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Mo, 06:32 Uhr
19.12.2016
Herder-Gymnasium Nordhausen

Weihnachtsmarkt und Konzert

Das festlich geschmückte Dachgeschoss der Wiedigsburg lud zum zweiten Mal Schüler, Eltern, Verwandte, Kollegen und Ehemalige ein, um gemeinsam weihnachtliche Stimmung zu genießen. Heike Roeder berichtet...

Lena von Billerbeck inspiriert die Gäste zum Mitsingen und stimmt auf das Konzert ein. (Foto: H. Roeder) Lena von Billerbeck inspiriert die Gäste zum Mitsingen und stimmt auf das Konzert ein. (Foto: H. Roeder)
Im Weihnachts-Cafè waren ab 16.00 Uhr alle Plätze besetzt. Mehr Gäste als erwartet fanden den Weg in das Obergeschoss. Kaffee, Plätzchen, Kuchen, Glühwein und Kinderpunsch luden in der Kleinen Aula zum Verweilen ein. Der Kinderchor untermalte die Kaffeezeit musikalisch und stimmte die Besucher auf das Konzert am Abend ein.

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Während Eltern ins Gespräch kamen, konnten die Kinder in den Nebenräumen Weihnachtsdekoration basteln, Pfefferkuchenschneemänner kreieren oder selber Popcorn herstellen. In einem anderen Raum liefen kurze Walt-Disney-Klassiker über die Leinwand. Ein Trödelmarkt lud zum Stöbern ein. Dicht umlagert war der Kunstraum, der selbst gefertigte Kleinigkeiten feilbot; weihnachtliche Dekoration aus Ton und Naturmaterialien, Figuren, Karten, Webarbeiten etc.

Zahlreiche Schüler unterstützten ihre Lehrer beim Ausschank, den Bastelständen sowie dem Verkauf.
Die zwei Stunden Weihnachtsmarkt vergingen wie im Fluge und die Besucher zogen in den Nordflügel des Hauses. Kurz vor 18.00 Uhr wies die Große Aula keinen freien Sitzplatz mehr auf, denn der Höhepunkt des Abends sollte mit dem Weihnachtskonzert der Herder-Gymnasiasten schließlich noch aufwarten.

Der Jugendchor hob mit „Alle Jahre wieder“ sowohl den traditionellen wie festlichen Anspruch des Schulkonzertes in der Adventszeit hervor. Schulleiter Wilhelm König begrüßte das Publikum und freute sich über das große Interesse. Er versprach nach dem Weihnachtsmarkt eine weitere Ablenkung vom Alltag und gab der Hoffnung Ausdruck, dass der Zauber der Weihnacht, des Festes der Liebe und der Geborgenheit, auch die Anwesenden erreicht.

Mit Klavierbegleitung sang sich die Neuntklässlerin Sara Steinmüller mit „All I want“ in die Herzen der Zuschauer und erzeugte Gänsehaut. Diese Hommage an die Zweisamkeit und gemeinsam verbrachte Zeit transportierte die Schülerin gekonnt mittels des ruhigen Popsongs. International und klassisch wurde es mit Shainie-Ann Webb, die, begleitet von ihrem Vater am Klavier, Puccinis „O mio bambino“ und damit eine sehr gehobene Variante der Familienmusik präsentierte.

Dass das Mädchen aus der siebenten Klasse die Oper liebt, wissen die Mitschüler, schließlich singt sie auch im Theater bei „La Boheme“ mit. Eigene Interpretationen hatten an diesem Abend ebenfalls ihren großen Auftritt. So interpretierte Laura Jäsche Schumann. Die Klavierdarbietung entführte in die Träumerei und entschleunigte mit jedem Ton die Hektik der Zeit bzw. ebnete der Sehnsucht musikalisch den Weg. Auch Jasmin Kleint öffnete mit „Ich will nur, dass du weißt“ das Herz für ehrliche und offene Worte, die auch das Fest bereichern, wenn wir dem Anderen sagen, welch wertvolles Gut er für einen darstellt.

