbegehren gegen die Kreisgebietsreform? Am 30. September hat die Landesregierung das Gesetz für eine stärkere Bürgerbeteiligung, bei Bürgerbegehren, Bürgerentscheid und Einwohneranträgen beschlossen. Jetzt ist die Landesregierung am überlegen gegen das Volksbegehren Gerichtlich vorzugehen, ein Widerspruch gegen das eigene Gesetz.
Welche Vorteile sich für den Landkreis Nordhausen aus einer Kreisgebietsreform ergeben, ist bis jetzt nicht darstellbar.
Chris Schröder
Autor: redWenn die Landesregierung von einer Kreisgebietsreform spricht, kann damit wohl nur ein gewaltiger Einschnitt für die Einwohner unseres Landkreises gemeint sein.
Wir in einem ländlich geprägten Landkreis müssen auch die Interessen der Bürger vertreten, die ihre Verwaltungsangelegenheiten nicht mittels Auto oder Internet-Zugang erledigen können. Dabei sollten wir insbesondere an ältere Menschen und Familien denken, die kompetente Ansprechpartner vor Ort brauchen.
Auch mir als Ortschaftsratsmitglied der Stadt Heringen und Kreisvorsitzender der Junge Union, ist es bewusst, dass die demografische Entwicklung die Landkreise vor beträchtlichen Herausforderungen stellt, aber im Mittelpunkt muss immer noch der Mensch vor Ort stehen.
Ich plädiere weiterhin aus diesem Grund für eine Verwaltungsreform auf Landesebene. Damit sollen die Landkreise in ihrem Aufgaben gestärkt werden und noch effizienter in ihrer Region Verantwortung tragen. Mit einer Kreisgebietsreform werden die bewährten Grundstrukturen in Thüringen zerstört.
Unsere Landtagsabgeordneten im Kreis Nordhausen in der Landesregierung, wie Katja Mitteldorf, Dirk Adams und Dagmar Becker konnten sich bis heute nicht klar positionieren für den Erhalt der Stadt Nordhausen für den Kreissitz. Es zeigt wie unsere Landtagsabgeordneten sich für unsere Heimat einsetzen.
Wie stellen sich unsere Landtagsabgeordneten die Zukünftigen Strukturen von Vereinen und Verbänden, bei einem Großkreis vor? Viele Vereine und Verbände zum Beispiel Kreisjugendring, Kreissportbund arbeiten im Ehrenamt, es wäre eine Zumutung an Sitzungen teilzunehmen, wo eine halbe Tagesreise nötig ist, es schwächt somit das bürgerliche Ehrenamt.
Wie stehen unsere Landtagsabgeordnete zum Thema Volksbegehren gegen die Kreisgebietsreform? Am 30. September hat die Landesregierung das Gesetz für eine stärkere Bürgerbeteiligung, bei Bürgerbegehren, Bürgerentscheid und Einwohneranträgen beschlossen. Jetzt ist die Landesregierung am überlegen gegen das Volksbegehren Gerichtlich vorzugehen, ein Widerspruch gegen das eigene Gesetz.
Welche Vorteile sich für den Landkreis Nordhausen aus einer Kreisgebietsreform ergeben, ist bis jetzt nicht darstellbar.
Chris Schröder
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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