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Fr, 15:00 Uhr
14.10.2016
EIN TRÄGERVEREIN FÜR DAS THOMAS-MANN-HAUS

Frage bleibt: Wer soll das bezahlen?

Ein Erhalt des Tomas-Mann-Vereinshauses in Eigentum der Stadt ist in der gegenwärtigen Haushaltssituation in absehbarer Zeit nicht möglich. Der bauliche Zustand erfordert aber zeitnah umfangreiche Maßnahmen der Sanierung. Gelder, die die Stadt nicht hat...

Aus für das Thomas-Mann-Vereinshaus? (Foto: Angelo Glashagel) Aus für das Thomas-Mann-Vereinshaus? (Foto: Angelo Glashagel)

Auf der jüngsten Stadtratssitzung wurde beschlossen, dass die Stadt mit der Bürgerinitiative zum Erhalt des Objektes als Vereinshaus Verhandlungen über die Übernahme desselben durch einen Trägerverein führen sollte. Es steht eine Frist bis Ende des Jahres. Die Absicht ist, die Existenz des Hauses langfristig zu sichern. Die BI setzt sich dafür ein, den Thomas-Mann-Klub an den zu gründenden Verein zu übertragen.

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Gestern Abend die ersten Gespräche, wie das zu bewerkstelligen sei. Neun Personen fanden sich vor Ort ein. „Wir müssen umgehend Mitstreiter gewinnen, die bereit sind, mit der Bürgerinitiative einen Trägerverein zu gründen. Erarbeitet werden muss ein Konzept zum Betrieb des Gebäudes. Es sollte Visionen enthalten, wie es zu nutzen ist und wie das Vereinsleben weiter geführt werden kann“, betonte Dirk de Gooijer, einer der der Initiatoren.

Gooijer glaubt, dass Vereine, die sich bereits seit längerer Zeit nicht mehr im Thomas-Mann-Klub treffen, wieder zurückfinden, wenn man mit ihnen spreche. Er sieht die Stadt in der Pflicht, mit der Bürgerinitiative über die Übernahme detailliert zu sprechen. Viele Fragen bedürfen da einer Klärung. Beispiel: Kann die Stadt das Haus umsonst oder gegen symbolische Vergütung veräußern?

Vor einer Vereinsgründung bliebe zu klären, wer die Kosten für unumgängliche Reparaturen übernimmt. Die Fundamente des historischen Zaunes wackeln. Zaunfelder könnten kippen. Eine große Gefahr, konstatierte die Teilnehmer. Von 25000 Euro war die Rede, das in Ordnung zu bringen. Die Treppenstufen bedürften einer Auffrischung. 5000 Euro würde sie kosten. Und so weiter. Wer soll das bezahlen? Die Diskussion mit der Stadt geht am 26. Oktober in eine neue Runde.

Die anwesenden Vertreter vom Altertums- und Geschichtsverein, Fotoklub und Harzklubverein bekundeten gestern ihre Bereitschaft, im zu gründenden Trägerverein tatkräftig mitwirken zu wollen. Viele anstehende Arbeiten könnten mit eigenen Kräften bewältigt werden, ist Hans-Jürgen Grönke vom Geschichtsverein der Ansicht. Man habe doch in den Nutzern des Hauses handwerklich versierte Leute.
Gegenwärtig zahlt die Stadt monatlich 300 Euro für organisatorische Aus- und Aufgaben. Enthalten sind Raumbelegungspläne, unter anderem für Feiern aller Art, Reinigungsarbeiten und die Absicherung der Schließdienste. Es stehen 15650 Ausgaben zu Buche, aber nur 9596 Euro an Einnahmen im Jahr.

Der Verkaufswert des Vereinshauses belaufe sich auf 240000 Euro. Eine umfassende Teilsanierung hingegen würde 650000 Euro kosten. Das besage ein Gutachten. Das, bemängelte Dirk de Gooijer, habe man nie gesehen. Die BI will sich selbst um eine Kostenanalyse bemühen.
Kurt Frank
Autor: red

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Kommentare
Gehard Gösebrecht
14.10.2016, 15:31 Uhr
Was will man denn noch analysieren?
Da kann man herumrechnen, wie man will. Selbst wenn man "nur" auf eine halbe Million Euro an Sanierungkosten kommen würde, hätte die Neue Trägerschaft das Geld auch nicht. Das Haus wird jetzt heruntergewirtschaftet und dann kommt ein Investor, der die Bude selbstverständlich aus uneigennützigen Motiven kauft, um sie gewinnbringend wieder zu verscheuern. Das ist nun mal Marktwirtschaft. Der Thomas Mann würde sich im Grabe herumdrehen, wenn er sehen könnte, was aus seiner Stiftung geworden ist.
Hans Dittmar
15.10.2016, 08:41 Uhr
Thomas Mann Klub! Führt er die Mitglieder zur Insolvenz?
Man muß sich doch mal realistisch fragen, was haben die Vereine die letzten Jahre gemacht?Instandhaltung nicht! Einst waren es 40 Vereine! Jetzt sind es unter 20! Warum sind die meisten ausgetreten? Weil die Nutzung seit einiger Zeit Miete kostet! 10 Euro je Besuch. Von wem will der neugegründete Verein die Miete einnehmen? Und die wird nicht so gering sein wie bisher! Den Kaufpreis von 250.000 Euro wird die Stadt nehmen müssen, dazu ist diese in der momentanen Haushaltssituation verpflichtet.

Seit Jahren arbeitet eine Person im Thomas Mann Klub, die vom Kulturbund ist. Diese bekommt mehrere hunderte Euro im Monat für die Arbeit im Klub. Wieso sind nicht alle Vereine Mitglied im Kulturbund? Wieso nimmt nicht dieser den Kredit auf?

Ganz einfach - Ein Verein bekommt keinen Kredit weil Ihm die Sicherheiten fehlen! Zudem haften die Vereinsmitglieder für den Kredit. Also Augen auf!

In Nordhausen gibt es zahlreiche Räumlichkeiten für Vereine. Auch gibt es einige Nordhäuser Gaststätten mit Vereinsräumen, auch diese wollen leben. Man spart zudem die Miete und bringt dem Wirt Umsatz.
Pe_rle
15.10.2016, 09:24 Uhr
Thomas Mann Klub
die Stadt hat das Gebäude fürn Appl und ein Ei bekommen,hat es runter gewirtschaftet,nun will Sie es auch noch Gewinn bringend veräußern.
Wer ist den so blöd ,und kauft das Haus für 250000€ (was es nicht wert ist) und saniert es dann noch für 600000€.
Selbst Immobilienhaie lache darüber
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