Mit ihrer Auslegung des bekannten „Hallelujah“ setzte Sophie Kleemann, musikalisches Allround-Talent aus der zehnten Klasse, dem kürzlich verstorbenen Lenard Cohen ein ganz persönliches Denkmal und erntete tosenden Applaus. Mit einer selbst komponierten Variation von „Adeste fideles“ beeindruckte Laura Maeke, ehe ein Chorexperiment einen weiteren Höhepunkt darstellte.

Ein traditioneller Friedenskanon aus Israel, Palästina und Ägypten forderte die damit verbundene Botschaft eindringlich und ließ die Aula beben, als der dreißigköpfige Chor gestaffelt durch den Festsaal singend die Bühne bevölkerte. Rhythmisch beschwingt entführte Emina Wagner das Publikum musikalisch bzw. virtuell nach Petersburg und lud zur Schlittenfahrt ein. Filmmusik aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ erklang mit Cerf volant.

Traditionelle Weihnachtsweisen wie „Leise rieselt der Schnee“ gehörten genauso zum Repertoire wie moderne Töne. Dem Wunsch nach Geborgenheit gaben Annabell Bichbeimer (Gesang) und Tobias Jentho (E-Gitarre) mit „Stand by me“ Ausdruck, bevor Richard Heitmann und Felix Gerecke aus der Klasse 11 Led Zeppelin interpretierten und mit E-Gitarre und Gesang Spirit verbreiteten, unterstützt durch den Chor. Dass es manchmal auch wichtig ist, einen Schlussstrich zu ziehen und offen für Neues zu sein, unterstrich der Jugendchor mit Junimond. Das gemeinsame Abschlusslied „Sind die Lichter angezündet“ schickte die Friedensbotschaft über die Stadt- und Freistaatgrenze hinaus in die Welt.

Wilhelm König hatte nicht zu viel versprochen. Der Zauber des Abends wurde mittels Chorgesang, Instrumentalspiel, Solovorträgen, Gedichtrezitationen und gemeinsamen Gesang versprüht. Der Schulleiter dankte allen Aktiven, vor allem den Schülern. Er zeigte sich stolz hinsichtlich der umfangreichen Unterstützung durch Schüler, Eltern, Kollegen und fleißigen Helfern für den Weihnachtsmarkt, die Dekoration, das Konzert … und wünschte den Anwesenden alles Gute, Gesundheit und Glück.

Lena von Billerbeck sorgte wieder einmal für ein abwechslungsreiches und sehr anspruchsvolles Abendprogramm. Besonders erfreute es die engagierte Musiklehrerin und Chorleiterin, dass erneut junge Schüler den Weg auf die Bühne fanden, so die Akkordeon spielenden Schülerinnen der Klassenstufe 6, Hanna Hagemeier und Kaethe Uebner. Zwei Fünftklässler rezitierten Gedichte. Während Salomè Neumann die Adventszeit beschrieb, erfuhr der Gast von Sophia Oehler, warum das Rentier Rudolf den Schlitten des Weihnachtsmannes zieht und dabei trotz Kult um seine Person und Promidasein immer auf dem Teppich blieb.
Die beiden Moderatorinnen, Chantal und Carolin aus der Klassenstufe 11, führten aufmunternd und souverän durch das Konzert und machten die Anwesenden immer wieder auf die in der Gesellschaft sehr unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen zum Fest vor Augen. Gerade auch den durch Schüler wahrgenommenen Leistungsdruck einerseits sowie die Vorfreude andererseits.

Ihre Abschlussworte lassen das Publikum auf weitere Konzerte und Schülerpräsentationen hoffen, denn sie verkündeten: „Unsere Schule hat noch viele Talente zu bieten.“
Heike Roeder
Das Weihnachtscafe in der Kleinen Aula war sehr gut besucht (Foto: H. Roeder)
Felix Gerecke und Richard Heitmann (v.l.) geben Stairway to heaven zum Besten (Foto: H. Roeder)
Lena von Billerbeck inspiriert die Gäste zum Mitsingen und stimmt auf das Konzert ein (Foto: H. Roeder)
Sophie Kleemann interpretiert Lenard Cohens Hallelujah (Foto: H. Roeder)
Autor: red

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