Do, 16:23 Uhr
10.11.2016
IN Ellrich neu erzählt
Tausend und eine Nacht
In einer kleinen Bibliothek in Zentralanatolien, die vor 250 Jahren ein Sammler alter Handschriften erbaute, liegt – versteckt in einem falsch beschrifteten Schuber – ein uraltes Manuskript des Endes von Tausendundeine Nacht...
Neu erzählt und musiziert (Foto: KSK Nordhausen/Angelstein)
Diese sensationelle Entdeckung macht Claudia Ott mit ihrer Übersetzung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Über das Ende der Rahmenerzählung von der klugen Schahrasad, die durch ihre Geschichten König Schahriyar davon abhält, sie zu töten, war bisher so gut wie nichts bekannt.
Die vollständigen arabischen Manuskripte, die erst im 19. Jahrhundert unter europäischem Einfluss entstanden sind, blenden die Rahmenerzählung fast völlig aus. Erstmals werden nun die letzten 125 Nächte des Zyklus sowie der ausführliche Schluss in einer arabischen Fassung zugänglich, die viele Jahrhunderte älter ist.
Im Rahmen eines Erzählkonzerts am Dienstag in der Südharzhalle Ellrich verstand es Claudia Ott meisterhaft, die Unmittelbarkeit und Frische des arabischen Originals zu vermitteln. Frei von allen europäischen Übermalungen und Ausschmückungen entführte sie den Leser in eine zauberhafte Welt der Paläste und Basare, der weisen Wesire und verschlagenen Händler, eine Welt voller erotischer Abenteuer und böser Streiche. Ach, Schwester, seufzte Dunyasad, wie köstlich ist deine Geschichte und wie schön und süß und angenehm!
Begleitet wurde die Übersetzerin von zwei Musikern, die die Welt von Tausendundeiner Nacht repräsentieren: Der persische Perkussionist Hadi Alizadeh ließ das alte Iran auferstehen, in dem die Geschichten rund um Schahrasad spielen; der türkische Lautenspieler Yusuf Çolak entführte die Besucher nach Anatolien, wo die Handschrift des "Glücklichen Endes" aufbewahrt wird.
Der Abend wurde durch die Regelschule Ellrich hervorragend begleitet. Hier gilt der Schulleiterin Frau Böck ein großes Dankeschön. Dietrich Rose vom Buchhaus Rose trug mit einem wunderschönen Büchertisch und einem sehr gut moderierten Gespräch mit Frau Ott zum Gelingen des Abends bei.
Autor: red
Neu erzählt und musiziert (Foto: KSK Nordhausen/Angelstein)
Diese sensationelle Entdeckung macht Claudia Ott mit ihrer Übersetzung erstmals der Öffentlichkeit zugänglich. Über das Ende der Rahmenerzählung von der klugen Schahrasad, die durch ihre Geschichten König Schahriyar davon abhält, sie zu töten, war bisher so gut wie nichts bekannt.
Die vollständigen arabischen Manuskripte, die erst im 19. Jahrhundert unter europäischem Einfluss entstanden sind, blenden die Rahmenerzählung fast völlig aus. Erstmals werden nun die letzten 125 Nächte des Zyklus sowie der ausführliche Schluss in einer arabischen Fassung zugänglich, die viele Jahrhunderte älter ist.
Im Rahmen eines Erzählkonzerts am Dienstag in der Südharzhalle Ellrich verstand es Claudia Ott meisterhaft, die Unmittelbarkeit und Frische des arabischen Originals zu vermitteln. Frei von allen europäischen Übermalungen und Ausschmückungen entführte sie den Leser in eine zauberhafte Welt der Paläste und Basare, der weisen Wesire und verschlagenen Händler, eine Welt voller erotischer Abenteuer und böser Streiche. Ach, Schwester, seufzte Dunyasad, wie köstlich ist deine Geschichte und wie schön und süß und angenehm!
Begleitet wurde die Übersetzerin von zwei Musikern, die die Welt von Tausendundeiner Nacht repräsentieren: Der persische Perkussionist Hadi Alizadeh ließ das alte Iran auferstehen, in dem die Geschichten rund um Schahrasad spielen; der türkische Lautenspieler Yusuf Çolak entführte die Besucher nach Anatolien, wo die Handschrift des "Glücklichen Endes" aufbewahrt wird.
Der Abend wurde durch die Regelschule Ellrich hervorragend begleitet. Hier gilt der Schulleiterin Frau Böck ein großes Dankeschön. Dietrich Rose vom Buchhaus Rose trug mit einem wunderschönen Büchertisch und einem sehr gut moderierten Gespräch mit Frau Ott zum Gelingen des Abends bei.


