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Fr, 15:11 Uhr
30.07.2004

Ins Schwarze getroffen

Werther (nnz). Landrat Joachim Claus traf dreimal ins Schwarze. Gelohnt hat sich das "Zielwasser" aber vor allem für die Gastgeber aus Werther. Wo der Landrat wen getroffen hat, erfahren Sie mit einem Klick.

Ins Schwarze getroffen (Foto: nnz) Ins Schwarze getroffen (Foto: nnz)
Landrat Joachim Claus hatte fünf mal 9 mm und freies Schußfeld. Gemeinsam mit Werthers Bürgermeister Klaus Hummitzsch durfte er die moderne Schießanlage des Ortes ausprobieren. Hartmuth Schröter vom Schützenverein war recht zufrieden mit der Leistung der ungeübten Gäste.

Natürlich kam der Besuch nicht nur aus Spaß, um in der Mittagspause mal ein wenig zu schießen, sondern zur Geldübergabe. 2.900,- Euro erhalten die Schützen für ihr Vereinshaus.

Das haben sie zwischen 1991 und 1994 in Eigenleistung errichtet, genau wie die Schießbahn, die aus Sicherheitsgründen nur durch das Schützenhaus erreichbar ist. Bahnen zu 50 und 100 Meter für Klein- und Großkalibergewehre, sowie Vorderlader stehen zur Verfügung. Drei weitere Bahnen sind zum Schießen mit Kurzwaffen wie Pistolen und Revolvern geeignet. Hier konnten die Gäste ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen mit einer SIG-Sauer Pistole, wie sie unter anderem bei der Polizei verwendet wird.

Vor dem zweiten Weltkrieg gab es in Groß- und in Kleinwerther je einen Schützenverein. Urkunden von 1890 belegen die lange Tradition. 1990 überlegte Eberhardt Wussow nicht lange und gründete den Verein neu. Im Vereinsregister ist man die Nummer zwei, Beweis dafür wie schnell die Schützen die Initiative ergriffen.

Mitmachen kann übrigens jeder. Von 13 bis 80 Jahren sind die Mitglieder alt. Rund 76 Männer und Frauen aus ganz Nordthüringen treffen sich in Werther an den Scheiben. Jugendarbeit wird außerdem groß geschrieben. Nicht alle Jugendlichen hätten Verständnis dafür, daß sie sich an bestimmte Regeln halten müßten, so Hartmuth Schröter. Aus Gründen der Sicherheit geht es allerdings nicht ohne.

Zwingend vorgeschrieben zum Erwerb einer eigenen Waffe ist die Sachkundeprüfung. Außerdem muß der Schütze ein Jahr Mitglied in einem Verein sein und regelmäßig üben. Erst dann kann er eine Waffenbesitzkarte bekommen. Es ist nur möglich eine Waffe zu erwerben mit der im Verein auch geschossen wird. Auch ohne das Verbot nach dem Amoklauf von Erfurt war es zum Beispiel in Werther nicht möglich eine Pumpgun zu kaufen.

Einen gängigen Irrtum wollen die Schützen an dieser Stelle noch ausräumen. Keiner der Sportler besitzt einen Waffenschein. Nur wer diesen hat ist auch befugt eine Waffe zu führen, sie also in der Öffentlichkeit ständig bei sich zu tragen. Sportschützen bekommen nur eine Besitzkarte. Damit dürfen sie Gewehre und Pistolen zuhause aufbewahren und zur Sportstätte oder zur Reparatur transportieren. Daß die Waffen dabei nicht geladen sein dürfen versteht sich von selbst.

Von den 2.900 Euro wollen die Sportfreunde das Dach ihres Vereinshauses erneuern. 2.990,.- Euro wird es kosten. Die Schützen werden vieles selbst reparieren. Das spart Geld. Der Verein ist schuldenfrei, wie Eberhardt Wussow betont. Das liegt vor allem daran, daß den Mitgliedern auch die Gemeinschaft wichtig ist.

Da auf horrende Mitgliedsbeiträge verzichtet wird, hat jeder die Chance die Königsscheibe zu bekommen. Schützenfest war in diesem Jahr allerdings schon am Wochenende nach Himmelfahrt. Im nächsten Jahr feiern die Sportschützen dann groß ihr 15. Jubiläum.
Autor: wf

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