Mo, 06:55 Uhr
05.12.2016
nnz-Ergebnisdienst: Handball
Handballer verteidigen Tabellenspitze
Mit strahlenden Gesichtern kehrten die Nordhäuser Handballer vom Auswärtsspiel zurück. Mit einer taktischen Meisterleistung entführten sie gleich beide Punkte aus Treffurt. Grundlage des Erfolgs eine ausgezeichnete Mannschaftsleistung, vor allem im Abwehrbereich...
Landesliga Männer
SG Schnellmannshausen - Nordhäuser SV 26:28
Die Nachricht über den Doppelpunktgewinn der NSV Männer beim Erzrivalen Schnellmannshausen machte im Südharz schnell die Runde. Ein Erfolg der kurz vor Spielende etwas getrübt wurde.
Nach einer durchaus körperbetonten Partie erwischte es gleich zwei Nordhäuser, die den Weg zum Duschen kurz vor Spielende antreten müssten. So erhielt Christian Griebsch für ein Foul, ohne vorherige Zeitstrafe, vier Minuten vor dem Abpfiff eine Matchstrafe. Bis zu diesem Zeitpunkt war er der erfolgreichste NSV Werfer.
Kurz danach erwischte es Linkshänder Christian Müller. Er wurde angesichts einer bereits feststehenden Niederlage im Übereifer am Kopf getroffen. Sein Gegenspieler kassierte dafür eine Zeitstrafe und er eine Disqualifikation. Er hatte die Unverständlichkeit über diese Aktion, 13 Sekunden vor Spielende, mit einer Geste zum Ausdruck gebracht. Zwei unverständliche und harte Regelauslegungen der Schiedsrichter.
Neben vielen kleinen Plänkeleien wurde auch Handball gespielt. Die Gastgeber dabei von Beginn an unter Strom, dementsprechend auch aufgeheizt die Stimmung auf den Tribünen. Mit einem Erfolg wollten sie sich von den Niederrungen der Tabelle fernhalten.
So benötigte die Partie keine Aufwärmphase. Nach 40 Sekunden gingen die Gastgeber in Führung und nach weiteren 40 Sekunden folgte der Ausgleich durch Tim Hendrich. Ein Doppelschlag der SG und die Halle stand beim 3:1 erstmals Kopf. Ein weiterer Doppelschlag diesmal vom Nordhäuser Steffan Fuhrmann rückte das Bild auf der Anzeigetafel wieder zu recht (3:3). In der Folge wurde es die erwartet schwere Partie.
Die Gastgeber versuchten die Partie unter Kontrolle zu bringen. Beim Spielstand von 8:5 und 9:6 schien dieses Vorhaben zu gelingen. Mit drei Treffern in Folge (9:9) vom Spielertrainer Matthias Thiele meldeten sich die Südharzer jedoch eindrucksvoll zurück im Spiel. Es folgte eine spielerische Pattsituation vom 9:9 bis zum 11:11.
Mit einem verwandelten Strafwurf (Steffan Fuhrmann) setzten sich die Nordhäuser erstmals an die Spitze (11:12) und bauten diese durch Matthias Thiele auf 11:13 aus. Zu spielen waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden in der ersten Halbzeit. Schnellmannshausen nahm eine Auszeit und stellte sich neu auf. Mit zwei Treffern durch Kevin Gellrich zum 13:13 war diese Maßnahme von Erfolg gekrönt. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
Aus dieser kamen die Gastgeber konzentrierter zurück. Der NSV geriet unter Druck und in Rückstand (15:13). In der 37. Spielminute korrigierte Jonas Frenzel den Spielstand auf 16:16 und Christian Griebsch warf sein Team mit dem 16:17 wieder in Führung. In den folgenden 12 Spielminuten schenkten sich beide Kontrahenten nicht viel. Optisch jedoch schien es als könnte Nordhausen die Führung dauerhaft behaupten, da sie bis zum 23:23 jeweils vorlegen konnten.
In der 52. Spielminute dann die erste Vorentscheidung mit dem 23:25 durch Matthias Thiele und Christian Griebsch. Die Resultatsverkürzung beantworte wiederum Griebsch mit dem 24:26. Die Gastgeber nahmen angesichts einer drohenden Niederlage zwei Minuten vor Spielende eine Auszeit.
Diese brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Nordhäuser Paul Neumann zerstörte dann in der 58. Spielminute mit dem 26:28 alle Hoffnungen der Hausherren. Nach der bereits erwähnten turbulenten Schlussphase konnte Nordhausen über einen verdienten 26:28 Sieg jubeln.
Es war kein spielerischer Leckerbissen den die beiden Erzrivalen boten. An Spannung jedoch war die Partie kaum zu überbieten. Schnellmannshausen spielte einen körperbetonten und emotionalen Handball, der besser war als ihr derzeitiger Tabellenplatz. Nordhausen steckte nicht zurück und behielt auch in brenzlige Situationen einen kühlen Kopf.
Angesichts von vier Ausfällen, Thomas Riemekasten, Maximilian Kürschner, Sören Ahlert und Florian Gröger, ist dieser Auswärtserfolg hoch zu bewerten. Die Teamleistung hatte beim NSV wieder den Ausschlag gegeben. Im Tor wuchs Keeper Leon Vaupel über sich hinaus und Christian Griebsch mit 7 sowie Matthias Thiele und Stefan Fuhrmann mit jeweils 6 Treffern bedanken sich für die Vorarbeit bei ihren Mitspielern.
Christian Knolle/ Leon Vaupel/ Stefan Fuhrmann 6/ Christian Griebsch 7/ Paul Neumann 1/ Jonas Frenzel 2/ Tim Hendrich 4/ Frank Bogdahn/ Matthias Thiele 7/ Christian Müller 1/ Normen Bischoff/ Julian Reinecke.
