Do, 20:30 Uhr
15.12.2016
Aus dem Bleicheröder Stadtrat
Jahresabschluss im Kulturhaus
Der Bleicheröder Stadtrat trat heute zur letzten Sitzung des Jahres zusammen. Traditionelle findet der Jahresabschluss nicht im Rathaus statt, heute versammelte man sich deswegen im Kulturhaus. Unter anderem sollte es noch einmal um die energetische Sanierung der Kernstadt gehen...
Zur 26. Sitzung des Bleicheröder Stadtrates fand man sich heute einmal nicht im Ratsaal ein, sondern traf sich in festlicherer Atmosphäre im Kulturhaus der Stadt. Den Anfang machte wie immer Bürgermeister Frank Rostek, der seine Ratsmitglieder über aktuelle Entwicklungen informierte. Zum Beispiel über die Unterzeichnung der Gaskonzession für die kommenden 20 Jahre mit der Thüringer Energie AG (THEAG).
In Sachen Haushaltskonsolidierung arbeite man zur Zeit an der vierten Fortschreibung, der Gebietsreform und ihren Folgen sehe man hier gelassen entgegen, sagte Rostek, man konzentriere sich auf den jetzigen Stand der Dinge. Die Seniorenweihnachtsfeifer der Stadt sei gut besucht gewesen, dabei wurden auch einige engagierte ältere Bürger geehrt. Im Dorfgemeinschaftraum in Elende wurde ein neuer Fußboden verlegt, der Raum stehe damit wieder für Veranstaltungen wie Sitzungen des Ortschaftsrates bereit.
Bürgermeister Rostek nutzte die Gelegenheit eine Vorschlag für ein kleines Weihnachtsgeschenk zu unterbreiten: der Bildband Bleicherode in alten Ansichten wird neu aufgelget, soll 16,95 Euro kosten und ist an verschiedenen Stellen der Stadt erhältlich. Die Pläne für neue Einkaufseinrichtungen in kleineren Ortschaften hatte Rostek bereits zur letzten Stadtratssitzung angerissen, inzwischen waren die in Containerweise aufgebauten Märkte auch Thema im Ortschaftsrat Obergebra. Die Idee sei hier gut angekommen, sagte Rostek. Die Läden würde ohne Personal auskommen. Die elektronische Erfassung biete den Vorteil das dass Geschäft sieben Tage die Woche geöffnet bleiben kann.
In einer Gemeindeversammlung sollen die Obergebraer demnächst ihre Bedarfe noch einmal genauer äußern können, zudem hätten auch andere Kommunen ihr Interesse bekundet, den Rücklauf dazu erwarte man in den nächsten Tagen, so Rostek. Ziel ist es die neue Einkaufsmöglichkeit im ersten Quartal des neuen Jahres zwischen Feuerwehr, Kirche und dem alten Einkaufsmarkt aufzubauen.
Thema Heimatmuseum: das Erdgeschoss kann jetzt beheizt werden. In Zukunft soll das Museum auch kinetische Kunst zeigen, erzählte Rostek, man wolle das Haus neu ausrichten und historisches und künstlerisches verknüpfen. Im Rahmen einer Bachelorarbeit seien zuletzt auch einige verloren geglaubte Zeugnisse der Bleicheröder Vergangenheit wieder aufgetaucht, erzählte Rostek, die Ergebnisse werde man in eine Ausstellung im Heimatmuseum zeigen.
Die Weihnachtsmärkte der Stadt erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, freute sich der Bürgermeister, Unruhestifter habe es auch gegeben, diese seien aber die Ausnahme, die Mehrheit der Bleicheröder und ihrer Gäste genieße die Märkte friedlich. Am vergangenen Freitag war gegen 23 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt eine Schlägerei ausgebrochen in deren Verlauf zwei namentlich bekannte Täter insgesamt sieben Personen geschlagen und leicht verletzt hatten. In diesem Zusammenhang wurden in der Hauptstraße auch Steine geworfen, die Täter sind inzwischen gefasst, erklärte Rostek.
Am 23. Dezember soll es noch einmal erfreulicher zugehen. Vor dem Rathaus wird es dann noch einmal den lebendigen Adventskalernder geben. In Kooperation mit der Kirche wird der etwas andere Adventskalender eine halbe Stunde draußen und eine weitere halbe Stunde im warmen zu bewundern sein, der Feuerwehrnachwuchs wird bei dieser Gelegenheit auch das Friedenslicht übergeben. Im neuen Jahr eröffnet ein Auftritt der drei Tenöre vom Nordhäuser Theater am 15.1. die Kultursaison.
