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Mo, 17:21 Uhr
03.10.2016
Fazit

Demonstrationen in Nordhausen

Ein weiterer 3. Oktober geht seinem Ende entgegen. Für viele dürfte es wie so oft ein vor allem ein freier Tag gewesen sein. In jedem Fall konnten heute sowohl das rechtsextreme Spektrum wie auch das Bündnis gegen Rechtsextremismus keine Massen auf die Straßen bringen...

Ganz rechts hatte man groß getönt, eine Demonstration für mehrere hundert Teilnehmer angemeldet, lange Rednerlisten mit Gästen aus dem Ausland vorgelegt. Am Ende waren kaum 50 Personen auf den Platz der Gewerkschaften gekommen.

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Eigentlich kaum der Rede wert. Das Bündnis gegen Rechtsextremismus (BgR) hatte, auch wegen der großspurigen Ankündigungen der Gegenseite, kurzfristig versuchte eine eigene Demonstration zu organisieren. Für die Vorbereitungen blieb wenig Zeit, innerhalb einer Woche hatte man versucht, auf den Protestmarsch für ein buntes Nordhausen aufmerksam zu machen. Es kamen rund 100 Personen auf den Rathausplatz und zogen in Richtung Bahnhof.

Am Ende blieb es ruhig, die Polizei hielt beide Züge sauber getrennt. Was bleibt also von diesem dritten Oktober? Der rechte Rand hatte heute, zumindest in Nordhausen, nicht dasselbe Mobilisierungspotential wie noch vor einem Jahr. Das ist die gute Nachricht. Die andere Seite ist die: dem BgR muss die Zahl der Gegendemonstranten zwar nicht peinlich sein, ein Ruhmesblatt für das weltoffene Nordhausen war der heutige Tag aber auch nicht.
Autor: red

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Kommentare
geloescht.20250302
03.10.2016, 18:03 Uhr
Mobilisierung
Und nun? Viel Lärm um Nichts!

Und viele Staatsbedienstete ( Polizisten) wurden wegen solcher Spiegelfechterei um ihren freien Tag gebracht!

Das hätte man sich sparen und/oder nach Dresden fahren können.

Wie bunt (bemalt) ist Nordhausen jetzt? Bin erst wieder am Donnerstag da und würde mich über eine Warnung vor Augenschäden freuen.
free Gigi
03.10.2016, 20:59 Uhr
keine falschen Schlüsse
zwischen der Teilnehmerzahl der Demonstration und der wirklichen Zahl der Gegner kunterbunter Auswüchse...
GuttaCavat
03.10.2016, 22:22 Uhr
Ja, sorry...
... tut mir leid! Ich habs nicht geschafft.

Schade, gerade ich hätte zur Ehrenrettung der Herren von der Verteidigung des deutschen Geistes beitragen können.

600 angekündigt und nur 50 gekommen... Das ist so traurig! Wahrscheinlich sind die anderen 550 schon längst gegen Flüchtlinge ausgetauscht.

Dabei habe ich mit so viel Hingabe belgische *Flaggen* gebastelt.

Ich nehm jetzt einen kleinen Nazi bei mir auf, das kann ich ja nicht mehr mit ansehen!
geloescht.20250302
04.10.2016, 08:47 Uhr
Gute Idee, aber...
...wo wollen Sie einen kleinen Nazi finden, der sich freiwillig in Ihr Gehirnwäscheprogramm begibt?

Und was machen Sie, wenn er von Ihnen Anpassung an seine Sitten und Bräuche erwartet, damit er sich integrieren kann?

Lassen Sie sich dann ein Hakenkreuz auf die Brust tätowieren? Hängen Sie ein Foto von Adolf übers Bett? Hören Sie laute Nazimucke?

Und wenn Ihr Schützling auf Familiennachzug besteht? Ist Ihre Wohnung gross genug für 2 Dutzend Angehörige?
M0g3lNicht
04.10.2016, 10:53 Uhr
@tannhäuser
Das Gehirnwäscheprogramm bekommen wohl eher die Nazis. Jeder normal denkende würde sich nicht der braunen Schei** hingeben.

Und ja, es ist eine Enttäuschung und kein Ruhm für das weltoffene Nordhausen, wenn sich gerade mal ca. 100 dazu bekennen. Aber in Nordhausen wird ja lieber gemeckert, als wirklich etwas getan.
GuttaCavat
04.10.2016, 14:02 Uhr
Dem kleinen Nazi ...
... würde ich natürlich erlauben sich sein Hakenkreuzchen auf die Stirn tätowieren zu lassen. Wenn er dann wegen Zeigen verfassungsfeindlicher Symbole eingesperrt wird, würde ich ihn natürlich besuchen und sogar Zigaretten in den Knast bringen.

Er dürfte auch Schweinefleisch essen, oder was immer Nazis so essen und er dürfte anbeten wen immer er anbeten will. Sich zu integrieren heisst nämlich nicht zu glauben was alle glauben, zu essen, zu denken was alle denken oder schön zu finden was alle schön finden. Deswegen dürfte er sich auch eine monumentale Landserstatue in sein Zimmer hängen, oder eine Deutschlandfahne und Bilder von nackten blonden Frauen, die durch deutsche Eichenwälder lustwandeln.

So ist das nämlich in einem freien Land voll toleranter Menschen. Jeder darf in Grenzen essen und glauben was er will und diese Grenzen werden durch den kategorischen Imperativ und durch die gegenseitige Anerkennung von Werten wie sie durch unser Grundgesetz (wie z.B. Solidarität, Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und Gleichberechtigung) vorgegeben werden. Man muss nicht Christ sein, darf aber auch niemandem verbieten Moslem zu sein.

Wenn er aber anfängt gegen Flüchtlinge zu bashen, Feuer zu legen oder anderen vorzuschreiben, was sie zu denken haben, dann würde ich ihn abschieben, nach Aleppo, obwohl das gar nicht zulässig ist, weil dort ja Bürgerkrieg ist. Das würde er aber ohnehin nicht glauben, weil er denkt dass die alle aus wirtschaftlichen Gründen herkommen. Wenn er dann weg ist, würde ich mir einen neuen kleinen Nazi holen - solange, bis keine mehr da sind.

Und wenn keine mehr da sind, würde ich mir Kreiden kaufen und einen schönen bunten Haken auf die Strasse malen.
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