Frank Ollech
Autor: redLandesliga Männer
SG Schnellmannshausen - Nordhäuser SV 26:28
Die Nachricht über den Doppelpunktgewinn der NSV Männer beim Erzrivalen Schnellmannshausen machte im Südharz schnell die Runde. Ein Erfolg der kurz vor Spielende etwas getrübt wurde.
Nach einer durchaus körperbetonten Partie erwischte es gleich zwei Nordhäuser, die den Weg zum Duschen kurz vor Spielende antreten müssten. So erhielt Christian Griebsch für ein Foul, ohne vorherige Zeitstrafe, vier Minuten vor dem Abpfiff eine Matchstrafe. Bis zu diesem Zeitpunkt war er der erfolgreichste NSV Werfer.
Kurz danach erwischte es Linkshänder Christian Müller. Er wurde angesichts einer bereits feststehenden Niederlage im Übereifer am Kopf getroffen. Sein Gegenspieler kassierte dafür eine Zeitstrafe und er eine Disqualifikation. Er hatte die Unverständlichkeit über diese Aktion, 13 Sekunden vor Spielende, mit einer Geste zum Ausdruck gebracht. Zwei unverständliche und harte Regelauslegungen der Schiedsrichter.
Neben vielen kleinen Plänkeleien wurde auch Handball gespielt. Die Gastgeber dabei von Beginn an unter Strom, dementsprechend auch aufgeheizt die Stimmung auf den Tribünen. Mit einem Erfolg wollten sie sich von den Niederrungen der Tabelle fernhalten.
So benötigte die Partie keine Aufwärmphase. Nach 40 Sekunden gingen die Gastgeber in Führung und nach weiteren 40 Sekunden folgte der Ausgleich durch Tim Hendrich. Ein Doppelschlag der SG und die Halle stand beim 3:1 erstmals Kopf. Ein weiterer Doppelschlag diesmal vom Nordhäuser Steffan Fuhrmann rückte das Bild auf der Anzeigetafel wieder zu recht (3:3). In der Folge wurde es die erwartet schwere Partie.
Die Gastgeber versuchten die Partie unter Kontrolle zu bringen. Beim Spielstand von 8:5 und 9:6 schien dieses Vorhaben zu gelingen. Mit drei Treffern in Folge (9:9) vom Spielertrainer Matthias Thiele meldeten sich die Südharzer jedoch eindrucksvoll zurück im Spiel. Es folgte eine spielerische Pattsituation vom 9:9 bis zum 11:11.
Mit einem verwandelten Strafwurf (Steffan Fuhrmann) setzten sich die Nordhäuser erstmals an die Spitze (11:12) und bauten diese durch Matthias Thiele auf 11:13 aus. Zu spielen waren noch 2 Minuten und 30 Sekunden in der ersten Halbzeit. Schnellmannshausen nahm eine Auszeit und stellte sich neu auf. Mit zwei Treffern durch Kevin Gellrich zum 13:13 war diese Maßnahme von Erfolg gekrönt. Mit diesem Ergebnis ging es dann auch in die Pause.
Aus dieser kamen die Gastgeber konzentrierter zurück. Der NSV geriet unter Druck und in Rückstand (15:13). In der 37. Spielminute korrigierte Jonas Frenzel den Spielstand auf 16:16 und Christian Griebsch warf sein Team mit dem 16:17 wieder in Führung. In den folgenden 12 Spielminuten schenkten sich beide Kontrahenten nicht viel. Optisch jedoch schien es als könnte Nordhausen die Führung dauerhaft behaupten, da sie bis zum 23:23 jeweils vorlegen konnten.
In der 52. Spielminute dann die erste Vorentscheidung mit dem 23:25 durch Matthias Thiele und Christian Griebsch. Die Resultatsverkürzung beantworte wiederum Griebsch mit dem 24:26. Die Gastgeber nahmen angesichts einer drohenden Niederlage zwei Minuten vor Spielende eine Auszeit.
Diese brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Nordhäuser Paul Neumann zerstörte dann in der 58. Spielminute mit dem 26:28 alle Hoffnungen der Hausherren. Nach der bereits erwähnten turbulenten Schlussphase konnte Nordhausen über einen verdienten 26:28 Sieg jubeln.
Es war kein spielerischer Leckerbissen den die beiden Erzrivalen boten. An Spannung jedoch war die Partie kaum zu überbieten. Schnellmannshausen spielte einen körperbetonten und emotionalen Handball, der besser war als ihr derzeitiger Tabellenplatz. Nordhausen steckte nicht zurück und behielt auch in brenzlige Situationen einen kühlen Kopf.
Angesichts von vier Ausfällen, Thomas Riemekasten, Maximilian Kürschner, Sören Ahlert und Florian Gröger, ist dieser Auswärtserfolg hoch zu bewerten. Die Teamleistung hatte beim NSV wieder den Ausschlag gegeben. Im Tor wuchs Keeper Leon Vaupel über sich hinaus und Christian Griebsch mit 7 sowie Matthias Thiele und Stefan Fuhrmann mit jeweils 6 Treffern bedanken sich für die Vorarbeit bei ihren Mitspielern.
Christian Knolle/ Leon Vaupel/ Stefan Fuhrmann 6/ Christian Griebsch 7/ Paul Neumann 1/ Jonas Frenzel 2/ Tim Hendrich 4/ Frank Bogdahn/ Matthias Thiele 7/ Christian Müller 1/ Normen Bischoff/ Julian Reinecke.
Frank Ollech