Nach den Informationen des Bürgermeisters ging man zum Tagesgeschäft über: es sollte um die energetische Entwicklung des Klimaquartiers nördliche Kernstadt gehen. Die in Bauform und Alter sehr unterschiedlichen Gebäude wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt und untersucht. Zudem ermittelte man auch den aktuellen Energiebedarf und die CO2 Bilanz des Quartiers. Letzterer soll bis 2050 gesenkt und alle Gebäude erneuert werden. Der Bericht zeigte auch verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung auf, wie etwa im Fall der Industriebrache in der Löwentorstraße. Die angedachten Maßnahmen sehen auch Teilabrisse und Rückbaumöglichkeiten vor. Zu tun ist viel, die Pläne überblicken einen Zeitraum von mehreren Jahren. Ziel soll es daher sein die Arbeit am Quartier zu verstetigen und das Folgeangebot der KfW zur Förderung der Umsetzungsbegleitung in Anspruch zu nehmen. Dazu soll auch ein Sanierungsmanager für drei Jahre bestellt werden. Beide Anträge wurden angenommen.
Rund um die Angerbergstraße sollen verschiedene Medien neu verlegt werden, gemeinsam gebaut wird aber nicht in allen Bereichen. Der Postweg wird noch vor Beginn der Baumaßnahmen aus Gründen der Verkehrsführung hergerichtet und dabei Energieversorgung und Wasserleitungen erneuert. Um einen grundhaften Ausbau handelt es sich dabei aber nicht. Hintergrund ist der Umstand das sich die Brücken in Obergebra noch in der Sanierung befinden, die erst Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein soll und man bei anderen Lösungen den Verkehr abschneiden würde.
Andere Maßnahmen der Versorgungsträger werden noch bis zum Frühjahr 2017 fortgeführt. Baukosten inklusive Grundstückserwerb: insgesamt rund 948.000 Euro. Auch dieser Beschluss wurde angenommen.
In der Hauptstraße werden zur Zeit die Gehwege erneuert. Eigentlich wollte man noch in diesem Jahr fertig werden, daraus wird wohl nichts. Man habe am alten Baubestand Gegebenheiten vorgefunden, unter anderem Straßeneinläufe, mit denen man nicht gerechnet hatte. Die Straßendecke musste in größerem Maße geöffnet werden, will man die Oberfläche erneuern braucht es weitere Investitionen von 50.000 Euro. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Im Bleicheröde Wald wird man im neuen Jahr ordentlich schuften können – das Programm zur sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht die Einstellung dreier Teilnehmer, die mit anpacken sollen.
Zu guter letzt ergriff Bürgermeister Rostek noch einmal das Wort. An die schwierigen Zeiten habe man sich in Bleicheröde gewöhnt, vom politischen Tagesgeschehen rund um sich verschiebende Kreisgrenzen werde man sich nicht beunruhigen lassen. Man habe die Aufgabe die Stadt und ihre Ortsteile weiter vorranzubringen, die Vorzeichen sprächen hier für eine gute Entwicklung. Irgendwann werde man vielleicht auch einmal das Ende des Haushaltssicherung verkünden können, sagte Rostek. In der Zwischenzeit sei es aber auch in der Haushaltskonsolidierung gelungen Einrichtungen zu erhalten. Zuletzt habe man in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Horizont Verein die Zukunft des Jugendtreffs sicher stellen können, verkündete der Bürgermeister.
Ich denke es ist eine ganze Menge passiert, sagte Rostek, ich möchte mich abei allen politischen Gremien, dem Stadtrat, meiner Verwaltunge und den engagierten Bürgern in den Vereinen danken. Er ziehe vor jedem den Hut, der seine Zeit investieren und versuche für Stadt und Region etwas zu bewegen. Das macht uns stark in schwierigen Zeiten, wenn wir weiter gut zusammenarbeiten, dann können wir noch viel bewegen.
Wie üblich endete das Jahr für den Bleicheröder Stadtrat mit dem gemütlichen Teil der letzten Sitzung. Die nächste Sitzung des Hauptausschusses wird am 19. Januar 2017 stattfinden, die erste Ratssitzung des neuen Jahres eine Woche später.
