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Mi, 14:58 Uhr
07.12.2016
Bleicherode unterzeichnet neuen Konzessionsvertrag

Gas für die nächsten 20 Jahre

Die Zusammenarbeit zwischen dem Regionalversorger Thüringer Energie AG und der Stadt Bleicherode wurde heute auch für die nächsten 20 Jahre festgeschrieben. Am Nachmittag wurde der neue Konzessionsvertrag unterzeichnet. Die Zeit sei günstig für Erdgasabnehmer, hieß es zur Vertragsunterzeichnung...

Bleicherode ist eine von 850 Kommunen, die vor einigen Jahren "ihre" Energieversorgung für viel Geld vom Energieriesen EOn ab- oder vielmehr zurückgekauft haben. Der Mut hat sich gelohnt, die Thüringer Energie AG (TEAG) floriert, 85% der Firma gehören den Kommunen. Vor allem die Versorgung mit Erdgas läuft gut, auch auf internationaler Ebene.

Energie für 20 Jahre - Bleicherode verlängert Konzessionsvertrag (Foto: Angelo Glashagel) Energie für 20 Jahre - Bleicherode verlängert Konzessionsvertrag (Foto: Angelo Glashagel)

Vor fünf Jahren habe man gerade einmal fünf Lieferanten gehabt, sagte Stefan Reindl, Vorstandssprecher der TEAG, heute seien es 15, unter anderem aus Frankreich, Norwegen und Russland. Auf dem globalen Markt herrsche nach dem Gasboom in den USA, neuen Funden in der Nordsee und dem arabischen Golf sowie durch den Finanzbedarf der russischen Lieferanten zur Zeit ein Überangebot. Die Situation sei so stabil, dass man als Versorger auf mehrere Jahre hin ausgearbeitete Bezugsverträge habe abschließen können, sagte Reindl.

Als günstiger Energieträger sei Erdgas für den Endkunden, und das sind mit 1.500 Anschlüssen in Bleicherode immerhin 50% der Haushalte, "unschätzbar", sagte Bürgermeister Frank Rostek. Dabei profitiert die Stadt ausnahmsweise einmal von ihrem Erbe. Als der Bergbau noch boomte, und Bleicherode anders als in diesen Tagen als wohlhabende Stadt galt, da leistete man sich im Kerngebiet der Stadt ab 1928 ein breites Gasversorgungsystem. An die alten Leitungen legt die TEAG heute bevorzugt neue Anschlüsse.

"Erdgasverdichtungsprogramm" nennt die TEAG das, "dort wo Netze vorhanden sind, da bewerben wir vergleichsweise günstige Neuanschlüsse", sagte Reindl, mit der Nachfrage komme man kaum noch hinterher, bis 2018 seien die Auftragsbücher voll. Neue Leitungen gibt es vor allem dort, wo sich neue Betriebe ansiedeln. In Bleicherode war das zuletzt 2014 der Fall, mit der Ansiedlung der Großbäckerei.

Frank Rostek und Stefan Reindl bei der Unterzeichnung des neuen Konzessionsvertrages zwischen Bleicherode und der TEAG (Foto: Angelo Glashagel) Frank Rostek und Stefan Reindl bei der Unterzeichnung des neuen Konzessionsvertrages zwischen Bleicherode und der TEAG (Foto: Angelo Glashagel) Mit dem neuen Konzessionsvertrag führe man eine "lange und sorgenfreie Zusammenarbeit" mit der TEAG fort, sagte Rostek und dankte auch seinem Stadtrat, der dem Vorhaben zugestimmt hatte.

Neben den Gasanschlüssen ist eine Tochterfirma der TEAG, die Thüringer Netkom, zur Zeit mit dem Breitbandausbau in Bleicherode beschäftigt. Wo es sich anbiete setze man auf kombinierte Verlegungen und erneuere auch die Gasmedien, so Reindl. Der Breitbandausbau sei dabei nicht ganz unproblematisch, es gebe zwar reichlich Fördergelder, jedoch seien in einigen Landesteilen die Tiefbaufirmen voll ausgelastet, sodass Mittel nicht eingesetzt werden könnten. Hier müsse man mit mehr Augenmaß vorgehen, sagte Rostek, es brauche einen fairen Wettbewerb.
Angelo Glashagel
Autor: red

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