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Fr, 12:53 Uhr
07.10.2016
Gespräch mit Umweltministerium

Gipsunternehmen und Politik an einem Tisch

Das Thema Gipsabbau beschäftigt weiterhin die Region und die Kreisverwaltung. Wie bereits angekündigt hat sich Landrat Matthias Jendricke jetzt mit Vertretern des Thüringer Umweltministeriums und des Unternehmens CASEA getroffen. Diesem gemeinsamen Gesprächstermin gingen zahlreiche vorbereitende Beratungen voraus...


Inhalt der jetzigen Gesprächsrunde waren mögliche Alternativen, um einen Gipsabbau am Winkelberg dauerhaft auszuschließen. "Für uns als Landkreis sind alle Schritte wichtig, die eine Neuverritzung in der Rüdigsdorfer Schweiz unterbinden", sagte Landrat Matthias Jendricke. "Daher begrüßt der Landkreis ausdrücklich das Vorhaben der Umweltministerin, das bestehende Naturschutzgebiet in der Rüdigsdorfer Schweiz vollständig auf den Winkelberg auszudehnen."

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Die Vertreter des Umweltministeriums verwiesen noch einmal ausdrücklich auf die politischen Festlegungen im Koalitionsvertrag, wonach sich das Land gegen neue Gipsabbaugebiete im Südharz einsetzen wird. Außerdem unterstrichen sie, dass eine mögliche Erweiterung bestehender Abbaugebiete aufgrund umliegender FFH-Gebiete naturschutzrechtlich vor hohen Hürden stehe. Die Unternehmensvertreter von CASEA machten deutlich, dass sie an einer dauerhaften, arbeitsplatzerhaltenden Lösung für ihr Unternehmen interessiert sind.

Bei gleichwertigem Ersatz käme für sie auch ein Flächentausch in Betracht, um nicht am Winkelberg abbauen zu müssen. Landrat Jendricke sprach sich dafür aus, gemeinsam einen Kompromiss zu finden und damit möglichst einen jahrelangen Rechtsstreit zu vermeiden, bei dem auch ein Urteil fallen könne, das einen Gipsabbau in der Rüdigsdorfer Schweiz zulässt.

Auch beim Regionalplan für Nordthüringen, der gerade fortgeschrieben wird, stehe der Landkreis vor der Herausforderung, gemäß den Vorgaben des Landes zur Absicherung der Rohstoffversorgung mehr Flächen als bislang auszuweisen. "Zudem müssen wir einen längeren Zeitraum als bislang abbilden, nämlich 25 Jahre", so Jendricke. „Auch hier sehe ich noch große Schwierigkeiten, diese Anforderungen der Regionalplanung umzusetzen.“

Zwar bestand im Verlauf des Treffens des Landkreises mit dem Umweltministerium und CASEA nicht in allen Punkten Einigkeit, doch signalisierten alle Akteure ihre weitere Gesprächsbereitschaft. „Wir stehen erst am Anfang des Diskussionsprozesses“, sagte Jendricke. Die Gesprächspartner wollen sich voraussichtlich Anfang des kommenden Jahres wieder zusammensetzen, um mögliche weitere Schritte zu besprechen. Bis dahin werden auch die Ergebnisse von Probebohrungen vorliegen, mit denen CASEA das weitere Gipsvorkommen neben seinem bestehenden Abbaufeld Ellricher Klippen untersuchen will.
Autor: red

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Kommentare
Paulinchen
07.10.2016, 16:01 Uhr
Die Erhaltung dieser Region...
...sollte uns durchaus ein paar Arbeitslose wert sein. Die ehemaligen Mitarbeiter der IFA Motorenwerke, NOBAS, Nordbrand, Bergleute der umliegenden Kalibergwerke usw. mussten sich auch neu orientieren. Da waren mal eben 8.000bis 9.000 Arbeiter nichts für die Statistik, welcheheute angeblich so niedrig ist, wie noch nie.

Am Winkelberg muss die NATUR gewinnen und nicht der Kommerz.
progips
10.10.2016, 10:52 Uhr
@ Paulinchen
... das die "paar" Arbeitslosen aber vielleicht auch Häuser, Familien, Kinder usw. haben, scheint ihnen ja völlig egal zu sein. Sorry, aber so ein egoistisches und asoziales Verhalten gehört meiner Meinung nach bestraft!
free Gigi
10.10.2016, 11:14 Uhr
best of both worlds
Kommerz und Umweltschutz müssen sich nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen!!
Gips
10.10.2016, 12:08 Uhr
Kommerz??
Immer dieses Wort. Es geht um einen Rohstoff den die Volkswirtschaft braucht, welche verantwortlich für unseren Wohlstand ist. Die meisten die gegen die Gipsindustrie schreien verdienen ihr Auskommen nicht in der Industrie. Sie sollten sich mal Gedanken machen wer Ihren Lebenstandartd eigentlich erwirtschafftet. Lehrer, Doktoren, Rentner usw.
U. Alukard
10.10.2016, 12:19 Uhr
Hier passt was nicht zusammen im Beitrag!
1. Aussage im Text:
"Festlegungen im Koalitionsvertrag, wonach sich das Land gegen neue Gipsabbaugebiete im Südharz einsetzen wird."

2.Aussage im Text:
"gemäß den Vorgaben des Landes zur Absicherung der Rohstoffversorgung mehr Flächen als bislang auszuweisen."