Angelo Glashagel
Autor: redZur 26. Sitzung des Bleicheröder Stadtrates fand man sich heute einmal nicht im Ratsaal ein, sondern traf sich in festlicherer Atmosphäre im Kulturhaus der Stadt. Den Anfang machte wie immer Bürgermeister Frank Rostek, der seine Ratsmitglieder über aktuelle Entwicklungen informierte. Zum Beispiel über die Unterzeichnung der Gaskonzession für die kommenden 20 Jahre mit der Thüringer Energie AG (THEAG).
In Sachen Haushaltskonsolidierung arbeite man zur Zeit an der vierten Fortschreibung, der Gebietsreform und ihren Folgen sehe man hier gelassen entgegen, sagte Rostek, man konzentriere sich auf den jetzigen Stand der Dinge. Die Seniorenweihnachtsfeifer der Stadt sei gut besucht gewesen, dabei wurden auch einige engagierte ältere Bürger geehrt. Im Dorfgemeinschaftraum in Elende wurde ein neuer Fußboden verlegt, der Raum stehe damit wieder für Veranstaltungen wie Sitzungen des Ortschaftsrates bereit.
Bürgermeister Rostek nutzte die Gelegenheit eine Vorschlag für ein kleines Weihnachtsgeschenk zu unterbreiten: der Bildband Bleicherode in alten Ansichten wird neu aufgelget, soll 16,95 Euro kosten und ist an verschiedenen Stellen der Stadt erhältlich. Die Pläne für neue Einkaufseinrichtungen in kleineren Ortschaften hatte Rostek bereits zur letzten Stadtratssitzung angerissen, inzwischen waren die in Containerweise aufgebauten Märkte auch Thema im Ortschaftsrat Obergebra. Die Idee sei hier gut angekommen, sagte Rostek. Die Läden würde ohne Personal auskommen. Die elektronische Erfassung biete den Vorteil das dass Geschäft sieben Tage die Woche geöffnet bleiben kann.
In einer Gemeindeversammlung sollen die Obergebraer demnächst ihre Bedarfe noch einmal genauer äußern können, zudem hätten auch andere Kommunen ihr Interesse bekundet, den Rücklauf dazu erwarte man in den nächsten Tagen, so Rostek. Ziel ist es die neue Einkaufsmöglichkeit im ersten Quartal des neuen Jahres zwischen Feuerwehr, Kirche und dem alten Einkaufsmarkt aufzubauen.
Thema Heimatmuseum: das Erdgeschoss kann jetzt beheizt werden. In Zukunft soll das Museum auch kinetische Kunst zeigen, erzählte Rostek, man wolle das Haus neu ausrichten und historisches und künstlerisches verknüpfen. Im Rahmen einer Bachelorarbeit seien zuletzt auch einige verloren geglaubte Zeugnisse der Bleicheröder Vergangenheit wieder aufgetaucht, erzählte Rostek, die Ergebnisse werde man in eine Ausstellung im Heimatmuseum zeigen.
Die Weihnachtsmärkte der Stadt erfreuten sich zunehmender Beliebtheit, freute sich der Bürgermeister, Unruhestifter habe es auch gegeben, diese seien aber die Ausnahme, die Mehrheit der Bleicheröder und ihrer Gäste genieße die Märkte friedlich. Am vergangenen Freitag war gegen 23 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt eine Schlägerei ausgebrochen in deren Verlauf zwei namentlich bekannte Täter insgesamt sieben Personen geschlagen und leicht verletzt hatten. In diesem Zusammenhang wurden in der Hauptstraße auch Steine geworfen, die Täter sind inzwischen gefasst, erklärte Rostek.
Am 23. Dezember soll es noch einmal erfreulicher zugehen. Vor dem Rathaus wird es dann noch einmal den lebendigen Adventskalernder geben. In Kooperation mit der Kirche wird der etwas andere Adventskalender eine halbe Stunde draußen und eine weitere halbe Stunde im warmen zu bewundern sein, der Feuerwehrnachwuchs wird bei dieser Gelegenheit auch das Friedenslicht übergeben. Im neuen Jahr eröffnet ein Auftritt der drei Tenöre vom Nordhäuser Theater am 15.1. die Kultursaison.
