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Do, 08:00 Uhr
24.11.2016
Vortragsreihe im Südharz-Klinikum

Wenn unser Herz unter Stress gerät

Am Mittwochabend fand im Rahmen der Herzwoche in der vollbesetzten Kantine im Südharz-Klinikum die öffentliche Vortragsreihe zum Thema „Herz unter Stress“ statt. Dr. med Meik Lustermann, Chefarzt der Klinik für Kardiologie und Intensivmedizin, machte in seinem Vortrag anschaulich, was unser Herz alltäglich stressen kannů

Dr. med Meik Lustermann  (Foto: privat) Dr. med Meik Lustermann (Foto: privat)


Unser Herz schlägt täglich bis zu 100.000-mal und versorgt unseren Körper mit ausreichend Blut. Doch was, wenn es über einen längeren Zeitraum dauerhaften negativen Stress ausgesetzt wird? Die Auswirkungen und dadurch entstehenden Langzeitfolgen sind vielen von uns nicht immer bewusst.

Disstress, so wird die negative Form des Stresses genannt, wirkt sich auf Dauer körperlich, seelisch und geistig negativ auf unseren Körper und vor allem auf unser Herz aus und kann letzteres schädigen. Viele kennen es, wenn sie unter Stress stehen - der Puls und die Atmung gehen schneller, die Schweißbildung ist vermehrt, das Herz rast oder stolpert, es wird einem schwindlig und man fühlt sich unruhig oder hat ein beklemmendes Gefühl in der Brust. Hält dieser Zustand über einen längeren Zeitraum an, kann dies Langzeitfolgen wie Herzwandverdickung, Bindegewebswachstum- oder versteifung, Herzrhythmusstörungen, vermehrte Arteriosklerose bis hin zum Herzinfarkt oder Schlaganfall haben.

Doch was stresst unser Herz eigentlich?

Es gibt viele verschiedene Stressoren, die sich negativ auf unser Herz auswirken können. So beispielsweise:
Alltagsstress ( z.B. Arbeitsbelastung, Mobbing, Alltagsorganisation der Familie); Broken Heart Syndrom (durch emotionale seelische Belastung, Todesangst); Einsamkeit und Isolation ; Herzrasen/ Tachykardie ; Bluthochdruck; Schlaf-Apnoe-Syndrom (Atemaussetzer in der Nacht., führt zu Blutdruckanstieg im Schlaf infolge verschlossener Kehldeckel) ; Diabetes mellitus ( Typ 2 ) und Cholesterinerhöhung.

Doch nicht nur die aufgeführten Stressoren können das Herz stressen. Auch bestimmte Medikamente können das Herz zusätzlich schädigen / belasten. Da viele Medikamente durch die Leber über den selben Abbauweg ausgeschieden werden, können diese zu zusätzlichen Nebenfolgen wie zum Beispiel schwere Rhythmusstörungen, Herzschwäche oder zu einer Überdosierung oder gar Vergiftung führen. Daher ist es besonders wichtig in jedem Arztgespräch alle Medikamente zu benennen, die man tagtäglich einnimmt und was man außerhalb dieser Medikamente noch zu sich genommen hat. So können sich beispielsweise Johanneskraut, Grapefruitsaft, Gintonic etc. auf gewisse Medikamente auswirken und diese negativ beeinflussen.

Wie kann man Stress abbauen?

Eine ausreichende regelmäßige Bewegung, ein Blick auf die Ernährung, verschiedene Entspannungsübungen, ausreichend Schlaf, ein stabiles soziales Umfeld durch Freunde, Familie, Partnerschaft oder auch ein soziales Engagement können sich positiv auf den Stressabbau auswirken. Im Berufsalltag sollte auf das richtige Zeitmanagement sowie für ausreichend Pausen gesorgt werden. Vorhandene Konflikte sollten am besten gleich geklärt werden.
Autor: msa

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