Mo, 17:09 Uhr
26.09.2016
Kulturausschuss tagte
Roland, Rolandsfest und Umzug
Das ist doch eine Welt! Was jahrzehntelang nicht sollte sein, das funktioniert jetzt: Mehrere Ausschüsse des Nordhäuser Stadtrates sind teilöffentlich. So auch der Kulturausschuss, der heute tagte...
Korrekt formuliert ist das der Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus. Dessen Mitglieder wollten sich heute zum Beispiel über den Transport eines Nordhäuser Originals und über die Ausschreibung zu nächstjährigen Rolandsfest informieren lassen.
Es wird das Rolandsfest mit der Nummer 49 sein und es soll mit dem 1090. Geburtstag der Rolandstadt kombiniert werden. Das heißt: an den Ausrichter, der privater Natur sein soll: es werden höchste Anforderungen gestellt. Nachzulesen sind sie hier . Die hoffentlich zahlreichen Bewerber können sich bewerben und werden danach mit Hilfe einer Matrix ausgewertet. Der Bewerber mit der höchsten Punktzahl, der bekommt den Zuschlag.
Vom 9. bis 11. Juni soll das Rolandsfest gefeiert werden. Zwei Bühnen sind gesetzt, am Theater und am Rathaus. Den Veranstaltern wird die Möglichkeit eines dritten, frei wählbaren Bühnenstandortes geboten. Den Umzug zum Stadtjubiläum wird es am 11. Juni ab 14 Uhr geben, dann ist auch das Bühnenprogramm beendet.
Die Stadt wird sich aus der Finanzierung des Festes raushalten, eine Unterstützung ist dem Veranstalter zugesichert - zum Beispiel bei der Beantragung von Genehmigungen oder bei Kontakten zu Vereinen in und um Nordhausen herum. Anders als im vergangenen Jahr muss sich der Veranstalter auch um den künstlerischen Part des 49. Rolandsfestes kümmern. Und das alles bei freiem Eintritt. Man kann gespannt sein, wie das gelingen soll. Fünf Agenturen sollen angeschrieben werden.
Ausschussvorsitzender Hans-Georg Müller wollte wissen, ob es einen Plan B gebe, wenn es keinen Bewerber für diese beschränkte Ausschreibung gebe, da die Stadt das komplette finanzielle Risiko abgegeben habe. Bürgermeisterin Jutta Krauth zeigte sich optimistisch, dass an den drei Tagen genug Geld eingenommen werde, allein schon beim Getränkeverkauf am Rande des Festumzuges.
Der Ausschuss, das wurde in der Diskussion deutlich, wehrt sich gegen eine beschränkte Ausschreibung und wirbt für eine öffentliche Ausschreibung. Schließlich wurde abgestimmt: Die Mehrheit des Ausschusses votierte für eine öffentliche Ausschreibung und damit gegen die Verwaltung.
Alles klar zum Transport? (Foto: nnz)
Nun zum geplanten Umzug des Original-Rolands, der seine Heimat noch im Neuen Rathaus hat. Der soll künftig in der Flohburg beheimatet werden. Im Rathaus ist er Besuchern und Touristen nur zu den Öffnungszeiten der Verwaltung zugänglich, in der Flohburg wäre er wesentlich besser aufgehoben, so Museumsleiterin Susanne Hinsching, sowohl unter konservatorischen Gesichtspunkten, als auch in der Zugänglichkeit. Barbara Rinke erinnerte an einen Grundsatzbeschluss, der besagt, dass historische Gegenstände möglichst in der Nähe ihres Originalstandortes stehen sollen. Sie plädierte dafür, die Verhältnisse in der Flohburg genau zu untersuchen, damit es zum Beispiel mit der Statik keine Probleme gebe.
Mit dieser informellen Bestandsaufnahme war dann der öffentliche Teil der Ausschusssitzung auch beendet.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnzKorrekt formuliert ist das der Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus. Dessen Mitglieder wollten sich heute zum Beispiel über den Transport eines Nordhäuser Originals und über die Ausschreibung zu nächstjährigen Rolandsfest informieren lassen.
Es wird das Rolandsfest mit der Nummer 49 sein und es soll mit dem 1090. Geburtstag der Rolandstadt kombiniert werden. Das heißt: an den Ausrichter, der privater Natur sein soll: es werden höchste Anforderungen gestellt. Nachzulesen sind sie hier . Die hoffentlich zahlreichen Bewerber können sich bewerben und werden danach mit Hilfe einer Matrix ausgewertet. Der Bewerber mit der höchsten Punktzahl, der bekommt den Zuschlag.
Vom 9. bis 11. Juni soll das Rolandsfest gefeiert werden. Zwei Bühnen sind gesetzt, am Theater und am Rathaus. Den Veranstaltern wird die Möglichkeit eines dritten, frei wählbaren Bühnenstandortes geboten. Den Umzug zum Stadtjubiläum wird es am 11. Juni ab 14 Uhr geben, dann ist auch das Bühnenprogramm beendet.
Die Stadt wird sich aus der Finanzierung des Festes raushalten, eine Unterstützung ist dem Veranstalter zugesichert - zum Beispiel bei der Beantragung von Genehmigungen oder bei Kontakten zu Vereinen in und um Nordhausen herum. Anders als im vergangenen Jahr muss sich der Veranstalter auch um den künstlerischen Part des 49. Rolandsfestes kümmern. Und das alles bei freiem Eintritt. Man kann gespannt sein, wie das gelingen soll. Fünf Agenturen sollen angeschrieben werden.
Ausschussvorsitzender Hans-Georg Müller wollte wissen, ob es einen Plan B gebe, wenn es keinen Bewerber für diese beschränkte Ausschreibung gebe, da die Stadt das komplette finanzielle Risiko abgegeben habe. Bürgermeisterin Jutta Krauth zeigte sich optimistisch, dass an den drei Tagen genug Geld eingenommen werde, allein schon beim Getränkeverkauf am Rande des Festumzuges.
Der Ausschuss, das wurde in der Diskussion deutlich, wehrt sich gegen eine beschränkte Ausschreibung und wirbt für eine öffentliche Ausschreibung. Schließlich wurde abgestimmt: Die Mehrheit des Ausschusses votierte für eine öffentliche Ausschreibung und damit gegen die Verwaltung.
Alles klar zum Transport? (Foto: nnz)
Nun zum geplanten Umzug des Original-Rolands, der seine Heimat noch im Neuen Rathaus hat. Der soll künftig in der Flohburg beheimatet werden. Im Rathaus ist er Besuchern und Touristen nur zu den Öffnungszeiten der Verwaltung zugänglich, in der Flohburg wäre er wesentlich besser aufgehoben, so Museumsleiterin Susanne Hinsching, sowohl unter konservatorischen Gesichtspunkten, als auch in der Zugänglichkeit. Barbara Rinke erinnerte an einen Grundsatzbeschluss, der besagt, dass historische Gegenstände möglichst in der Nähe ihres Originalstandortes stehen sollen. Sie plädierte dafür, die Verhältnisse in der Flohburg genau zu untersuchen, damit es zum Beispiel mit der Statik keine Probleme gebe.
Mit dieser informellen Bestandsaufnahme war dann der öffentliche Teil der Ausschusssitzung auch beendet.
Peter-Stefan Greiner