Nach den Informationen des Bürgermeisters ging man zum Tagesgeschäft über: es sollte um die energetische Entwicklung des Klimaquartiers nördliche Kernstadt gehen. Die in Bauform und Alter sehr unterschiedlichen Gebäude wurden in verschiedene Kategorien eingeteilt und untersucht. Zudem ermittelte man auch den aktuellen Energiebedarf und die CO2 Bilanz des Quartiers. Letzterer soll bis 2050 gesenkt und alle Gebäude erneuert werden. Der Bericht zeigte auch verschiedene Möglichkeiten der Umsetzung auf, wie etwa im Fall der Industriebrache in der Löwentorstraße. Die angedachten Maßnahmen sehen auch Teilabrisse und Rückbaumöglichkeiten vor. Zu tun ist viel, die Pläne überblicken einen Zeitraum von mehreren Jahren. Ziel soll es daher sein die Arbeit am Quartier zu verstetigen und das Folgeangebot der KfW zur Förderung der Umsetzungsbegleitung in Anspruch zu nehmen. Dazu soll auch ein Sanierungsmanager für drei Jahre bestellt werden. Beide Anträge wurden angenommen.
Rund um die Angerbergstraße sollen verschiedene Medien neu verlegt werden, gemeinsam gebaut wird aber nicht in allen Bereichen. Der Postweg wird noch vor Beginn der Baumaßnahmen aus Gründen der Verkehrsführung hergerichtet und dabei Energieversorgung und Wasserleitungen erneuert. Um einen grundhaften Ausbau handelt es sich dabei aber nicht. Hintergrund ist der Umstand das sich die Brücken in Obergebra noch in der Sanierung befinden, die erst Mitte nächsten Jahres fertiggestellt sein soll und man bei anderen Lösungen den Verkehr abschneiden würde.
Andere Maßnahmen der Versorgungsträger werden noch bis zum Frühjahr 2017 fortgeführt. Baukosten inklusive Grundstückserwerb: insgesamt rund 948.000 Euro. Auch dieser Beschluss wurde angenommen.
In der Hauptstraße werden zur Zeit die Gehwege erneuert. Eigentlich wollte man noch in diesem Jahr fertig werden, daraus wird wohl nichts. Man habe am alten Baubestand Gegebenheiten vorgefunden, unter anderem Straßeneinläufe, mit denen man nicht gerechnet hatte. Die Straßendecke musste in größerem Maße geöffnet werden, will man die Oberfläche erneuern braucht es weitere Investitionen von 50.000 Euro. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.
Im Bleicheröde Wald wird man im neuen Jahr ordentlich schuften können – das Programm zur sozialen Teilhabe am Arbeitsmarkt ermöglicht die Einstellung dreier Teilnehmer, die mit anpacken sollen.
Zu guter letzt ergriff Bürgermeister Rostek noch einmal das Wort. An die schwierigen Zeiten habe man sich in Bleicheröde gewöhnt, vom politischen Tagesgeschehen rund um sich verschiebende Kreisgrenzen werde man sich nicht beunruhigen lassen. Man habe die Aufgabe die Stadt und ihre Ortsteile weiter vorranzubringen, die Vorzeichen sprächen hier für eine gute Entwicklung. Irgendwann werde man vielleicht auch einmal das Ende des Haushaltssicherung verkünden können, sagte Rostek. In der Zwischenzeit sei es aber auch in der Haushaltskonsolidierung gelungen Einrichtungen zu erhalten. Zuletzt habe man in Zusammenarbeit mit dem Landkreis und dem Horizont Verein die Zukunft des Jugendtreffs sicher stellen können, verkündete der Bürgermeister.
Ich denke es ist eine ganze Menge passiert, sagte Rostek, ich möchte mich abei allen politischen Gremien, dem Stadtrat, meiner Verwaltunge und den engagierten Bürgern in den Vereinen danken. Er ziehe vor jedem den Hut, der seine Zeit investieren und versuche für Stadt und Region etwas zu bewegen. Das macht uns stark in schwierigen Zeiten, wenn wir weiter gut zusammenarbeiten, dann können wir noch viel bewegen.
Wie üblich endete das Jahr für den Bleicheröder Stadtrat mit dem gemütlichen Teil der letzten Sitzung. Die nächste Sitzung des Hauptausschusses wird am 19. Januar 2017 stattfinden, die erste Ratssitzung des neuen Jahres eine Woche später.
Angelo Glashagel