Wie passt das zusammen?
Gips
10.10.2016, 16:06 Uhr
Arbeitsplätze
Paulinchen. Sie sind doch sicher nicht feige. Ich würde Sie gern zu einer Betriebsversammlung einladen. Dort können Sie den Mitarbeitern des Caseawerkes gern nochmal Ihren Standpunkt erläutern.
Paulinchen
10.10.2016, 17:11 Uhr
@progips & Gips...
...zum Thema "asozial" nur mal so viel: Die Arbeiterinnen und Arbeiter der damaligen Betriebe wie IFA, NOBAS, RFT ,Tierzucht, Tabak, Nordbrand, Reichsbahn, Kaliwerke Bleicherode, Bischofferode, Sondershausen uva. mehr, waren auch nicht alle ledig, obdach-und kinderlos. Haben Sie noch nicht bemerkt, dass das Wort SOZIAL in dieser Gesellschaft nicht mehr vorkommt? Da sollten Sie dann mal die Vertreter der Bundesregierung fragen, was sie gedenken zu tun, damit es in diesem Lande wieder sozial zugeht.

Haben Sie sich mal gefragt, was mit den Mitarbeitern geworden ist, die einst in Nürnberg die Handys der Marke Nokia hergestellt haben. Die Produktion wurde wie viele ander Branchen ins Ausland verlagert.

Was denken Sie wohl, was mit den Mitarbeitern der Automobilwerke in Deutschalnd, ja in ganz EUROPA und zum Teil in Übersee wird, wenn es die GRÜNEN hinbekommen, dass nur noch E-Autos gebaut werden? Dann braucht man vielleicht nur noch die Hälfte derer!! Nun frage ich Sie (!) wer ist hier nun asozial? Dann haben die zwar keine Arbeit mehr, aber dafür saubere Luft, wenn sie auf den Straßen flanieren gehen und das Hartz IV Geld unter die Leute schmeißen.
Was wurde denn aus den "Schlecker - Frauen", was wird demnächst mit Tengelmann?

Interessiert denn das jemand in der Bundesregierung? Das Problem AREITSLOSIGKEIT interessiert doch keinen mehr von den Volksvertretern. Die haben doch ihre Leute, die die Statistiken schönrechnen. Glauben Sie denn im Ernst daran, dass wir gegenwärtig nur 2,9 Mill. Arbeitslose haben? Vielleicht ist es etwas übertrieben, aber es wird nicht mehr viel fehlen, dann können Sie vor die Zwei noch eine Eins schreiben.
Wissen Sie denn auch, das tausende Menschen jeden Sonntagabend über die A 38 fahren, um zu ihren Arbeitstsellen in NRW, Hessen, BW und gar bis in die Niederlande zu gelangen. Machen diese Menschen das nicht, dann gehen daheim die Lichter aus. Niemand - so Herr Grillo (bei hart aber fair), kann erwarten dass sein Arbeitsplatz neben seinem Hause steht. Und da werfen SIE mir ASOZIALITÄT vor? Ich denke, dass Sie mir dafür mal eine Erklärung geben sollten. Denn Ihnen habe ich auch keine Raffgier nach Profit vorgehalten!!
@ Gips, laden Sie besser Frau Merkel in Ihre Betriebsversammlung ein. Die kann ihren Auftritt bei Ihnen gleich als Wahlkampfveranstaltung nutzen. Nur sie wäre die richtige Person, weil sie ja die Macht hat über die Industrie. Scheuen Sie sich doch nicht, mal die Vertreter aus Petersdorf einzuladen. Auch vermisse ich Ihre Stellungnahme zu dem Bericht des MDR zum Gipsabbau in dieser Region. Wo fahren denn nun Ihre Elektro- LKW ihre Ladungen lang?

Also bitte - immer schön sachlich bleiben. Es wird demnächst mit CETA und TTIP noch um viel mehr Arbeitsplätze gehen. Haben Sie denn schon gelesen, was Herr Gabriel für Deutschland an Änderungen auf den Weg gebracht hat? Der Bundeskanzler von Österreich, hat Herrn Juncker Zugeständnisse für sein Land abgerungen.
free Gigi
10.10.2016, 19:48 Uhr
Quatsch @Pauline
"Was denken Sie wohl, was mit den Mitarbeitern der Automobilwerke in Deutschalnd, ja in ganz EUROPA und zum Teil in Übersee wird, wenn es die GRÜNEN hinbekommen, dass nur noch E-Autos gebaut werden? Dann braucht man vielleicht nur noch die Hälfte derer!! "

-> Die Elektroautos bauen sich wohl von alleine? Die Auto bestehen aus einem Stück? Was unterscheidet denn E-Autos von Autos mit Verbrennungsmotoren? Aha, der Antrieb und ein E-Motor inkl. aller elektrischen Komponenten ist min genauso komplex wie ein Otto- oder Dieselmotor, ne? Die deutsche Mobilindustrie müsste nur langsam mal Gas ähh Strom geben beim Wettbewerb mit Asien was das Thema angeht, ansonsten sind wirklich Arbeitsplätze gefährdet.
Gips
10.10.2016, 21:10 Uhr
Arbeitsplätze
Paulinchen. Und das rechtfertigt weitere Arbeitsplätze aufs Spiel zusetzen? Sehr kleinkariert gedacht.
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